Alltag als Selbstständige

Video erstellen für Einsteigerinnen: Die 5 wichtigsten Punkte, die du beachten solltest

Dort draußen in der Webwelt gibt es so viele Menschen, die dir erzählen, warum du unbedingt Videos in deinem Business einsetzen solltest. Sie erzählen dir, dass du damit deine Sichtbarkeit steigerst, bekannter wirst, professioneller wirkst – Aber sie zeigen dir nicht, WIE du WAS tun musst, um überhaupt Videos zu erstellen, die gut aussehen. Zeit, die fünf wichtigsten Punkte, die du unbedingt beachten solltest, mal etwas genauer anzuschauen.

Videos sind überall.

Auf YouTube, in deinem Facebook-Feed, deiner Instagram-Wand, bei Pinterest, auf Webseiten und werden sogar in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt.

Sie gehen viral, werden im Durchschnitt öfter angeschaut als Blogartikel und zeigen dich von einer ganz anderen Seite – einer persönlicheren Seite. Damit du allerdings wirklich einen Nutzen davon hast und deine Zuschauer nicht wegen fürchterlicher Qualität gleich wieder abschalten, solltest du ein paar Punkte beachten:

#1 Fange klein an!

Und damit meine ich: Habe große Pläne, aber versuche dich erstmal bei den grundlegenden Schritten. Gute Videos zu produzieren braucht Zeit. Nicht nur, weil du erstmal üben musst, sondern der komplette Prozess dauert länger, als wenn du einen Blogartikel schreibst. Zumindest, wenn du Wert auf Qualität legst.

Du träumst von einem eigenen YouTube-Kanal? Super! Aber um dort Erfolg zu haben, musst du regelmäßig Videos veröffentlichen. So wie das nunmal auf jeder Plattform ist, siegt auch hier Kontinuität. Wenn es dich in den Fingern kribbelt und du unbedingt deine ersten Videos erstellen willst, dann halte ich dich nicht auf, aber denke darüber nach, ob es nicht erstmal ausreicht, wenn du diese auf Facebook oder deiner Webseite veröffentlichst. Sprich, auf einem Kanal, den du schon hast und sowieso schon pflegen musst. Die Videos kannst du später immer noch auf  YouTube oder woanders online stellen, aber du hast erstmal die Möglichkeit, dich an das Thema ranzutasten, ohne Druck zu haben, veröffentlichen zu müssen.

Mit klein anfangen meine ich außerdem, erstmal kurze Videos zu drehen. Nichts ist frustrierender, als wenn du 30 Minuten Video aufgenommen hast und dann feststellst, dass die Qualität nicht stimmt, oder du auf dieses und jenes nicht geachtet hast. Kurze Videos werden übrigens auch lieber angeschaut. Außerdem hast du das Gefühl, auch mal mit einem Video fertig zu werden – Erfolgserlebnisse sind damit greifbarer.

Video erstellen für Einsteiger#2 Arbeite mit dem, was du hast und kennst

Dort draußen in der Technikwelt gibt es die coolsten Sachen. Aber: Die tollsten Dinge sind nur toll, wenn man damit auch umgehen kann. Wenn du sowieso schon ein bisschen Bammel vor deinen ersten Aufnahmen hast und noch keine Routine vor der Kamera hast, solltest du dich auf keinen Fall mit Technik auseinandersetzen, die du noch nicht beherrschst. Glaube mir, das verunsichert dich nur zusätzlich.

Setze stattdessen erstmal auf das, was dir vertraut ist und du bereits besitzt.

Mache dir nicht das Leben unnötig schwer, sondern erstelle deine ersten Videos so einfach im Sinne von umkompliziert wie möglich. Arbeite dich technisch nach oben, wenn du sicher damit bist und du siehst, wie deine Videos ankommen. Und dann stelle nicht alles auf einmal um, sondern wechsele erstmal ein Detail nach dem anderen, zum Beispiel eine andere Kamera, ein anderes Programm. „Alles neu macht der Mai“, ist aber in Sachen Technik nicht empfehlenswert.

#3 Habe einen Plan!

Bevor du irgendwas in die Kamera quasselst, solltest du überlegen, was du sagen möchtest. Umso klarer dir ist, worauf du hinaus willst, was du weitergeben möchtest und was dein Ziel mit deinem Video ist, umso einfacher wird es für dich sein, es aufzunehmen. Du wirst weniger überlegen, weniger rumstottern und seltener „Äh“ sagen.

Ein Plan gibt dir vor allem als Einsteigerin Sicherheit und auch einen Leitfaden durch dein Video, was auch deine Zuschauer freuen wird, weil sie dann nicht ihre Zeit verplempern.

Was für mich auch unter Planung fällt, ist, dass du dir vorher Gedanken dazu machst, wie du dein Video aufbauen willst, was dir wichtig ist und was im Bild zu sehen sein soll.

#4 Mache keine Hauruck-Aktionen!

Du willst auf den letzten Drücker ein Video drehen? Du brauchst ganz schnell eine coole Idee? Du bist nicht gut drauf, aber du hast eine Videoaufnahme auf deinem Tagesplan stehen? Ganz ehrlich, dann solltest du es besser verschieben. Denn: Du wirst nie locker vor der Kamera wirken, wenn du die Zeit im Nacken sitzen hast, oder schlecht drauf bist.

In diesem Punkt solltest du mir jetzt einfach vertrauen.

Technik und Hauruck-Aktionen vertragen sich in der Regel nicht allzu gut. Du wirst mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht zufrieden mit dir sein, dir wird alles nicht gut genug sein und im schlimmsten Fall drehst du das Video nicht nur zwei oder sogar drei Mal, sondern es wird auch noch technische Komplikationen geben, die du gerade so gar nicht gebrauchen kannst.

Gerade als Beginnerin rate ich dir deshalb: Drehe in Ruhe deine ersten Videos, werde erstmal vertraut mit der Situation „Kamera-du“ und der Technik und produziere dann Videos mit Deadline. Alles andere wird dich sonst nur stressen. Du brauchst den Druck? Dann setze dir selbst eine Deadline, aber schaue, dass du genug Zeit einkalkulierst.

Video erstellen für Einsteiger

#5 Übung macht die Meisterin

Ich arbeite mittlerweile seit knapp zehn Jahren als Audio- und Videotechnikerin. Und glaube mir, da habe ich schon so einiges gesehen. Und nicht alles davon war super 😉 Von falschen Formaten („Bei mir am Rechner sah das gut aus!“) über falsche Einstellungen („Oh, das ruckelt jetzt aber!“) über grundsätzlich schlechte Aufnahmen („Das ist aber ziemlich dunkel…“) war da ziemlich alles dabei.

Tatsache ist aber, dass jeder mal klein anfängt und die ersten Schritte macht und da – wie bei vielen anderen Dingen auch – es einfach heißt: üben, üben, üben und durchhalten.

Video erstellen für Einsteiger: Noch mehr Tipps

Du willst noch mehr gratis Tipps abstauben? Dann schnapp dir meine kostenlose Kurzanleitung „In 5 Schritten selbstbewusst(er) vor der Kamera stehen„. Sie ist nur noch bis zum 30. Juni 2019 erhältlich!

Wenn du jetzt richtig Lust bekommen hast, deine Videos zu verbessern – oder überhaupt damit anzufangen, Videos aufzunehmen, dann melde dich doch einfach für meinen Gruppenkurs „Videobearbeitung für Einsteigerinnen“ an. Dort zeige ich dir, wie du deine Videos richtig aufnimmst und bearbeitest, so dass das Ergebnis professionell aussieht – auch ohne Profi zu sein.

Und ich meine damit wirklich ZEIGEN – anhand einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, so dass du nicht nur verstehst, was du da tust, sondern auch unkompliziert jeden einzelnen Schritt nachmachen kannst. Damit du nicht Wochen mit Ausprobieren verschwendest und am Ende das Projekt komplett scheitert.

Drehst du bereits Videos? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Und welche Tipps hast du noch auf Lager?

About the author
Hallo, ich bin Isabelle! Ich helfe selbstständigen Frauen, mit ihren Audios und Videos einen starken Onlineauftritt hinzulegen. Seit Oktober 2014 bin ich als Vollzeit-Selbstständige und seit mehr als neun Jahren als Audio- und Videotechnikerin unterwegs. Januar 2016 gründete ich meinen Business-Blog "Frau Chefin". Dort findest du über 150 Artikel zu den Themen Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein, Selbstorganisation sowie Audio- und Videotechnik.

2 Kommentare

  1. Man kann auch einfach das mit der Kamera jemand anderem überlassen, zum Beispiel mir. Abgesehen vom kapitalistischen Egoismus hinter dieser Aussage gibt’s aber durchaus noch ne andere Komponente… ich selbst kann durchaus ein unterhaltsamer Genosse sein, auch auf Videos, wenn ich aber das Filmen als Tätigkeit noch gleichzeitig mache, dann klappt’s nicht mehr. Manchmal ist ein Gesicht hinter der Kamera einfach sehr hilfreich. Wenn man nicht zu einer Linse spricht, sondern zu einem Menschen. Der einem auch mal sagt: Kuck doch nicht so, und du hast nen Fussel im Bart. Das schafft Sicherheit. 🙂 Denn um Technik geht es eigentlich nicht. Die ist nur Mittel zum Zweck. Es geht um den Inhalt.

    1. Klar, es ist immer einfacher, wenn jemand sich um Kamera etc kümmert und man selbst „nur“ reinquasselt 🙂 Finde ich auch deutlich entspannter. Die Sache ist nur, dass gerade im Onlinebusiness und als Einzelkämpfer die Videos in Eigenregie erstellt werden und dieser Luxus leider nur in den seltensten Fällen existiert 🙂

      Und ich gebe dir vollkommen recht: Die Technik ist nur Mittel zum Zweck – aber auch da sollte man wissen, was man eigentlich tut…

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