Zeit sparen beim Papierkram

5 gute Gründe, warum du öfter loben solltest

Du kennst bestimmt das Gefühl, wenn du für gute Arbeit ein Lob bekommen hast, dich das unglaublich glücklich und stolz macht, dir Flügel verleiht und dich motiviert. Doch, wer Lob bekommen möchte, sollte auch austeilen. Ich verrate dir 5 Gründe, warum du andere öfter loben solltest.

Jetzt mal Butter bei die Fische. Wir freuen uns doch tierisch über ein Lob. Und insgeheim würden wir uns freuen, viel öfter gelobt zu werden. Manchmal erwarten wir sogar ein positives Feedback. Und wenn es dann ausbleibt, sind wir doch ein wenig enttäuscht. Auch wenn wir uns das bei der Arbeit nicht anmerken lassen, sondern erst zuhause eine beleidigte und enttäuschte Miene aufsetzen und unserem Partner, oder Partnerin unser Leid klagen.

Wenn wir aber mal ein Lob bekommen, dann motiviert das wahnsinnig! Also zumindest mir geht es so. Ich freue mich darüber sehr und es hält in der Regel auch ein Weilchen an. Je nachdem von welcher Person es kommt und wofür ich es bekommen habe, erinnere ich mich sogar noch sehr lange daran.

Und ja, das Gefühl ist wahnsinnig toll! Es läuft einem runter wie warme Butter. Klingt jetzt etwas klebrig, aber ja, irgendwie ist es so. Es wird einem eben warm ums Herz! Und deshalb sind Lobe etwas Wunderbares. Wenn du aber erwartest, öfter gelobt zu werden, dann solltest du auch Lob austeilen. Finde ich nicht nur fair, sondern gehört meiner Meinung nach auch zum guten Ton.

Gehe mit gutem Beispiel voran! Denn Lob hat viele gute Seiten:

1. Es motiviert deine Mitarbeiter bzw. Kollegen

Gerade als Chefin ist man oft diejenige, die auch auf den Putz hauen muss. Das kommt logischerweise nicht so super an. Schließlich ist man in diesem Augenblick die Buhfrau – oder anders ausgedrückt, der Depp, der meckert. Aber: Es gehört als Chefin nun mal dazu.

Wenn du so wie ich keine Mitarbeiter hast, dann muss ich leider dazu sagen, dass es doch gewaltig untergeht mal zu loben. Man arbeitet als Kollegen zusammen und ja, hin und wieder auch als Konkurrenten. Da lobt man natürlich nicht so gerne und gar nicht schnell 😉 Es kann allerdings wahnsinnig gut für’s Arbeitsklima sein, wenn man mal zwischendurch lobt. Hab ich übrigens getestet und für gut befunden.

Kleines Beispiel: Ich habe an einer Sache rumgewerkelt, nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich dann in meinem verrückten Sinn von Perfektionismus einen Kollegen gefragt, der dann eine ganz simple Lösung hatte, auf die ich nie gekommen wäre. Das habe ich ihm auch genau so gesagt. Mit einem geschmeichelten Lächeln wurde es mir gedankt. Das Resultat: Er fühlte sich gut und ich mich auch.

2. Du bleibst positiv im Gedächtnis

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich erinnere mich noch an mein letztes großes Lob, das ich bekommen habe. Und damit natürlich auch an die Person, die mich gelobt hat. Ich habe diese Person positiv im Gedächtnis behalten und begegne ihr auch jedes Mal mit einem Lächeln – auch dann, wenn es mal nicht so läuft. Stressige Situationen hat schließlich jeder mal und einen schlechten Tag auch.

Wenn du jetzt den Spieß umdrehst heißt das: Wenn du lobst, dann bleibst du bei deinem Kunden oder Auftraggeber in guter Erinnerung. Du sammelst Sympathiepunkte. Und selbst wenn du mal meckerst, ist das nicht weiter tragisch, sofern das berechtigt ist. Das ist bestimmt so eine neuropsychologische Sache mit einem Fachbegriff dafür 😉 Ich habe keine Ahnung davon, wie und warum das so ist, aber zumindest bei mir wirkt das so.

Mal angenommen, du lobst einen Auftraggeber dafür, dass der Job sehr gut organisiert war, dass die Zusammenarbeit so toll war etc. dann freut sich die Person mit Sicherheit und behält dich positiv im Gedächtnis – und vielleicht bekommst du dann bald einen neuen Auftrag. Wichtig ist aber auch hier: Es muss ehrlich sein!

3. Lob sorgt für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen

Zum Einen kostet es manchmal den Lobenden etwas Überwindung, ein Lob auszusprechen. Vielleicht liegt es daran, dass wir es nicht gewohnt sind, Erwachsene für irgendetwas zu loben. Eigentlich ist das doof, da wir uns darüber ja genauso sehr freuen, wie ein Kind… Was der Lobende also aufbringt, ist auch Selbstüberwindung.

Diese wird dann umgehend mit einem „Danke“ vom Gelobten belohnt. Was du mit deinem Lob nämlich machst, ist, nicht nur eine gute Arbeit anzuerkennen, sondern du verleihst deinem Gegenüber Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.

Jemand, der gelobt wird, traut sich mehr zu und springt auch eher über Hürden, da er weiß, dass er keine Pfeife ist, in dem was er macht, sondern durchaus eine gute Arbeit abliefert. Was du natürlich nicht machen solltest, ist, jetzt ständig für alles zu loben, nur weil du denkst, eine Person könnte mehr Selbstvertrauen vertragen. Es muss wie geschrieben wirklich ehrlich sein!

4. Wer Lob verteilt, kann damit rechnen, auch selbst gelobt zu werden

oefter lobenEin toller Effekt ist, dass Lobende auch mal zurückgelobt werden. Loben steckt nämlich ein bisschen an 😉 Sprich, wenn du öfter lobst, dann ist es umso wahrscheinlicher, dass du auch mal gelobt wirst. Und das ist ziemlich cool.

Wenn du jetzt denkst: „Ich kann doch nicht ständig Leute loben, nur damit mal jemand meine Arbeit anerkennt! Das ist doch total dämlich!“. Dann muss ich sagen: „Jopp, du hast recht!“. So soll’s ja auch nicht sein. Was ich möchte, ist, dass du ehrlich und angemessen lobst, das bewusst machst und auch in deinen Arbeitsalltag integrierst. Es schadet nämlich nicht, sondern hat in erster Linie nur Vorteile.

Und mal nebenbei: Wenn deine Arbeit nie positiv anerkannt wird, dann solltest du dir vielleicht mal Gedanken zu deinen Auftraggebern machen. Denn solche Menschen frustrieren auf Dauer nur und verderben einen den Spaß am Beruf und an der Selbstständigkeit!

5. Du bekommst positive Kritik

Kommen wir zum letzten Punkt, der eigentlich so offensichtlich ist, dass man ihn gerne vergisst: Lob ist eine postive Form von Kritik. Denn dir wird damit direkt gesagt, dass das, was du gemacht hast, gut war. Und das ist schließlich das, was wir am Liebsten hören wollen, stimmt’s?

Jetzt bist du dran, dir deine tolle Idee, dein Konzept, deine Lobsituation zu speichern. Wenn du dir nämlich merkst, WAS du da genau WARUM so gut gemacht hast, dann kannst du das nämlich auch wiederholen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du bei dem selben Auftraggeber dafür nochmal gelobt wirst, ist zwar sehr gering (denn auch der Lobende merkt sich schließlich, warum und was er gelobt hat), aber du kannst deinen Clou bei einem anderen Job wiederholen.

Solltest du dafür dann kein Lob bekommen, ist das zwar ein klein wenig schade, aber du hast dir dafür eine Menge Zeit gespart. Und das ist schließlich auch etwas, was du als Selbstständige nie genug haben kannst!

Wann hast du zum letzten Mal jemanden gelobt? Und wann wurdest du zum letzten Mal gelobt? Und für was?

About the author
Ich bin Isabelle, Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.