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Warum Rückschläge wichtig für die Entwicklung deines Business sind

Rückschläge, ob beruflich oder privat, gehören im Leben dazu. Egal wie wir es drehen und wenden. Auch ich hatte in meinen ersten zwei Jahren mit Rückschlägen zu kämpfen. Doch sie haben mir erst gezeigt, worauf es wirklich ankommt.

Hin und wieder lese ich gerne Biografien von erfolgreichen Menschen, die in der Öffentlichkeit bekannt sind. Was wir hinter dem Erfolg in der Regel nicht sehen, sind die Hürden und Rückschläge, mit denen diese Menschen zu kämpfen hatten.

Auch wenn ich natürlich keine Berühmtheit bin und wahrscheinlich auch niemals jemand über mich eine Biografie schreiben wird – natürlich hatte auch ich bereits mit Rückschlägen zu kämpfen. Genaugenommen sind es drei große Ereignisse in meiner Selbstständigkeit, die mich einige Wochen und Monate aus dem Gleichgewicht gebracht haben.

Ich rede hierbei nicht von den „kleinen“ Hürden zu Beginn und auch nicht von holprigen Jobs und Startschwierigkeiten. Ich rede von wirklich persönlichen, tiefgreifenden Veränderungen, die mein Leben vollkommen auf den Kopf gestellt haben.

Du sollst in diesem Artikel erfahren, mit welchen Rückschlägen ich bereits zu kämpfen hatte – und ich bin mir sicher, das werden nicht die einzigen bleiben. Ich möchte dir zeigen, du bist nicht alleine, wenn du eine schwierige Zeit durch machst. Und ich möchte für dich authentisch sein und dazu gehört auch, über negative Dinge zu schreiben. Weder das Leben noch eine Selbstständigkeit ist durchweg von rosaroten Phasen durchzogen.

Ich erzähle dir meine Geschichte nicht, um Mitleid zu bekommen.
Ich erzähle sie dir, um dir zu zeigen, dass uns Rückschläge stärker machen und auch als Wegweiser dienen können.

Auch wenn ich einige Zeit damit haderte, mache ich mich heute für dich nackig (im übertragenen Sinn) und erzähle dir von meinen Erlebnissen…

Den 1. Rückschlag hatte ich nach einem Monat Selbstständigkeit

Ich war gerade auf dem Rückweg von einem Job, es war Wochenende, kurz nach Mitternacht, als mein Auto von einem Autofahrer auf der Autobahn einfach übersehen wurde. Mein Auto war ein Totalschaden. Aber ich hatte Glück: keine Knochenbrüche, keine bleibenden Schäden, dafür wochenlange Muskelschmerzen.

„Nach nur einem Monat in der Selbstständigkeit, musste ich alle Jobs der kommenden drei Monate absagen.“

Nach nur einem Monat in der Selbstständigkeit, musste ich alle Jobs der kommenden drei Monate absagen. Natürlich hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Versicherung, die mir einen Verdienstausfall zahlte. Ich hatte zum ersten Mal eine mega Angst, nie mehr meinen Beruf ausüben zu können und zweifelte gewaltig an meiner Selbstständigkeit.

Ich hatte in dieser Nacht mehr als nur einen Schutzengel. Und wenn es auch nur Sekunden waren, in denen der Unfall passierte: Sie prägen mich bis heute.

Seit meinem ersten Rückschlag weiß ich, dass ich meinen Beruf nicht nur gerne mache, sondern ich meine Berufung gefunden habe. Klar wurde mir das durch meine Angst, nie mehr den Job machen zu können und mein unglaubliches Glücksempfinden, als ich zum ersten Mal wieder gearbeitet habe. Ich weiß jetzt, was ich will und dass meine Entscheidung für die Selbstständigkeit absolut richtig war.

Den 2. Rückschlag hatte ich zu Beginn meines 2. Jahres in der Selbstständigkeit

Mein Vater hat mich nach meinem ersten Rückschlag aufgebaut, mich unterstützt, mir Mut gemacht und mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Doch nur zwei Wochen nach meinem Unfall bekam er die Diagnose „Darmkrebs im Endstadium“. Und alles ging ganz schnell. Die Monate rauschten vorbei, Heilung gab es nicht, Besserung war nicht in Sicht. Elf Monate später, am 17. Oktober 2015 hat er seinen Kampf gegen den Krebs verloren. Und ich mehr als nur meinen Vater.

Rueckschlaege BusinessIch denke oft an ihn, frage mich, warum ich nicht mehr darüber wissen wollte, wie er seine Selbstständigkeit in über 20 Jahren so wunderbar meisterte. Wie er es schaffte, immer für uns da zu sein, trotz einer großen Firma mit vielen Angestellten.

Eine Sache gab er mir an seinem letzten Tag mit auf den Weg: Ich soll keine Träume aufschieben, sondern sie umsetzen, so lange ich die Möglichkeit dazu habe.

Mein zweiter Rückschlag hat mich gelehrt, Träume nicht aufzuschieben, sondern sie umzusetzen, solange es möglich ist. Auch wurde mir klar, dass mir das Schreiben beim Loslassen und verarbeiten hilft. Zwei Tage nach dem Tod meines Vaters, habe ich die Idee von diesem Blog endlich in die Tat umgesetzt. Ich hatte den Wunsch, meine Erfahrungen und mein Wissen weiter zu geben.

Den 3. Rückschlag hatte ich nach 2,5 Jahren Selbstständigkeit

Nur wenig später erreichte mich wieder eine schlimme Nachricht: Meine beste Freundin hatte Brustkrebs. Sie war zu diesem Zeitpunkt gerade erst 30 Jahre alt. Wieder einmal zeigte mir das Leben, dass sich von heute auf morgen alles verändern kann und aufgeschobene Träume vielleicht für immer aufgehoben sind.

Geprägt von den Ereignissen der vergangenen Monate, machte mir nur wenige Monate später mein Mann einen Heiratsantrag, wir heirateten und setzten unseren gemeinsamen Kinderwunsch in die Tat um. Für viele Außenstehende ging das alles ziemlich plötzlich und schnell, doch für uns war es genau richtig. Wir haben beide aus den Ereignissen gelernt und schoben damit unsere Wünsche und Träume für unser gemeinsames Leben nicht länger auf.

Mit diesem Blogartikel möchte ich dir einfach mit vollster Überzeugung, Freundlichkeit und Wertschätzung ans Herz legen: Welche Träume du auch hast: Warte nicht, sondern verwirkliche sie. Am besten sofort.

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About the author
Hallo, ich bin Isabelle! Bloggerin, Unternehmerin, Mama und der kreative Kopf hinter Frau Chefin. Vor mehr als zwölf Jahren habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Thema „Zeitmanagement“ zu beschäftigen und tüftelte daraufhin meine eigene Form der Zeitplanung aus: die Frau-Chefin-Methode. Heute unterstütze ich selbstständige Frauen dabei, ihre Zeit mit Leichtigkeit zu planen, ihre Produktivität anzukurbeln und ihren Alltag so zu strukturieren, dass sie ihre Zeit optimal nutzen können.

11 Kommentare

  1. Danke für diesen tollen Beitrag, der wirklich mutig ist. Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen!! Man sollte keine Zeit verschwenden um seine Träume zu leben. Denn jeder Moment ist kostbar. Alles Gute, Theresa

  2. Es ist nicht einfach trotz allen Rückschlägen am Ball zu bleiben und auch daraus zu lernen. Das stimmt, Träume muss man verwirklichen. Das Leben geht schnell.

    Es ist furchtbar, dass viele unter diese schlimme Krankheit leiden. :'(

  3. Hej,

    dem kann ich nur zustimmen, man sollte seine Träume immer sofort umsetzen.

    In Bezug auf meine Selbstständigkeit habe ich das gelernt, als ich einen bescheuerten 450€ Job nicht bekommen habe.

    Mir hat es dann gereicht und ich habe das gemacht, was ich schon immer wollte! Mich selbständig gemacht 🙂

    Lasst euch nicht unterkriegen

    Eure Laura

  4. Wow, dein Text hat mich richtig gerührt. Du bist ein starker Mensch.
    Ich sehe es wie du, lieber jetzt als später seinen Traum war machen. Und das Wichtigste: man muss an sich und seinen Traum trotz Rückschlägen glauben. Ich habe vor genau einem Jahr beschlossen, zu bloggen. Für mich sollte das kein Hobby werden, ich habe erkannt, dass das meine Berufung ist und ich davon leben will. Also betreibe ich es seitdem auch mit dem nötigen Ernst, habe unfassbar viel gelernt, gearbeitet und finanziell extrem harte Zeiten hinter mir.

    Nun habe ich mit meinem jungen Blog (bin erst im September online gegangen) die ersten Aufträge an Land gezogen und bin extrem stolz. Denn in dem Business werden kleine Blogger so gut wie nie bezahlt. Das geht nur, wenn man an seinen Traum glaubt und entsprechend Auftritt.

    Und Menschen wie du motivieren mich regelmäßig, dran zu bleiben und weiterzumachen, auch wenn es oft auch hart ist, gerade am Anfang. Deswegen sage ich Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst und uns daran erinnerst, unsere Träume zu verfolgen.

    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  5. Wow, dein Text hat mich richtig gerührt. Du bist ein starker Mensch.
    Ich sehe es wie du, lieber jetzt als später seinen Traum war machen. Und das Wichtigste: man muss an sich und seinen Traum trotz Rückschlägen glauben. Ich habe vor genau einem Jahr beschlossen, zu bloggen. Für mich sollte das kein Hobby werden, ich habe erkannt, dass das meine Berufung ist und ich davon leben will. Also betreibe ich es seitdem auch mit dem nötigen Ernst, habe unfassbar viel gelernt, gearbeitet und finanziell extrem harte Zeiten hinter mir.

    Nun habe ich mit meinem jungen Blog (bin erst im September online gegangen) die ersten Aufträge an Land gezogen und bin extrem stolz. Denn in dem Business werden kleine Blogger so gut wie nie bezahlt. Das geht nur, wenn man an seinen Traum glaubt und entsprechend Auftritt.

    Und Menschen wie du motivieren mich regelmäßig, dran zu bleiben und weiterzumachen, auch wenn es oft auch hart ist, gerade am Anfang. Deswegen sage ich Danke, dass du deine Geschichte mit uns teilst und uns daran erinnerst, unsere Träume zu verfolgen.

    Liebst
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  6. Hallo Isabelle ,
    danke für die interessanten und ehrlichen Einblicke. Leider sehen die meisten wirklich nur die Erfolge und die Möglichkeiten, aber über die Probleme und Sorgen von Gründern und Selbstständigen wird nur selten berichtet. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    Peer

  7. Hallo Isabelle ,
    danke für die interessanten und ehrlichen Einblicke. Leider sehen die meisten wirklich nur die Erfolge und die Möglichkeiten, aber über die Probleme und Sorgen von Gründern und Selbstständigen wird nur selten berichtet. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

    Peer

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