Sarah Schuhmacher TechSpaghetti

Leah Hinton: Mitgründerin von TechSpaghetti

Leah ist Pädagogin, Unternehmerin und Musikerin aus Neuseeland und lebt mittlerweile in Berlin. Ihre Passion als Lehrerin ist es neue Wege zu entwickeln, um Kreativität und Lernen miteinander zu verbinden. Zusammen mit ihrem Mitgründer hat sie vor zwei Jahren TechSpaghetti gegründet, ein Bildungssoftware-Unternehmen, das Lernapps für Kinder erstellt.

Leah, wie kam es dazu, dass du dich selbstständig gemacht hast? Was war ausschlaggebend für deine Entscheidung?

An meiner letzten Schule habe ich eine „Fancy Red Carpet“ Vorführung veranstaltet, bei der ich die Arbeiten meiner Schüler vorgestellt habe. Elliot, mein Mitgründer, war auch anwesend und wir sprachen darüber, wie innovative Lernprogramme, die ich unterrichtete weltweit allen Kindern zugänglich gemacht werden können. Dieses Gespräch zog sich über ein paar Wochen und wir haben festgestellt, dass Technologie der Weg ist, Kindern auf der ganzen Welt das Lernen zu ermöglichen. Aus diesem Grund haben wir TechSpaghetti ins Leben gerufen.

Wie hast du den Start in dein eigenes Business finanziert?

Wir haben TechSpaghetti lange gebootstrapped und ich habe weiter unterrichtet bis wir unseren ersten Angel-Investor an Land ziehen konnten. Ein Startup zu gründen und währenddessen trotzdem noch einem Vollzeitjob nachzugehen war wirklich harte Arbeit. Wir haben im ersten Jahr Tag und Nacht gearbeitet, um unseren Traum zu verwirklichen.

Sarah Schuhmacher TechSpaghetti

DB | Launch Event „Hey Monster! Deutsch für Kinder“ am 18. Oktober 2017 © Dirk Michael

Was macht dich und dein Business besonders?

Unsere Apps sind wundervoll und die Lernmethoden einzigartig. Unser Lernansatz ist die funktionale und kommunikative Lernmethode, basierend auf dem “Direct Method”-Ansatz. Die Kinder erfinden Geschichten mit ihren eigenen Figuren in ihren eigenen Welten und lernen dabei die Sprache.

Unsere innovative Methode bringt Kinder dazu, sich auf spielerische und kreative Weise mit der Sprache zu beschäftigen. Kinder können so, ohne externe Anleitung, die Sprache selbständig erlernen. Die App kann in der Schule als auch für das Lernen zuhause verwendet werden. „Hey Monster!, Deutsch für Kinder“ ist außerdem besonders auf die Bedürfnisse von Geflüchteten und Kindern mit Migrationshintergrund ausgelegt. Wir haben sie in enger Zusammenarbeit mit Lehrern und Kindern der Berlin Metropolitan School entwickelt und große Unterstützung von der Deutschen Bank und dem Axel Springer Plug and Play Accelerator bekommen.

Zur Zeit arbeiten wir an einer weiteren App: „Coding the Musical“. Diese soll jungen Mädchen im Rahmen eines interaktiven Musicals das Programmieren beibringen. Unsere Sprachlernplattformen „Hey Monster! English for Kids“ und “Hey Monster! Deutsch für Kinder” können auch ausprobiert werden.

Sarah Schuhmacher TechSpaghetti

DB | Launch Event „Hey Monster! Deutsch für Kinder“ am 18. Oktober 2017 © Dirk Michael

Wie läuft es jetzt? Haben sich deine Erwartungen erfüllt? Und finanziell?

Wir wachsen stetig und lernen ständig. Jeder Tag bringt neue Probleme, die gelöst werden müssen und neue Möglichkeiten und Chancen für uns.

Eines unserer größten Erkenntnisse war die Priorisierung. In einem Tech-Startup ergeben sich ständig neue Möglichkeiten und es ist wichtig, so viele Chancen wie nur möglich innerhalb der gegeben Zeit und verfügbaren Ressourcen zu nutzen.

Wo arbeitest du und wie sieht ein Arbeitstag bei dir aus?

Unser Büro befindet sich in Berlin Neukölln und kein Tag gleicht dem anderen. Jeden Morgen plane ich mit meinem Mitgründer die To-Do’s der Woche und des Tages. Diese Woche werde ich den Soundtrack für die geplante App “Coding the Musical” komponieren und mischen. Letzte Woche habe ich mich hauptsächlich um finanzielle Dinge gekümmert, sowie Marketing und Promotion. Kommende Woche werde ich mit dem Tech-Team an der Entwicklung der Spiellogik für die neue App arbeiten.

Sarah Schuhmacher TechSpaghetti

DB | Launch Event „Hey Monster! Deutsch für Kinder“ am 18. Oktober 2017 © Dirk Michael

Welche Eigenschaften sollte deiner Meinung nach eine Person haben, die selbstständig ist, oder sich selbstständig machen möchte?

In Neuseeland haben wir eine große Macher-Attitüde und diese hilft sehr bei dem Aufbau eines Unternehmens. Die wichtigste Fähigkeit die man haben sollte ist es schnell Probleme lösen zu können. Ganz grob betrachtet ist ein Startup eine Anreihung von Problemen, die gelöst werden müssen. Man fängt bei Problem eins an und arbeiten sich durch alle weiteren hindurch.

Was motiviert dich, immer weiter zu machen, auch wenn es mal Tiefs gibt?

Mein Mitgründer, denn wir sind ein Team. Wir sind diesen Weg von Anfang an gemeinsam
gegangen und werden gemeinsam Erfolg haben. Wir sind beide stark darin Probleme zu lösen und immer einen Lösungsweg zu finden.

Sarah Schuhmacher TechSpaghetti

DB | Launch Event „Hey Monster! Deutsch für Kinder“ am 18. Oktober 2017 © Dirk Michael

Wenn du auf deine Selbstständigkeit zurückschaust: Was würdest du heute anders machen?

Nicht viel um ehrlich zu sein. Jeder Fehler hat uns weitergebracht und ich möchte davon keinen missen, denn diese haben uns zu dem gemacht was wir jetzt sind. Die Reise, die wir bis jetzt unternommen haben, hat uns erst zu richtigen Experten in unserem Business gemacht.

Was möchtest du anderen Gründerinnen und selbstständigen Frauen gerne mit auf den Weg geben?

Sprecht miteinander, lernt voneinander und helft euch gegenseitig. Wir schaffen das!


Neugierig geworden? Weitere Informationen zu Leah und ihrem Business “TechSpaghetti” findest du hier:

Webseite TechSpaghetti

TechSpaghetti auf Facebook und Twitter

Fotos: Dirk Michael

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Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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