2 Jahre Selbstständigkeit Fräulein i.

2 Jahre Selbstständigkeit: Mein Resume

Die ersten 2 Jahre Selbstständigkeit sind geschafft. Zeit, meine größten Erfolge und schlimmsten Fehler gegenüber zu stellen sowie über geplatzte Träume und zukünftige Ziele zu schreiben.

Am 01. Oktober 2014 habe ich meine Selbstständigkeit angemeldet. Ich erinnere mich noch genau an das Gefühl und den unglaublichen Stolz, als ich das Schreiben in meinen Händen hielt. Ab jetzt stand ich auf meinen eigenen Beinen, wurde zu meiner eigenen Chefin und war ab sofort für mein Tun komplett alleine verantwortlich.

Nun sind bereits zwei Jahre vergangen. Eine Zeit, in der es viele Höhen und Tiefen gab. Manchmal wurde gejubelt und manchmal geweint. Ich habe Fehler gemacht, weil ich es nicht besser wusste und durfte Erfolge feiern, von denen ich nie geträumt hätte. Statt ein Loblied auf Fräulein i. zu singen, zeige ich euch die echte, ungeschönte Bilanz. Mit Fehlern, Einsichten und meinen nächsten Schritten.

2 Jahre Selbstständigkeit. Zwei Jahre, in denen unglaublich viel passiert ist. Doch wie fühlt sich mein Leben jetzt an?

Einfach unglaublich! Ich habe in all meinen vorherigen Berufsjahren nicht so viel gelernt, wie in diesen zwei Jahren. Und ich habe das Glück, Freiheiten leben zu dürfen, die ich als Angestellte noch nicht einmal träumen durfte. Dabei genieße ich jeden Tag, an dem ich meine eigene Chefin sein darf.

Aber: Es gibt auch die schlechten Tage. Tage, an denen ich fix und fertig bin. Tage, an denen ich am Liebsten alles hinwerfen und Prinzessin werden würde. Und auch die Tage, an denen ich unglaublich viel Kraft aufwenden muss und es kaum schaffe, mich aus dem Haus zu schleppen.

Meine erste Marketinginvestition, die ich getätigt habe ;)

Rückblick über 2 Jahre Selbstständigkeit: Meine Hochs und Tiefs

Ich habe Fehler gemacht und vor allem im ersten Jahr nicht zu wenige davon. Darüber gibt es auch bereits einen Artikel, damit dir das nicht auch passiert. Natürlich habe ich mich zum Teil über die eigene Blauäugigkeit gewaltig geärgert, zum Teil wusste ich es aber auch nicht besser. Aus Fehlern lernt man und das ist auch gut so.

Auch gab es die Tage, Wochen und Monate, an denen ich so viel gearbeitet habe, dass ich nicht mehr wusste, wo oben und unten ist. Und dann wieder Zeiten, in denen ich mir gewünscht hätte, es wäre nicht ganz so ruhig.

Und dann gab es noch die Hochs. Die Erfolgsmomente, bei denen man all den Ärger, die Hürden, die Stolpersteine und Misserfolge vergisst und sich einfach nur freut. Von ganzem Herzen. Und sich sicher ist, ja, das ist mein Weg! Ich gehe ihn mit allen Hürden, die noch kommen mögen.

Erfolge durfte ich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach feiern:
  • Ich hatte gleich im ersten Jahr europaweit Jobs und konnte so ein bisschen was von der Welt und auch von Deutschland sehen. Was jetzt nach viel Spaß und Urlaub klingt, sind allerdings echt harte Jobs, für die man jedoch sowohl gut bezahlt wird, als auch viele Erfahrungen sammeln kann – die fast unbezahlbar sind.
  • Ich hatte im Großen und Ganzen immer eine sehr gute Auftragslage und das, ohne auch nur einmal Akquise betrieben zu haben. Es hat tatsächlich ausgereicht, meinen Job gut zu machen und mit den (in der Regel) Männern ins Gespräch zu kommen.
  • Bereits im ersten Jahr hatte ich einen deutlich höheren Gewinn, als ich geplant hatte. Im zweiten Jahr konnte ich diesen – trotz einiger Rückschläge – nochmals deutlich überbieten.
Fräulein i. in Action. 2 Jahre Selbstständigkeit

Fräulein i. in Action. Selfies muss ich echt noch üben…

 

Einsichten, die ich über 2 Jahre Selbstständigkeit gewonnen habe:

  • Man muss nicht jeden Job annehmen, auch wenn der Terminkalender in diesem Zeitraum nicht voll ist. Manche Jobs rauben nur Nerven, sind furchtbar schlecht geplant, man muss aus Mist Gold machen und wird dafür noch schlecht bezahlt. Meiner Meinung nach ist es das nicht wert. Auch, wenn meine Devise eigentlich ist „ein schlechter Job ist besser, als gar kein Geld verdient“.
  • Ohne Rituale geht’s nicht. Ich habe das lange milde belächelt und war der Überzeugung, dass Rituale ein Trend seien und ich alles andere brauche, als irgendwelche festgefahrenen Regeln. Und trotzdem: Ich musste einen Büro-Montag einführen, um die Chance zu haben, meinen Schreibtisch aktuell zu halten. Und ich bin unglaublich froh, dass ich das gemacht habe und feiere meine Montage in meinem Homeoffice regelrecht.
  • Alles anzubieten bringt nichts. Zu Beginn habe ich mich sehr breit aufgestellt, online und offline. Nach und nach hat sich jedoch gezeigt, dass das – zumindest in meinem Fall – kein Vorteil, sondern Nachteil ist. Ich konnte mich weder auf das Wesentliche fokussieren, noch wurde ich als professionell angesehen. Jetzt beschränke ich mich auf die zwei Dinge, die mir richtig Spaß machen, bilde mich weiter und habe darin Erfolg.

Und wie geht es jetzt weiter?

Was ich ändern möchte:
  • Ich werde auf jeden Fall nicht mehr zögern, Mahnungen zu schreiben. Schließlich muss ich von meinem Job leben. Mal ganz davon abgesehen, dass ich meinen Auftrag auch zur Deadline erledige und nicht erst drei Monate später…
  • Ich will Dinge, die mein Business betreffen, nicht mehr auf die lange Bank schieben. Ich habe nach über zwei Jahren immer noch keine Homepage online (einfach unglaublich). Meine Visitenkarten müssten aktualisiert werden und eigentlich wollte ich mir über mein Marketing mal wieder Gedanken machen…
  • Ich habe bereits nach meinem ersten Jahr Selbstständigkeit meinen Büro-Montag eingeführt, an dem ich Telefonate führe, E-Mails abarbeite, meine Buchhaltung mache und Kleinkram erledige. Was ich allerdings jedes Mal nicht schaffe, ist, meine To-do-Liste abzuarbeiten. In Zukunft möchte ich meinen Bürotag produktiver nutzen, ein Schild an die Tür hängen und meine Mitmenschen für diesen Tag sensibilisieren.
  • Ich möchte gerne öfter als ein bis zwei Mal im Jahr an einer Veranstaltung bzw. Fortbildung teilnehmen, die mich in meinem Business weiterbringt.
Was ich im nächsten Jahr erreichen will:
  • Ich möchte mehr Homeoffice-Jobs an Land ziehen und mich etwas von den Tagesaufträgen entfernen. Der Grund: Ich möchte gerne noch flexibler arbeiten und meine Zeit besser planen können.
  • Ich möchte neue Auftraggeber gewinnen und regelmäßig für diese arbeiten.
  • Und ja, ein ganz großer Wunsch ist, dass der Blog „Frau Chefin“ nicht nur unglaublich viel Spaß und Freude macht, sondern auch so viel Geld abwirft, dass die damit verbundenen Kosten gedeckt sind.
Und jetzt freue ich mich darauf, mit dir meinen 2. Geburtstag zu feiern!
Glückwunsche, Anregungen, Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und Erfahrungen einfach in einem Kommentar hinterlassen…

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Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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11 Gedanken zu “2 Jahre Selbstständigkeit: Mein Resume

  1. Melina schreibt:

    Auch wenn es jetzt schon etwas länger her ist: Alles Liebe zum 2. Jubiläum! :)
    Ich habe bei fast allen Learnings laut JA geschrien. 😉
    Besonders aber bei der Erkenntnis, nicht jeden Job anzunehmen. Ganz ehrlich, warum bin ich selbstständig, wenn ich mir meine Jobs nicht aussuchen kann? Klar muss ich Geld verdienen, aber manche Jobs sind es echt nicht wert, Zeit und Nerven zu investieren. Ich hatte schon Aufträge, bei denen ich monatelang nicht richtig schlafen konnte. Nie wieder.
    Alles Liebe,
    Melina

    • Frau Chefin schreibt:

      Hallo Melina,

      vielen Dank :) Die Selbstständigkeit können wir gerne jeden Tag feiern – nicht nur am Jahrestag 😉
      Und ja, ich bin auch selbstständig, damit ich nicht jeden Mist machen muss… Ich schlafe nämlich sehr gerne gut und durch.

      Viele Grüße
      Isabelle

  2. Nadine schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch zu deinem Jubiläum ! Ich lese deinen Blog schon etwas länger und fühle mich immer wieder inspiriert von dir und deiner Einstellung. Dass du schon zwei Jahre “auf eigenen Beinen” stehst, dafür ziehe ich den Hut vor dir. Ich selbst bin noch gaaaanz am Anfang :) Auf die nächsten zwei!
    LG, Nadine

  3. Kea schreibt:

    Was für eine schöne Zusammenfassung! Herzlichen Glückwunsch zum Zweijährigen! So eine Bilanz ist eine feine Sache und du hast wirklich schon richtig viel geschafft, chapeau! Der Punkt mit den Mahnungen steht übrigens auch auf meiner Liste, da tu ich mich auch nach 4 Jahren nicht immer so leicht mit – obwohl es eben eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, pünktlich zu zahlen, wenn man die Leistung auch pünktlich bekommen hat! Liebe Grüße, Kea

    • Frau Chefin schreibt:

      Vielen Dank, Kea!

      Der Punkt mit den Mahnungen fällt auch mir nach wie vor schwer. Es ist aber deutlich einfacher, wenn man
      a) erstmal den Schritt geschafft hat, überhaupt Mahnungen zu schreiben und dann
      b) direkt bei Neukunden das “System” einführt.
      c) Sich zu langjährigen Kunden weiterarbeitet, um dann
      d) sich auch bei befreundeten Kollegen – bei denen es am schwersten fällt – auch die persönliche Seite in diesem Fall ignoriert.

      Vielleicht hilft dir das als kleiner Tipp weiter.

      Viele liebe Grüße,
      Isabelle

  4. Theresa schreibt:

    Herzliche Gratulation!! Ich mag deinen Blog sehr gerne, mach weiter so!! Und das Taucherbrillenprofilbild sowieso :-) das rockt! Und bzgl. deiner Vorhaben für die Zukunft hilft es sicher, wenn du diese mit einem Zeitpunkt konkretisierst! (Ab…., oder …bis, oder …am)
    AL, Theresa

    • Frau Chefin schreibt:

      Hallo Theresa,

      schön, dass dir mein Blog so gut gefällt :)
      Die Terminierung meiner nächsten Schritte erfolgt in der Regel so um die Weihnachtszeit. Bis dahin sammle ich alle Teilschritte und erstelle dann einen richtigen Plan – was dazu auch noch ungemein viel Spaß macht. Kann ich wirklich nur empfehlen :)

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