Social Media Tipp

Warum zu viel Social Media deinem Business schadet

Wurde auch dir gesagt, du sollst unbedingt eine Seite bei Facebook haben? Twitter gehört natürlich auch dazu. Pinterest und Snapchat sind der neuste Schrei und ohne Instagram geht’s sowieso nicht. Achja, ohne Blog und Newsletter wirst du auch nie etwas verkaufen und hey – Google+ und Xing gehören zum guten Ton. Was ist, wenn ich dir sage, dass das Bullshit ist und zu viel Social Media deinem Business schadet?

Ich bin mir sicher, auch dir wurde gesagt, du sollst auf möglichst vielen Plattformen vertreten sein. Ist ja auch einleuchtend: Umso mehr Kanäle, umso mehr Menschen erreichst du. Und hey – mal unter uns – es sieht auch verdammt cool aus, auf vielen Social-Media-Kanälen zu sein und Fans zu sammeln.

Was ist, wenn ich dir sage, dass dir das nichts bringt?

Hä, wie jetzt?

Ja, genau! Es bringt absolut nichts, wenn du auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzt und dabei das Wesentliche aus den Augen verlierst:

Was nämlich gerne vergessen wird: Was zählt ist die Reichweite und nicht die Likes/Follower etc.!

Und mal ehrlich: Es sieht auch besser aus, bei einer Plattform viele Follower zu haben, als auf fünf nur wenige. Außerdem ist es einfacher, mit einem Social-Media-Kanal eine gute Reichweite aufzubauen.

Auch ich habe diesen Fehler gemacht

Ich war bzw. bin bei Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und Xing. Irgendwo lag noch ein YouTube-Kanal in der virtuellen Ecke und Google+ – lassen wir das.

Nicht nur für Frau Chefin, sondern auch für Fräulein i. hatte ich mehrere Social-Media-Accounts. Und jeder einzelne wollte jeden Tag gepflegt werden.

Jeden Tag hatte ich den Druck, irgendwo etwas Tolles posten zu müssen. Bestenfalls mehrmals täglich. Ich ging mit Social Media ins Bett und stieg mit ihr auf. Und nicht mit meinem Mann. Irgendwann wurde mir bewusst, irgendwas läuft falsch. Irgendwie passt das nicht und irgendwie sollte alles nicht so sein.

Ich hatte definitiv nicht die Zeit, mich um alles zu kümmern. Ich habe einen Vollzeitjob, meinen Blog, der mittlerweile den zeitlichen Umfang eines Teilzeit-Jobs einnimmt und irgendwo zwischendurch auch noch ein Privatleben.

Deshalb hatte ich beschlossen: Es geht so nicht weiter und ich muss etwas ändern.

Und diese Änderung bestanddarin, mehrere Social-Media-Accounts zu löschen.

Das Problem ist, jeden Artikel, den du zum Thema Social Media liest, sagt dir etwas anderes. Dazu kommt: Jeder will dir einen super Tipp geben, wie du dein Zeitmanagement verbesserst, wie du noch effektiver wirst und warum du auch noch auf Pferd XY satteln solltest. „Den neusten Schrei MUSS man unbedingt mitmachen“. Nichts soll man unversucht lassen.

Was dir aber ALLE nicht sagen, ist, wie zeitaufwändig Social Media ist.

Deshalb sage ich es dir.

Glaube mir, es ist unglaublich zeitaufwändig alle Kanäle zu befüllen, immer up to date zu sein, interessantes zu posten und deine Fans, die auf zig Plattformen verteilt sind, bei der Stange zu halten.

Es ist in der Regel nicht damit getan, nur eine Idee für einen Post zu haben. Man muss sich noch einen Text einfallen lassen, die richtigen Hashtags überlegen, ein schickes Bild in Szene setzen, dieses vorher aufnehmen und bearbeiten, bestenfalls für jeden Kanal in das optimale Format bringen und dann auf jeder Plattform zur „richtigen“ Uhrzeit posten. Und das bestenfalls jeden Tag.

Merkst du was?

Solltest du nicht in der glücklichen Position sein, dass du eine Angestellte nur für dein Social-Media-Marketing hast – oder du dich Vollzeit nur darum kümmern können – lass die Finger davon!

Denn zu viel Social Media schadet deinem Business!

Wenn du dich zu viel mit deinem Social-Media-Auftritt beschäftigst, bleiben in der Regel andere Dinge auf der Strecke. Auch dein Tag hat nur 24 Stunden und irgendwann muss mal Feierabend sein. Beschäftigst du dich zu wenig, sieht das für potenzielle Kunden aus, als ob du dein Marketing nicht im Griff hast. Hast du lange nichts gepostet, fragen sich deine Interessenten, ob es dich überhaupt noch gibt.

Mache dir bewusst, dass du nicht auf zig Hochzeiten gleichzeitig tanzen kannst!

Mal hier und mal da ein Post bringt nichts – und schon gar keine Kunden.

Mal nebenbei: Es ist auch unglaublich frustrierend, wenn man viel Zeit in den eigenen Social-Media-Auftritt steckt und man keine Erfolge sieht. Deshalb sollte dir klar sein,

Weniger ist mehr! Sei kein Herdentier!

Entscheide dich am Anfang für ein bis zwei Plattformen. Halte deine Reichweite hoch, baue eine gute Kommentar-Quote auf und eine hohe Zugriffsrate. Sorge für möglichst viele Interaktionen mit deinem Beitrag. Wenn du merkst, dass diese Kanäle super laufen und du noch Zeit haben solltest, kannst du dich immer noch für einen dritten und vierten Social-Media-Kanal entscheiden.

Und das keinen Tag früher. Sei dir bewusst, dass mit jeder Plattform, die du pflegen musst, dein Zeitaufwand steigt und damit auch dein Druck, regelmäßig zu posten. Wähle deine Social-Media-Kanäle bewusst und sorgfältig aus und zwar nach deiner Business-Strategie.

Bei welchen Social-Media-Kanälen bist du vertreten?

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Frau Chefin
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Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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18 Gedanken zu „Warum zu viel Social Media deinem Business schadet

  1. Susanne sagt:

    Danke für diesen Sperartikl!!! Ich habe mich bisher nicht getraut, das laut zu sagen! Im Gegenteil: Ich fühlte mich fast schon minderwertig, weill mir diese vielen Kanäle total auf die Zwiebel gehen und mir meine Zeit zu schade war. Ich konzentriere mich inzwischen auf 2 Kanäle und das kostet schon zu viel Zeit. Wobei ich mich immer wieder ertappe, dass ich einen von beiden phasenweise vernachläissige. Nun hab ich kein schlechtes Gewissen mehr. 1000 Dank für dieese erfrischenden Worte.

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Susanne,

      gern geschehen 😉 Und weißt du was? Es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn mal ein Kanal etwas vernachlässigt wird, denn das ist menschlich und meiner Meinung nach ganz normal, wenn man Einzelkämpferin ist!

      Viele liebe Grüße
      Isabelle

  2. Sabine Piarry sagt:

    Hallo Isabelle,

    gerade bin ich über Pinterest auf dich aufmerksam geworden. Sehr guter Artikel, der gerade Social Media Anfängern den Stress nimmt. Es geht tatsächlich nicht, alles auf einmal machen zu wollen.

    Manche Netzwerke eignen sich gut zum Starten wie XING und Facebook, andere können dann folgen wie Pinterest und Twitter und später vielleicht noch Instagram dazu.

    Stress raus und lieber eines richtig machen ist auch meine Erfahrung.

    Viele Grüße von Vernetzungsspezialistin Sabine

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Sabine,

      oh, das ist aber schön, dass du das als Vernetzungsexpertin genauso siehst 🙂 Was mich besonders freut, ist, dass du üer Pinterest zu mir gefunden hast. Das ist derzeit noch eine absolute Seltenheit 😀

      Viele liebe Grüße
      Isabelle

  3. Laura sagt:

    Hallo,

    Man muss sich ja nur mal überlegen, wenn man für Instagram, Facebook und Pinterest den selben Inhalt posten will, dann muss man dennoch drei verschiedene Posts und Bilder erstellen. Da ist doch schon der Wahnsinn, da noch nach zu kommen.

    Dann lieber im Zweifel nur einen Kanal, den dann aber richtig und in einer machbaren Zeit bearbeiten.

    Lieben Grüß
    Laura

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Laura,

      genau diesen Punkt vergisst man sehr gerne. Leider ist es nicht damit getan, einmal den Inhalt zu erstellen. Man muss ihn auch noch an sämtliche Netzwerke anpassen. Und das ist nicht nur auf Dauer nervig, sondern raubt auch Zeit – auch wenn man sich schon feste Vorlagen erstellt hat.

      Liebe Grüße
      Isabelle

  4. Myriam sagt:

    Recht hast du! Wir können nicht den ganzen Tag am Laptop oder Handy verbringen. Neben Google kommt mein meister Traffic über Facebook, daher bin ich dort aktiv. Seltener auf meiner eigenen Fanpage, sondern eher in Gruppen. Twitter und Pinterest … achja ich wollte es eigentlich ausbauen, weil ja gerade Pinterest als „heißersch***“ gehandelt wird, aber die liebe Zeit … . Instagram mag ich noch, wobei auch lieber als Nutzer und nicht als „Influencer“.
    Man muss halt wissen, wer sich auf welcher Plattform tummelt und wo man seine Zielgruppe eher findet. Wer die Zielgruppe 14-25 hat, braucht nicht so viel Engagement in FB stecken, das ist eh „nur für ältere Menschen“ (also alle ab 25, wenn es nach meiner Nichte geht. Dann Instagram. Für manches Business ist auch XIng die beste Alternative. Wenn man sein Medium gefunden hat, dann dort die Energie reinstecken, vorher sollte auch ein bisschen wildes Probieren drin sein.

    LG Myriam

  5. Julia sagt:

    Das ist wirklich mal ein erfrischender Beitrag!
    Ich nutze Instagram und Facebook (diese aber nur in Verbindung, so dass es nur ein Post ist) und meinen Blog. Pinterest habe ich auch, aber das eher zu meinem Vergnügen und meinen Inspirationen. 🙂
    Liebe Grüße
    Julia

  6. Anita sagt:

    Vielen Dank für diese klaren Worte, liebe Isabelle!
    Oft braucht es einfach einen Schubser, der einem in die richtige Richtung bringt – für mich war das gerade dein Beitrag. Ich bringe neben Vollzeitjob, Nebenjob und Blog längst nicht mehr alles unter einem Hut und was darunter leidet, ist mein Privatleben. Das muss sich wieder ändern!
    Liebe Grüße aus Kärnten,
    Anita

  7. Isabel Falconer sagt:

    Hach,vielen Dank für den emtspannenden Beitrag ❤. Fürs business nutze ich nur facebook und meinen blog/newsletter. Ich bin außerdem Karteileiche bei twitter, instagram, pinterest, linkedin, xing und google+ 😉 ich arbeite für und mit mamas da sind die letzten drei natürlich völlig irrelevant…

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