Theresa Ehsani

Im Portrait: Theresa Ehsani – Markenpassionista und Markenstrategin

Theresa liebt es zu reisen, in unterschiedliche Kulturen einzutauchen, mag unkonventionelle Ideen sowie dafür Strategien und Lösungen zu entwickeln. Ihre Leidenschaft ist es, Potenziale und Stärken in Menschen zu aktivieren und erleben zu dürfen, wie sie aufblühen und sich selbst und ihr Business aufs nächste Level hieven. Als Markenpassionista unterstützt sie Unternehmerinnen dabei, ihr Angebot zu entwickeln sowie ihre Einzigartigkeit hervorzuheben und Strategien zu entwickeln.

Liebe Theresa, du bist seit 2013 selbstständig als Markenpassionista. Was kann man sich darunter vorstellen? Was machst du und wie bist du dazu gekommen, dich selbstständig zu machen?

Ich hab mich 2013 nebenberuflich selbstständig gemacht – das war eigentlich deshalb, weil ich davor eine einjährige Zusatzausbildung in Berlin zum Systemischen Coach gemacht hatte und direkt Kunden weiterbetreuen wollte während meiner ersten Mutterschutzzeit 2013.

Ich startete dann Anfang 2015 nochmals eine Festanstellung in einer Digitalen Marketingagentur, war aber total eingeschränkt in meinem Schaffensdrang und sehnte mich jede Woche nach meinem Coaching. Außerdem verbrachte ich zu viel sinnlose Zeit im Büro statt mit meinem Kleinen im Park spielen zu können. Daher setzte ich 2016 dann alles auf eine Karte, holte mir eine professionelle Beraterin zur Seite um direkt durchzustarten, ich positionierte mich ganz spitz entsprechend meiner Interessen, Talente und Erfahrungen und die Markenpassionista war geboren.

Dabei unterstütze ich selbstständige Powerfrauen dabei, aus ihren Angeboten richtig starke Marken zu machen – sprich unwiderstehliche, einzigartige Angebote, die für ihre Wunschkunden online sichtbar werden und richtig faszinieren und begeistern. Es geht also viel um Klarheit, um Strategie und Struktur, um produktive und sinnvolle Kommunikations- und Vermarktungsstrategien, um Fokus und Leichtigkeit. Dabei begleite ich meine Kundinnen sehr intensiv und persönlich.

Womit hat bei dir die Selbstständigkeit gefühlsmäßig angefangen? Deiner Entscheidung den Schritt zu wagen, mit der Bestätigung vom Finanzamt, mit dem Logo, mit deiner Homepage, mit dem ersten Kunden, oder mit etwas ganz anderem?

Gute Frage! Ja, es war wohl im Frühjahr 2016 die Entscheidung, es komplett zu wagen, die den Startschuss gegeben hat. Ich kippte total in meine Überzeugung rein, las unzählige Blogs, saugte Wissen auf wie ein trockener Schwamm, ich war total begeistert von meiner eigenen Idee und Vision. Antreiber war bestimmt auch der Frust in der Agentur – gleichzeitig aber auch die Leichtigkeit und das Gefühl von „YEAH!!!“ beim Gedanken an die Selbstständigkeit.

Theresa Ehsani

 

Wie lief dein Start in die Selbstständigkeit? Wie hast du versucht, deine ersten Kunden zu gewinnen? Und wie sieht dein Marketing heute aus?

Ich hab mir sofort Unterstützung zum Thema geholt weil ich wusste: so nehm ich die Abkürzung. Steffi half mir also bei den wichtigsten praktischen Dingen um den Onlineauftritt am Start zu haben (auch technisch). Ich hatte von Anfang an relativ wenig Zeit (rund 15 Wochenstunden maximal) um alles unterzubringen.

Meine ersten Kunden als Coach 2013 erhielt ich über Weiterempfehlungen im Bekanntenkreis. Als Markenpassionista 2016 dadurch, dass ich bewusst Facebookgruppen aufgesucht habe, in welchen sich meine Wunschkundinnen aufhielten. Dort habe ich mir dann einen Expertenstatus erarbeitet indem ich alle Fragen, die zu meinem Thema aufkamen, bereitwillig beantwortet habe. Schnell bemerkten einige, dass ihnen meine Tipps weiterhalfen. Eines führte zum anderen und ich bekam meine ersten Aufträge.

Meine Markenstrategie war von Anfang an durchdacht – ich weiß genau, über welche Kanäle ich was tun muss um entsprechendes zu erreichen und habe drei Sales Funnels, über die ich bei Bedarf neue Kunden finden kann – zumeist kommen diese aber von selbst zu mir (denn eine starke Marke ist ein Kundenmagnet!).

Mit 2 kleinen Kindern habe ich nach wie vor mein Zeitproblem. Daher verfolge ich den Ansatz „done ist better than perfect“ und „Qualität vor Quantität“ bzgl. meiner Videos, Gruppenaktivitäten, Mails, usw. Am wichtigsten ist mir Authentizität und wirklich jede Mail zu beantworten. Das zeigt von Wertschätzung und Respekt und ich finde das extrem wichtig.

Du hilfst u.a. Unternehmerinnen dabei ihre Marke aufzubauen und ein Alleinstellungsmerkmal zu finden. Was macht dich und deine Marke besonders?

Bestimmt mich als Person: ich bin sehr direkt und ehrlich, aber auch sehr motivierend und inspirierend in meiner Art. Ich fordere viel, biete aber auch entsprechend viel. Durch meine extrem lange Erfahrung und mein angesammeltes Wissen in der Onlinewelt, im Digitalen Marketing und im Bereich Markenentwicklung, Branding und strategischer Kommunikation habe ich die Fähigkeit entwickelt, sehr schnell zu erkennen, was die Stärken eines Angebots sind, wie eine Marke „sein will“ und welche Strategie die Brücke zu den Wunschkunden legt.

Eine weitere Stärke in mir sehe ich darin, an meine Kundinnen optimierte Strategien zu entwickeln – denn nur wenn dein Markenauftritt authentisch und rund ist und dir entspricht, kannst du überzeugen.

Meine Kundinnen lieben die Klarheit, die sie erhalten und die Erkenntnis darüber, wie unglaublich wertvoll ihr Angebot ist. Und die Einfachheit und Praxistauglichkeit der Sales Strategien, die wir entwickeln – am Ende brauchen sie meist nur 3 Stunden pro Woche für ihr Marketing – und alle nötigen Texte und Bilder sind nur noch copy/paste. Sie haben also Leichtigkeit und Zeit, um sich dem zu widmen, was sie wirklich lieben: ihre Berufung!

Theresa Ehsani

 

Verrate uns doch: Was reizt dich besonders an deinem Beruf als Markenstrategin?

Ich liebe es, einzigartiges, noch nie da gewesenes, besseres, neues oder anderes zu entwickeln. Außerdem liebe ich es, Frauen, die leider oft von Selbstzweifeln und Unsicherheiten begleitet sind, zu stärken und in ihrem Weg zu bestärken und aufblühen zu sehen.

Die Onlinewelt verunsichert einige und überfordert andere. Ich denke, es liegt daran, dass sie oft unterschätzt wird. Das liegt aber teilweise selbst verschuldet denn sehr viele unterschätzen die Komplexität: niemand würde sagen: „ich brauch keinen Anwalt, ich verteidige mich mal selbst“ oder „ich operier mir mein verletztes Knie mal eben selbst“ – aber viele denken, sie erstellen ein Profil auf Facebook und Pinterest und machen hiermit Onlinemarketing und werden sichtbar.

Ich sag immer: wenn es so einfach wäre, starke Marken zu entwickeln, dann wären alle extrem erfolgreich 😉

Was sind deiner Meinung nach die größten Herausforderungen, als Markenpassionista selbstständig zu sein?

Viele Menschen denken bei Marken entweder an „Trademarks“, also rechtliche Dinge, oder an visuelle Dinge wie das Logo – doch eine Marke ist das, was andere über dich sprechen, wenn du nicht im Raum bist.

Die Idee, die alle anderen abseits von dir selbst von deinem Angebot haben! Logo ist maximal 5% vom Thema. Es ist wichtig, aber das Logo steht zur Marke wie das Hinterrad zum Auto – es ist wichtig, aber es ist nicht das Auto!

Außerdem bemerke ich, dass viele Menschen denken „ich muss mal starten und Geld verdienen, dann mach ich eine Beratung“ – starten heißt für sie, eine Website zu erstellen – ohne Strategie dahinter, ohne Plan – oder FB-Werbungen schalten….doch wenn die Klarheit über die eigene Marke fehlt, kommen auch kaum Kunden oder aber falsche. Fehlt das Markenfundament, ist eine Website nur inhaltslose Dekoration. Und die FB-Werbung verschenktes Geld.

Ich verstehe nicht, wieso Menschen erwarten, dass Kunden sie bezahlen – umgekehrt aber bei Gründung kein Geld ausgeben wollen. Um erfolgreich zu starten, braucht man ein wenig Geld. Früher waren Anfangsinvestitionen weitaus teurer, als man sich ein Geschäftslokal mieten musste usw….die Onlinewelt ermöglicht finanziell niedrige Hürden. Aber ich kenne nichts von Qualität, das gratis ist. Und ich kenne auch keine Erfolgsunternehmer, die ohne Investitionen gestartet haben!

Theresa Ehsani

 

Es gibt ja immer mal wieder schwierige Kunden, die nicht so richtig wissen, was sie wollen. Wie gehst du damit um? Hast du ein Geheimrezept?

Glücklicherweise habe ich extrem großartige Kundinnen. Das liegt bestimmt auch daran, dass einerseits sehr klar ist, wofür ich stehe und dementsprechend auch nur Frauen mit mir arbeiten wollen, die das gut finden.

Andererseits führe ich anfangs immer Kennenlerngespräche, um die gegenseitigen Erwartungen und auch die Chemie zu prüfen. Und ich arbeite nur dann mit jemandem, wenn das von beiden Seiten zu 100% passt. Wenn ich merke, dass die Person wirklich was verändern möchte und bereit ist, aufs nächste Level zu gehen. Denn das fordert Willenskraft, Mut und Courage.

Ansonsten ist mein Tipp aber, immer das offene Gespräch zu suchen. Schwierige Dinge nicht per Mail sondern per Telefon persönlich zu besprechen. Es ist wichtig, als Dienstleisterin dein Bestes zu geben.

Du bist Mama und Unternehmerin. Wie kann man sich den Arbeitsalltag bei dir vorstellen? Und wie bekommst du beides unter den Hut?

Es ist alles andere als einfach, zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen. Ich habe ständig das Gefühl, nicht ausreichend Zeit zum Arbeiten zu haben und gleichzeitig öfter ein schlechtes Gewissen, wenn ich zwar im Park bin, aber im Kopf nicht abschalten kann. Ich habe nur 10 fixe Stunden die Woche, um zu arbeiten und Kundentermine wahrzunehmen.

Freitags arbeite ich nicht, und am Wochenende bleibt der Laptop auch unangetastet. Ich versuche, viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen, bringe und hole meinen Kleinen jeden Tag vom Kindergarten. Denn diese ersten Jahre sind so wichtig und vergehen so schnell, die will ich gemeinsam mit meinen Kleinen erleben und genießen.

Dazu gibt es einen tollen Spruch: „Dein Alltag ist ihre Kindheit!“. Sonstige Dinge wie Emails, Blogartikel usw. bearbeite ich zumeist abends, wenn die Kinder schlafen.

Bei Frau Chefin schreibe ich immer wieder, dass man als Frau groß denken und träumen sollte, um auf dieser Basis herauszufinden, was man wirklich möchte. Wie war das bei dir?

Ja, da gibt es einen super Spruch: „Hast du all deine Ziele erreicht, so waren sie nicht hoch genug gesteckt!“ – ich mag es, mich selbst herauszufordern und Neues auszuprobieren. Ich denke mir immer: wenn es schief geht, so hab ich es zumindest ausprobiert und auf jeden Fall viel dabei gelernt. Dieser Aspekt der „Risikoaversität und Sicherheitssehnsucht“ hatte ich irgendwie nie…ich hab immer schon total darauf vertraut, dass alles irgendwie klappt und gut wird.

Theresa EhsaniAuch bzgl. der Selbständigkeit kann ich das Argument „ich bin Mama, daher muss ich in meiner Festanstellung bleiben um meinen Kindern Sicherheit zu bieten“ überhaupt nicht nachvollziehen – denn in meinen Augen ist diese „Sicherheit bei Festanstellung“ eine Illusion und ich finde es gerade als Mama so wichtig, den Kindern vorzuleben, dass man seine eigenen Träume leben soll und Wirklichkeit werden lassen kann.

Außerdem finde ich die Situation am Arbeitsmarkt diskriminierend: Teilzeitjobs sind inhaltlich anspruchslos, Vollzeitjobs extrem zeitintensiv und man wird zumeist als Jungmama schief angeschaut (als Jungpapa aber nie!) – um richtig Karriere zu machen und dabei auch glücklich zu sein und Zeit mit den Kindern zu verbringen gibt es für mich zur Selbstständigkeit keine ernstzunehmende Alternative.

 

Welche drei Top-Tipps hast du für uns und unsere Marke?

Kenne unbedingt dein Alleinstellungsmerkmal: sei neu, anders oder besser! Denn wenn du nicht in 2-3 Worten sagen kannst, weswegen deine Kunden dich buchen sollen, wie sollen sie es dann wissen?!

In der Onlinewelt hast du 2-4 Sekunden Zeit, um Aufmerksamkeit und Interesse zu wecken – fokussier dich also auf das Wesentliche!! Deine Marke hilft dir dabei!

80% der Kommunikation ist nonverbal, wir Menschen sind Gefühlsgetrieben – die meisten fokussieren sich auf die 20% „ratio“ indem sie Texte schreiben und Worte sprechen – doch mit deiner Markenpersönlichkeit, deinen Stories, deiner authentischen Art, deiner nonverbalen Kommunikation sagst du viel mehr!

Was möchtest du anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen gerne mit auf den Weg geben?

Wenn du ein gutes Angebot hast, für das du brennst, dann go for it! Hol dir professionelle Unterstützung um die Abkürzung zu nehmen. Lass dich von deinem Umfeld, meist selbsternannten Experten nicht bremsen oder herunterziehen – die sollten alle das Beste für dich wollen – und das Beste ist das, was dich glücklich macht!

Umgib dich mit Menschen, die dich bestärken und dich unterstützen. Hab keine Angst davor, dich zu zeigen – wenn du es nicht tust, nimmst du so vielen potenziellen Kunden die Möglichkeit, von dir zu erfahren!

Sei eine Stimme, kein Echo!

Vielen Dank für diese tollen Antworten!

Neugierig geworden? Weitere Informationen zu Theresa und ihrem Business als Markenpassionista findest du hier:

Webseite und Blog von Theresa

Thersa auf Facebook und Pinterest

Theresas kostenloser Boost Your Brand Guide sowie ihre FB-Gruppe mit exklusiven Videos und Tipps

About the author
Ich bin Isabelle, Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.

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