Zuverlässigkeit

Das ist die gefährlichste Unternehmensstrategie aller Zeiten!

Es gibt dort draußen in der wilden Unternehmenswelt unheimlich viele Business-Strategien. Darunter tummelt sich jedoch eine gefährliche Strategie, von der ich dir absolut immer abraten würde. Eine, bei der sich mir sämtliche Haare aufstellen, wenn ich ihr begegne. Es ist eine Strategie, bei der eigentlich ein blinkender Button mit dem Vermerk „Nicht zuhause ausprobieren“ leuchten müsste. Und trotzdem wird diese Unternehmensstrategie immer wieder versucht.

Wovon ich rede?

Von der Strategie „Fake it, till you make it.“ Oder auch „Tue so als ob, bis du es wirklich bist.“

Ganz ehrlich, da könnte ich einfach kotzen.

Du schaust zurecht schockiert (ich weiß jetzt nur nicht, ob es wegen meiner Wortwahl ist, oder weil es solch eine Unternehmensstrategie überhaupt gibt).

Anders gesagt: Tue so, als wärst du eine erfolgreiche Online-Unternehmerin, verkaufe Onlinekurse übers „Geld verdienen im Internet“ und dann verdienst du auch Geld im Internet. Tue so als könntest du mit nur drei Tricks allen dabei helfen, im Monat 100.000€ Umsatz zu machen, vermarkte das gut und du machst bald auch selbst 100.000€ Umsatz. Tue so, als ob du Hundetrainerin bist, bis du zum ersten Mal einem verzweifelten Hundehalter wirklich helfen konntest und du bist Hundetrainerin.

Tatsache ist, dass hier mir der Gutgläubigkeit und auch der Leichtgläubigkeit anderer gespielt wird und ihnen damit ihr Geld aus der Tasche gezogen wird. Oder anders ausgedrückt:

Du wirst verarscht.

Und das mit jeder Mail, mit jedem Facebook-Post, jedem Tweet, jeder Werbeanzeige, mit der kompletten Webseite und ja, vor allem von der Person selbst, die dir das vorgaukelt.

Warum diese Unternehmensstrategie doch immer wieder versucht wird?

Ganz einfach: Weil sie (leider) in einigen Fällen echt gut funktioniert!

Es gibt dort draußen viele Unternehmerinnen und Unternehmer, die uns den Traum „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ in den schillerndsten Farben schmackhaft machen und dabei zeigen wollen, wie einfach das sein kann. Es gibt zig selbsternannte Coaches, die aus irgendwelchen – für mich zugegebenermaßen unseriösen Voodoo-Geschichten – Geld machen wollen.

UnternehmensstrategieDer Haken ist allerdings, dass die Leser des Blogs oder die Kunden solcher Kurse das früher oder später merken. Wenn sie Pech haben, ist es dann schon zu spät und sie haben mehrere tausend Euro für ein Coaching ausgegeben, oder sie haben jahrelang treu den Blog gelesen und diese Person wie ein Guru angehimmelt, bis ihr Bild zerplatzt ist.

Irgendwann wird jeder Fake aufgedeckt. Sei es durch einen groben Fehler, oder das Plaudern von irgendjemandem. Selbst die größten und besten Steuerbetrüger sind irgendwann entlarvt worden. Sprich, der beste Betrug wird irgendwann wie ein Ballon platzen und mit einem lauten Knall und zerfetzten Stücken des einst Dagewesenen enden.

Was übrig bleibt, sind zu Recht verärgerte Kunden, enttäuschte Fans und ein Scherbenhaufen der Existenz.

Ich gebe es zu: Ich habe die Nase gestrichen voll von Blogs und selbsternannten Coaches und Experten, die von irgendwelchen Möchtegern Unternehmerinnen betrieben werden, die sich künstlich aufblasen und als etwas vermarkten, was sie nun mal nicht sind.

Hier sprießt eine neue Expertin für XY aus dem Boden – dabei hat sie kaum oder keine Berufserfahrung.

Dort gibt es eine künstliche Influencerin, die in erster Linie sich selbst beeinflusst.

Dann gibt es noch Fitness-Models, die zwar keine Ausbildung, dafür künstliche Brüste vorzuweisen haben.

Und selbsternannte Coaches, die scheinbar das Geheimrezept für Erfolg haben, in Wahrheit aber selbst keinen haben.

Nur, damit wir uns richtig verstehen: Ich bin absolut dafür, dass du dich etwas trauen sollst. Du darfst und solltest dabei auch über deine eigenen Grenzen gehen und dich hier und da mal aus dem Fenster lehnen. Und ja, du darfst auch mal ein klein wenig übertreiben. Ich habe auch absolut kein Problem damit, wenn sich jemand Coach nennt und den Namen zurecht trägt. Es ist auch echt cool, 100.000€ Umsatz zu machen, wenn man sich den zuerst selbst erarbeitet hat und dann seine Strategie weitergibt, oder ein tolles Konzept hat und dieses vermarktet. Es ist auch wirklich toll, wenn man als Expertin einen Ruf hat und sich den durch etwas Individuelles, oder jahrelange Erfahrung aufgebaut hat.

Aber es ist nun mal nicht glaubwürdig und total daneben, wenn man sich zum Beispiel als DIE absolute und wahrhaftige Facebook-Marketing-Expertin ausgibt und dann selbst nur 100 Follower hat. Du verstehst, was ich meine? (Und ja, ich weiß, jeder fängt mal an…).

Riechst du das auch?

Bei Babys gibt es diesen „Fake-Instinkt“ übrigens noch. Wenn man als Mama traurig ist und dabei lacht, fällt das Baby nicht drauf rein, weil es Fake „riechen“ kann.

Riechst du einen „Fake“ auch 10 Kilometer gegen den Wind? Ich hoffe es, ansonsten solltest du dein Näschen darauf mal sensibilisieren.

Für die Unternehmerinnen selbst sieht das erstmal toll aus: Sie kommen schnell an Geld, kurz nach der Gründung. Sie haben über einen gewissen Zeitraum Erfolg und können von ihrem Business leben. Nur was ist, wenn die Blase erstmal geplatzt ist, in der sie sich bewegen? Bei den richtig Großen werden sie nie mitspielen, weil sie sich zu sehr verbiegen müssen. Deshalb: Lass bitte die Finger davon, auch wenn diese Strategie unheimlich verlockend ist!

„Ich war von Anfang an mit Frau Chefin ehrlich und echt.“

Die Sache ist doch die: Das Gefährliche an der Strategie ist nicht etwa, dass sie nicht funktionieren könnte, sondern, dass sie auffliegt. Und was ist dann? Meinst du, du kannst dann nochmal ein ehrliches Business aufbauen? Und wie sieht dann deine Geschichte aus? Von der gescheiterten Großunternehmerin zur ehrlichen Fachfrau?

Ebenso möchte ich, dass du nicht selbst Opfer eines Möchtegern-Gurus wirst und dir dein hart verdientes Geld flöten geht. Sowas ist einfach furchtbar und ich leide jedes Mal mit, wenn ich solch eine Geschichte lese.

Mal am Rande: Ich bin mir zu tausend Prozent sicher, dass die Leserinnen von Frau Chefin das riechen würden, wenn ich hier Märchen erzählen würde und mich wie einen Gockel aufblasen würde und über Dinge schreibe, von denen ich keinen Dunst habe.

Ich habe von Anfang an mit Frau Chefin eine andere Unternehmensstrategie verfolgt: Ehrlichkeit und Authentizität. Nicht, weil ich Schiss hatte, aufzufliegen, sondern weil ich ich sein und bleiben will.

Und ich habe meine Versprechen gehalten. Alle.

Ich habe versprochen, dass ich hier über meine Erfahrungen schreibe, damit sie dich weiterbringen. Das tue ich.

Ich habe versprochen, eine Plattform zu bieten, auf der du dich und dein Business vermarkten kannst. Auch das mache ich.

Ich habe versprochen, Mutmachergeschichten für Unentschlossene zu schreiben, Hilfe zu bieten und Fragen zu beantworten. Auch das tue ich.

Ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt, dass ich von Frau Chefin leben will und dafür auch Werbung machen muss (auch, wenn das bei einigen etwas überraschend war). Aber auch da bin ich mir treu geblieben.

Ich habe mich selbst NIE besser verkauft, als ich es wirklich bin und habe auch immer nur über die Dinge geschrieben, bei denen ich wirklich zu 100 Prozent dahinter stehen kann.

Ich habe nie irgendwelche Produkte vermarktet oder Werbung dafür gemacht, nur um schnell Geld zu verdienen. Ich mache nur für die Dinge Werbung, von denen ich absolut überzeugt bin, dass sie mir und vor allem dir etwas bringen.

Ich habe mich nie als Expertin für Zeitplanung verkauft oder dir DIE Geheimformel versprochen. Ich sehe mich als Beraterin, die dich auf deinem Weg zu deiner persönlichen Zeitplanung unterstützt und dir zeigt, wie ich es geschafft habe, alles unter einen Hut zu bringen.

Warum das Ganze?

Nicht, weil ich mich selbst kleiner machen möchte, als ich bin. Auch nicht, weil ich mir selbst zu wenig zutraue, oder mein Selbstvertrauen im Keller ist. Und auch nicht, weil ich mein Licht unter einen Scheffel stelle, damit mir im Nachhinein jemand bewundernd auf die Schulter klopft und sagt, dass ich ach so toll bin.

„Ich will ich sein und auch bleiben.“

Sondern, weil ich ich sein und bleiben will!

Es gibt bei Frau Chefin keine aufgetakelten Businessfotos, auf denen ich mich im Kostüm oder Kleid präsentiere (auch wenn ich einige hübsche Sachen im Schrank habe). Ich liebe meine nicht echte Lederjacke. Ich finde die Fliegerbrille cool und ich stehe auch zu meiner etwas wild wirkenden Frisur. Ich habe ein freches Mundwerk, was ich hier in den Texten auch schriftlich so darlege und ich bin einfach ein Ordnungsfreak, der Zeitplanung liebt, aber gleichzeitig Freiraum braucht, um spontan sein zu können.

Ich verbiege mich nicht, nur weil rot gerade die In-Farbe ist, oder weil „man“ das eben so macht. Ich nehme mir Ratschläge und Verbesserungsvorschläge zu Herzen, überdenke sie und setze nur das um, was zu mir und mein Bauchgefühl passt. Ich mache das, worauf ich gerade mega Bock habe und voll dahinter stehe, weil ich selbst davon absolut überzeugt bin. Meine Meinung ist, dass ich nur so auch dir wirklich helfen kann und vor allem „echt bleibe“.

Ganz ohne Fake. Ich bin einfach ich.

Ich kann dir meine Unternehmensstrategie nur ans Herz legen.

Sei ehrlich und authentisch und du wirkst auch so. Ob Glitzer und Blingbling, oder Rock ’n‘ Roll. Hauptsache du bist, wie du wirklich bist. Deine Kundinnen und Kunden werden dir dafür dankbar sein.

UnternehmensstrategieDu kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich schon gut bezahlte Kooperationen abgelehnt habe, nur weil es gegen meine eigene Überzeugung ging. Wie oft ich schon echt geile Produkte ausgeschlagen habe (die ich wahnsinnig gerne gehabt hätte), nur weil sie nicht zu Frau Chefin passen. Und ja, ich musste leider auch schon einer Interessentin, die die Heldinnen-Schmiede machen wollte, absagen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich ihr in ihrem ganz speziellen Fall nicht helfen kann. Deshalb biete ich auch ein kostenloses Erstgespräch an. Nicht, um mit einem Bonus zu wedeln und so Kundinnen anzulocken. Nein, um herauszufinden, ob du und ich miteinander arbeiten können und ich dir in deinem Fall wirklich helfen kann.

Ich habe Spaß an meinem Unternehmen „Frau Chefin“ und meine Kundinnen sollen auch Spaß daran haben, mit mir zu arbeiten.

Ich habe Spaß daran, ich selbst zu sein. Und dieser Spaß soll in jedem Artikel und in meiner ganzen Webpräsenz auch so rüberkommen.

Wahrscheinlich werden jetzt Marketing-Expertinnen an die Decke springen und schreien: „Frau Chefin, das ist doch keine Unternehmensstrategie!!! So wirst du NIEMALS erfolgreich sein!“.

Jo. Kann sein. Und in gewisser Weise stimmt das auch und ich weiß das (also den Punkt mit der Strategie). Dennoch ist das meine Form der Unternehmensstrategie – ganz ohne Schingsching und Blabla. Dafür 100% ehrlich und echt.

About the author
Hallo, ich bin Isabelle! Bloggerin, Unternehmerin, Mama und der kreative Kopf hinter Frau Chefin. Vor mehr als zwölf Jahren habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Thema „Zeitmanagement“ zu beschäftigen und tüftelte daraufhin meine eigene Form der Zeitplanung aus: die Frau-Chefin-Methode. Heute unterstütze ich selbstständige Frauen dabei, ihre Zeit mit Leichtigkeit zu planen, ihre Produktivität anzukurbeln und ihren Alltag so zu strukturieren, dass sie ihre Zeit optimal nutzen können.

4 Kommentare

  1. Eine solche Strategie ist natürlich ein Schlag ins Gesicht für alle wirklichen Experten – egal aus welcher Branche. Im Moment fallen mir die vielen DSGVO-Experten, alles Internetfachleute, von denen man aber früher nie etwas gehört hat.
    Es ist wie schon seit tausenden von Jahren: Man darf nie vergessen, das Hirn einzuschalten!
    LG
    Sabienes

  2. Danke für diesen Beitrag!! Du sprichst mir so aus der Seele! Ich schreibe zwar auch gerade ein ebook, das ich mal veklrkaufen will, aber auch da schreibe ich nur über Dinge, die ich wirklich kann und weiß. Die meisten „Unternehmerinnen“, die einem das Bloggen beibringen wollen, findet man nur mit dem Blog, mit dem sie etwas verkaufen wollen. Wo ist denn der Blog, mit dem allea Bwgann? Wo der Beweis, dass die Strategie auch dann klappt, wenn man nicht selber darüber bloggt wie man richtig bloggt? Da findet sich nix. Danach habe ich nämlich das eine oder andere Mal gesucht. Und deshalb noch nie einen Kurs gekauft.
    Anders bei Udemy, da gibt es tolle Videokurse, die einem wirklich helfen. Nur verdient man da weniger. 900€ für ein aufgeblasenes Coachingpaket mit Standardprozessen iat halt viel gewinnbringender…
    Übrigens werde ich diesen Beitrag in meinen Blogperlen erwähnen. 😊

    1. Danke, ich fühle mich geehrt 🙂

      Und wie du schon geschrieben hast: Du hast oftmals nichts gefunden und spätestens dann sollte man ins Nachdenken kommen 😉
      Natürlich darf man auch etwas verkaufen und als Unternehmerin sollst du das auch, aber ich finde es wichtig, dass man nur etwas verkauft, das man auch selbst macht und sich auch wirklich auskennt. Alles andere ist für mich nicht glaubwürdig.

      Viele liebe Grüße
      Isabelle

  3. Das war einer von etlichen Gründen, meinen Brotjob zu kündigen. Dort werden Software-Produkte verkauft, die noch nicht programmiert sind, mit einer Mentalität, als wären sie schon da. Ganz hektisch wird dann gehackt und es fliegt einem beim Kunden dauernd um die Ohren – und zwar um meine Ohren, und nicht um die Lügen-Ohren bzw. Pinocchio-Nasen des Marketings. Die Beteiligten: Gestandene Leute aus der IT. Offenbar gibt es ganze Branchen, die so arbeiten.

    Und jetzt? Naja, Aufträge als Tontechniker könnte ich jetzt gebrauchen. Ehrliche Aufträge. 😉

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