Zeit sparen beim Papierkram

18 Ideen für deine kleine Auszeit

Als Selbstständige haben wir immer wieder das Problem, dass wir von Termin zu Termin hetzen, unsere eigentlich viel zu langen To-do-Listen abarbeiten und uns irgendwann in einem Modus befinden, in dem wir nur noch funktionieren. Und auch privat haben wir selten einen richtigen Feierabend. Umso wichtiger ist es, sich Auszeiten zu gönnen – und wenn sie nur kurz sind. Damit du noch heute damit beginnen kannst, habe ich dir meine Top-Ideen für deine Auszeit!

„Ich habe doch gar keine Zeit für sowas!“

Ja, das denkst du vielleicht. Und ist der größte Irrtum überhaupt. In Wahrheit weißt du, dass das nicht stimmt, sondern du dir einfach nicht die Zeit für dich nimmst. In deinem tiefsten Inneren weißt du nämlich ganz genau, dass dein Tag mit seinen 24 Stunden irgendwo ein Zeitfenster von fünf bis zehn Minuten bieten würde, um kurz zu verschnaufen. Du musst dir diese Zeit nur bewusst nehmen! Wenn du das nicht tust, ist das verdammt schade, denn was ist denn, wenn du mal ausfällst?

Was ist dann? Was passiert mit deinem Unternehmen? Wenn du jetzt denkst: „Ja, aber ohne mich bricht doch auch mein Business, das Familienmanagement und der Haushalt zusammen. Dann mache ich lieber keine Pause als Chaos zu haben!“. Nun, da möchte ich gar nicht gegenargumentieren. Ich weiß, dass du für dein Business unheimlich wichtig bist und nicht ersetzbar. Aber… was ist, wenn du nicht nur fünf Minuten, sondern längere Zeit ausfällst? Also so richtig? Burnout oder eine andere Krankheit? Meinst du, du bekommst dann problemlos alles mal eben geregelt, dass dein Business, dein Familienmanagement und der Haushalt weiterlaufen? Ganz ehrlich, ich denke nein. Merkst du was?

Damit es gar nicht erst so weit kommt, wünsche ich mir, dass du dir ab sofort jeden Tag ein paar Minuten nur für dich nimmst. Das ist deine Zeit, in der du einfach mal kurz durchatmen und abschalten kannst. Genieße sie und glaube mir, diese wenigen Minuten wirken Wunder!

Nur ein paar Minuten? Echt jetzt? Das soll als Auszeit reichen?

Japp. Tatsächlich.

In diesen wenigen Minuten kannst du deine Akkus auftanken und dich einfach mal auf dich besinnen. Wann hast du das das letzte Mal richtig gemacht?

„Echt jetzt, Isabelle? Das sind doch olle Kamellen!“

AuszeitIn gewisser Weise ja. Ich bin nicht die Erste und werde auch nicht die Letzte sein, die eine Auszeit predigt. Fakt ist aber auch, dass es bis dato fast keine Unternehmerin auf die Kette bekommt, sich diese Auszeit zu nehmen. Nicht ohne Grund gibt es viele Unternehmerinnen, die genau dafür spezialisiert sind und ihr Business darauf ausgerichtet haben, gestressten Frauen und Selbstständigen zu mehr Entspannung zu verhelfen.

Allerhöchste Zeit ist es, wenn bei dir der Punkt da ist, an dem du merkst, dass du nur noch weinen könntest bei dem Anblick deiner unendlichen To-do-Listen. Wenn dir alles zu viel wird und du langsam beginnst, deine Selbstständigkeit zu hinterfragen. Oder nur noch funktionierst und dir vorkommst, wie in einem Hamsterrad. Spätestens dann müssen bei dir alle Alarmglocken schrillen und dir zeigen „ich brauche mal Zeit für mich“ – und wenn es nur fünf Minuten sind.

Und nein, es wird am Anfang nicht einfach sein. Ich vergesse tatsächlich auch hin und wieder, mir meine fünf Minuten zu nehmen. Es dauert seine Zeit, bis deine Auszeit zu einem festen Bestandteil deines Tages geworden ist. Und es bedarf auch immer wieder Disziplin, dass du sie dir auch nimmst, wenn es gut läuft. Pausen sind nämlich auch wunderbar, wenn du gut drauf bist – dann bist du danach noch besser drauf 😉

Warum ich dir das ans Herz lege? Ganz einfach: Du bist die Königin deines Unternehmens!

„Ich soll eine Pause machen? Okok, aber was soll ich denn in dieser Auszeit machen? Ich kann doch nicht, nichts tun!“

Zugegeben, das fällt auch mir schwer. Deshalb habe ich dir hier meine Top 18 Ideen für deine kleine Auszeit:

  1. Trinke bewusst eine Tasse Tee oder Kaffee – nicht nebenher! Lehne dich zurück, lege die Füße hoch und lasse die Seele baumeln. Das ist so schön!
  2. Einfach mal eine Kerze anzünden und beim Brennen zuschauen. Ich finde das macht nicht nur ein wohliges, heimeliges Gefühl, sondern entspannt total.
  3. Kuchen backen, oder etwas Leckeres kochen. Das hat direkt zwei Vorteile: Du entspannst und bist danach satt 😉 Und wenn du noch jemanden bekochen oder bebacken kannst, machst du gleichzeitig noch jemandem eine Freude. Ist doch prima, oder?
  4. Kapitel eines Buches lesen. Ich lese für mein Leben gerne! Leider fällt es mir im Alltag unheimlich schwer, diese Zeit zu finden. Seitdem ich mir allerdings nicht mehr vornehme, ein ganzes Buch zu lesen, sondern mich von Kapitel zu Kapitel durcharbeite, klappt das wunderbar! Außerdem kannst du dann nach Laune bestimmen, was du lesen möchtest. Heute einen Roman, morgen ein Buch über Marketing…
  5. Entspannung pur finde ich immer, wenn ich einen Spaziergang mache. Das Verrückte ist, dass ich mich extrem oft zwingen muss, weil ich denke, ich hätte keine Zeit dafür. Wenn ich allerdings den Schweinehund überwunden habe, dann ist das eine großartige Auszeit, die ich sehr genieße und dir hiermit ans Herz legen möchte.
  6. Die Seele in der Badewanne baumeln lassen. Wellness und Auszeit in einem und das zuhause. Ich finde, es gibt nichts Schöneres – vorallem im Winter. Zugegeben, dass ist eine Idee, die man in der Regel nicht zwischendurch während eines Arbeitstages macht, aber sie eignet sich hervorragend, um abends zu entspannen und ein klares Signal für den Feierabend zu setzen (was bei Homeoffice nicht immer leicht fällt).
  7. Malbuch malen. Kennst du die Malbücher für Erwachsene? Die sind seit einiger Zeit extrem hip. Ich habe schon als Kind total gerne ausgemalt – und mache es auch heute noch. Vor ca. zwei Jahren habe ich diese alte Leidenschaft wieder entdeckt und kann sie dir nur weiterempfehlen. Male mit deinen Lieblingsfarben aus, das steigerst die Entspannung und macht dazu glücklich 🙂
  8. Was ich auch liebe, sind Hörbücher. Ich bin ja der totale „Die drei Fragezeichen“ Fan! Das entspannt mich, auch wenn ich mittlerweile viele Folgen auswendig kenne 😉 Auch ganz toll: Hörbuch hören während der Autofahrt. Das macht es mir deutlich erträglicher zu meinen Tontechnikerjobs zu fahren. Das geht natürlich genauso gut auch mit Podcasts. Der Vorteil dabei ist, man hat kurze, abgeschlossene Folgen, weshalb sie sich besonders gut für zwischendurch eignen. Hörbücher hingegen machen neugierig und geben einen kleinen Schubs, dass du auch brav wieder eine Pause einlegst – schließlich willst du wissen, wie es weitergeht!
  9. Bewusst Musik hören. Das ist mir auch erst vor einiger Zeit wieder aufgefallen. Früher habe ich CDs komplett angehört und dabei einfach nur auf der Couch gelegen. Heutzutage dudelt Musik meistens im Hintergrund als Berieselung. Deshalb mein Tipp: Schnappe dir eine CD, die zu deiner aktuellen Laune passt und höre dir ein paar Songs davon in der Reihenfolge an, wie sie auf der CD sind – und mache nichts nebenher (außer vielleicht auf der Couch oder im Sessel liegen). Du wirst überrascht sein, wie die Musik plötzlich anders wirkt und was du hörst, was du noch nie wahrgenommen hast.
  10. Gesichtsmaske auftragen. Auch wenn das hin und wieder eine klebrige und pampige Angelegenheit ist: Du machst etwas für dich und hast die zehn Minuten Einwirkzeit zum Entspannen. Finde ich wunderbar! Und das Beste: Man fühlt sich danach wie neu geboren. Eignet sich allerdings auch eher für einen Signalpunkt, dass jetzt offiziell Feierabend ist.
  11. Wie wäre es, mal wieder ein Fotoalbum anzusehen? Meine Mutter hat früher total schöne Alben von uns gemacht, die ich mir in größeren zeitlichen Abständen immer mal wieder gerne anschaue. Es ist so schön, in alten Erinnerungen zu schwelgen! Ein zusätzlicher Pluspunkt: Du bestimmst ganz klar, wie lange du dir dafür Zeit nehmen willst. Zwei Seiten? Zehn Seiten? Fünf Minuten?
  12. Etwas basteln oder nähen. Das ist auch wieder eine Tätigkeit, die man entweder macht, wenn man selbst Kind ist, oder ein Kind hat. Allerdings kann man das auch einfach mal für sich machen. Auf Pinterest habe ich dir tolle DIY-Ideen für dein Business gesammelt, die dich nicht nur entspannen, sondern auch jeden Tag erfreuen und dazu noch nützlich sind.
  13. Etwas aufräumen und aussortieren ist auch eine tolle Sache für zwischendurch. Du kannst an einem Tag deine Pullover, am nächsten die Hosen sortieren, oder heute die erste Schreibtischschublade und morgen die nächste. Dann hast du jedes Mal eine kleine Auszeit und räumst nebenbei noch aus. Wenn du nicht gerne aufräumst, ist es so auch weniger schlimm. Achja: Mit weniger Kram räumt es sich auch schneller auf.
  14. Mache Sport! Echt jetzt? Ja! Du musst ja nicht direkt zwei Stunden ins Fitnessstudio gehen. Es gibt zahlreiche Videos auf YouTube, die 10-Minuten dauern und die wunderbar zuhause umsetzbar sind. Übrigens auch mit Kind oder gezielt „Sport im Büro“. Könnte nur sein, dass du – je nachdem, was du machst – etwas komisch angeschaut wirst 😉
  15. Kümmere dich um deine Pflanzen. Ich habe jetzt nicht den wahnsinnig grünen Daumen, habe aber trotzdem gerne ein paar Pflanzen in der Wohnung stehen. Sie machen den Raum einfach lebendiger. Und da die grüne Verschönerung auch gepflegt werden möchte, kannst du dir auch hier wieder ein paar Minuten Auszeit nehmen. Außerdem macht es einfach Freude, wenn das Gewächs auch gedeiht und irgendwann blüht.
  16. Tanze dich aus! Lege deine Lieblingsmusik auf und rocke mal so richtig ab. Sieht vielleicht doof aus, ist aber egal – sieht ja niemand 😉
  17. Wann hast du das letzte Mal von der Ferne geträumt? Wie wäre es mit heute? Bei Onkel Google gibt es so tolle Bilder, die du dir ansehen und einfach träumen kannst. Beame dich an den Ort, an dem du gerade am liebsten wärst. Dein Liebslingsbild kannst du dir ausdrucken und als Motivation an die Wand hängen.
  18. Und jetzt die wichtigste „Regel“ zum Schluss: Handy und Internet ausschalten! Es gibt nichts Besseres und wie ich finde Entspannteres, als einfach mal 15 Minuten nicht erreichbar zu sein, kein Bimmeln zu hören und nichts tun zu müssen…

Was ist dein Geheimtipp? Wie kannst du wunderbar zwischendurch entspannen?

About the author
Ich bin Isabelle, Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.

2 Kommentare

  1. Das ist manchmal nur eine Sache von ein paar Sekunden, wenn mir was Schönes passiert oder ich was Tolles sehe, dann halt ich inne und erfreue mich daran. Ansonsten: viel Schlafen!

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