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Ich muss dir etwas beichten. Und das wird dir nicht gefallen.

„Mach dicht und gut!“ wurde mir an den Kopf geschmissen, nachdem ich einen Artikel teilte, der mir selbst sehr am Herzen liegt und ich die Leser über die anstehenden Veränderungen informieren wollte.

„Du willst doch hier in der Gruppe nur Werbung machen!“ war ein Kommentar, in dem ich den Vorwurf bekam, mir ginge es in der Frau-Chefin-Gruppe nur darum, meine eigenen Angebote zu verkaufen und wie ich denn auf die absurde Idee käme, dafür auch noch in meiner eigenen Gruppe Werbung zu machen.

„Hier schreibt einfach nur eine zu tiefst deprimierte und frustrierte selbstständige Mutter“ war sinngemäß der Wortlaut, nachdem ich mich in einem Artikel über ein paar Dinge aufgeregt habe und mal Sachen geschrieben habe, die so keiner schreibt.

Und ich wurde schon aus einer Gruppe, in der man Blogartikel teilen darf erst mit einem Shitstorm belehrt, weil ich mich erdreistet habe, nach sechs Wochen einen Artikel nochmals zu teilen (und das bei über 13.000 Mitgliedern) – und danach rausgeworfen, als ich auch noch so unverschämt war, contra zu geben.

Kurz gesagt, in den vergangenen drei Monaten hing ich echt durch.

Aus verschiedenen Gründen. Die Kommentare haben dem demolierten Törtchen dann noch die Kirsche aufgesetzt. Die nicht unwesentliche Konsequenz war, dass ich nach und nach so ziemlich alles in Frage stellte, was ich sowohl beruflich als auch privat mache. Und das auf eine Art und Weise, die mir so nicht bekannt war.

Ich schreibe hier jetzt nicht von den Tagen, an denen man einfach keinen Bock hat und den Laptop zuklappt. Oder den Tagen, an denen man den kompletten Abend Filme glotzend auf der Couch rumlungert, um am nächsten Morgen wieder top motiviert und vor Ideen sprühend am Schreibtisch zu sitzen. Oder davon, dass man generell über sein Business und die Ziele nachdenken sollte. Ich rede von so einem richtigen Loch. Dem übelsten Motivationstief, dem ich je begegnet bin.

In den vergangenen vier Jahren, die ich selbstständig bin, habe ich gelernt, zu reflektieren. Habe in regelmäßigen Abständen meinen aktuellen Status analysiert, mir die nächsten Schritte überlegt und ja, auch Dinge, die mich störten, geändert. Eine dieser Veränderungen beinhaltete auch, dass Frau Chefin einer Neuauflage unterzogen wurde und ich nun seit einigen Monaten – wie du bereits bestimmt weißt – den Fokus auf Zeitplanung, Produktivität und Organisation gelegt habe. Und ja, das fühlt sich für mich echt gut an und ist genau mein Ding.

Was sich nicht gut anfühlt, ist so einiges, was darum herum in den vergangenen Monaten passierte, seitdem ich diese Neuausrichtung gewagt habe. Das betrifft zum Einen meine komplette bisherige Social-Media-Strategie, zum Anderen habe ich ein großes und ganz entscheidendes Ziel, das mein komplettes berufliches als auch privates Leben umkrempeln und ein großes Stück weit perfektionieren würde, bis Ende Juli (meinem selbst auferlegten Ziel) nicht erreicht. Und das wurmt mich. Gewaltig.

Da kam mir im August das Sommerloch gerade ziemlich recht. Endlich mal abschalten, den grauenhaften Alltag, über den ich gerade nicht mehr Herrin war, ein Stück weit vom Radar verschwinden lassen und in Ruhe über ein paar Dinge nachdenken. Ich habe einfach mal drei Wochen mich aus der Social-Media-Welt verabschiedet und Urlaub gemacht (eine absolute Premiere). Und da kam auch irgendwann die eine große, alles entscheidende Frage auf:

Warum mache ich das hier eigentlich?

Und ich bin hier, wie sonst auch, wahnsinnig ehrlich zu dir – und beichte es dir hier in aller Öffentlichkeit. Die Antwort, die mir als Erstes in den Kopf schoss, gefiel mir nicht. Denn ich merkte, dass sie sich in den vergangenen zwei Jahren gewandelt hatte.

Ich mache all das hier auf Frau Chefin in erster Linie für meine Familie – und erst im zweiten Schritt für dich. Und dann im dritten Schritt für mich.

Jetzt ist es raus.

Blog schliessenDie Antwort in meinem Kopf war irgendwie selbstlos, irgendwie auch nicht und irgendwie war sie auch gleichzeitig Mist. Natürlich schreibe ich hier für dich und damit bist du auch weiterhin so wie bisher an erster Stelle! (Anmerkung: Mein Mann ist der untreueste Leser meines Blogs…)

Ich habe die große Vision, dir als Selbstständige zu zeigen, dass es geht, dass du es schaffen kannst und möchte dir mit meinen Tipps und Anregungen den Alltag erleichtern. Und das vom ersten Tag an. Das hat sich bis heute nicht geändert. Ich möchte dir eine Plattform bieten, bei der du in einem Portrait zeigen kannst, was du drauf hast.

Allerdings gebe ich hiermit auch ganz öffentlich zu, dass ich mir den ganzen Stress neben Hauptjob und allem anderen, was man nunmal als Mutter an Pflichten hat, auch deshalb mache, damit ich Geld verdiene, was als Unternehmerin absolut ein logisches Ziel ist. Ein zweiter Grund ist, um für meine Familie da sein zu können – unabhängig von irgendwelchen festen Zeiten und Orten, auf die ich absolut keinen Einfluss habe (außer natürlich den Job nicht anzunehmen). Die Ironie ist, dass ich eigentlich weniger Zeit mit ihnen habe, so lange ich in diesem extremen Maß zweigleisig fahre… Von einem nie so richtig existierenden Feierabend mal ganz abgesehen.

Und was an dritter Stelle übrig bleibt, bin nicht nur ich und meine Lust am Schreiben, die mir zeitgleich auch Ausgleich und Hobby ist, sondern vor allem ein mir selbst auferlegter wahnsinniger Erfolgsdruck.

Ich möchte dir unheimlich guten Content liefern, möchte immer präsent für dich sein, möchte am Liebsten innerhalb von Sekunden auf alle Fragen antworten und dich keine Sekunde alleine lassen. Ich möchte dir die Business-Freundin sein, die dir vielleicht fehlt, möchte nahbar sein und dir ganz klar vermitteln, dass Frau Chefin authentisch und ehrlich ist. Und ja, ich möchte mit meinem Business die Unabhängigkeit haben, damit ich für meine Familie jederzeit verfügbar sein kann und da bin, wenn ich gebraucht werde.

Doch das Resultat, das ich in den vergangenen drei Monaten fühlte, war ein ganz anderes:

Bei jedem Schritt fühlte ich mich einfach nur schlecht.

Ich fühlte mich schlecht, weil ich mittlerweile die Lust an Instagram und nach den Turbulenzen auch an Facebook verloren habe, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass ich den Eindruck habe, dass alles nur noch auf Hochglanz poliert wird und alles nicht mehr authentisch ist (nicht mal das fotografierte Essen). Auch ein Neuanfang auf Instagram hat das gefühlsmäßig leider nicht geändert.

Ich fühlte mich schlecht, weil ich die letzten Monate einfach keine Ideen für geniale Newsletter-Updates hatte und neben all meinen neuen Plänen und der Umstrukturierung es nicht auf die Kette bekommen habe, dir abgefahren guten Content zu liefern (zumindest empfinde ich ihn nicht als abgefahren gut).

Ich fühlte mich schlecht, weil mir meine Facebook-Statistiken verraten, dass ich offensichtlich nicht mehr so interessanten und guten Inhalt für dich teile wie früher. Außerdem habe ich irgendwie das Gefühl, dass Facebook allgemein nicht mehr so richtig Spaß macht. Danke, Algorithmen.

„Ich habe mir eine Erwartung von dir aufgebaut, die nur in meinem Kopf existiert.“

Ich fühlte mich schlecht, weil die Followerzahlen auf nahezu allen Social-Media-Kanälen seit Monaten stagnieren und ich immer noch nicht die magische 10.000er Marke an Seitenaufrufen geknackt habe, die einem bereits als Beginner als DIE Marke genannt wird, um einen erfolgreichen Blog zu haben. Alles andere sei nur „Kindergarten“.

Ich fühlte mich schlecht, weil ich mich in all dem selbst in gewisser Weise verloren habe und dadurch angefangen habe, viel zu sehr nach links und rechts zu schauen, auf Zahlen zu schielen und mich in Dinge einzulesen, von denen ich früher wie heute nicht so viel halte – nur, um gefühlsmäßig wieder auf einen steigenden Ast zu kommen. Ich habe angefangen, mich anzupassen, das zu tun, was alle machen, mich selbst in eine Schublade zu stecken, um hoffentlich allen zu gefallen und auf gar keinen Fall jemanden zu verärgern und als Leser zu verlieren.

Aber vor allem fühlte ich mich schlecht, weil ich meine eigene Messlatte so wahnsinnig hochgeschraubt habe und meinen Anspruch an mich selbst nicht erfüllen konnte und kann. Das Resultat: Ich habe nicht nur mir gegenüber eine enorme Erwartungshaltung aufgebaut, sondern auch mir eine von dir aufgebaut, die mit extrem hoher Sicherheit einfach nur in meinem Kopf existiert – und ich niemals erfüllen kann.

Und dann werde ich mit blöden Kommentaren bombardiert.

Ganz ehrlich, mein Selbstbewusstsein war nach solchen Aktionen im dritten Untergeschoss angekommen. Ich habe mich wirklich ernsthaft gefragt, ob sie vielleicht recht haben. Vielleicht sind meine Inhalte einfach nicht mehr gut? Vielleicht wirke ich auf andere so? Vielleicht waren mir Zahlen und Geld von heute auf morgen wichtiger geworden, als meine Ziele, dir zu helfen? Vielleicht sollte ich es einfach lassen und Frau Chefin wirklich dicht machen, damit gut ist?

Alles Fragen, die ich mir in den schönsten Sommermonaten stellte und nach und nach versuchte, mir selbst zu beantworten. Und dabei schaute ich seit langem mal nicht nach rechts und links, sondern hörte nur auf das, was wirklich in mir drin vor sich ging und mir mein Bauchgefühl und mein Herz sagten.

Eine Sache, die ich dabei lernte, war, dass das Internet einen immensen Druck ausübt. Um die Plätze in der ersten Reihe wird hart gekämpft und manchmal auch mit echt fiesen Tricks. Es wird suggeriert, dass man über Nacht ein Imperium aufbauen kann und in wenigen Wochen 10.000 Euro im Monat verdienen kann. Vielleicht geht das bei dem Ein oder Anderen tatsächlich, aber das sind Ausnahmen. Doch zu welchem Preis?

Es läuft etwas falsch und ich werde es jetzt für mich geradebiegen.

Mir ist es wichtig, ich selbst zu sein und das auch zu bleiben. Ich möchte mich nicht verbiegen und dir mit nicht einzuhaltenden Versprechungen meine Angebote andrehen, nur um Geld zu verdienen. Ich verspreche das, was ich halten kann und überrasche dich dort, wo du es nicht erwartet hast. Ich schreibe und veröffentliche auch weiterhin Artikel, von denen ich überzeugt bin, dass sie dir in irgendeiner Weise helfen. Ich nehme dabei auch weiterhin kein Blatt vor den Mund und rege mich hier und da mal über ein paar Sachen auf und werde über Dinge schreiben, die sich scheinbar sonst niemand traut.

Mein Tipp für dich: Lass‘ dich niemals in eine Ecke drängen, in der du etwas tust – nur weil es alle anderen tun – aber komplett gegen deine Natur, deine Überzeugung und deine Interessen geht. Denn das raubt dir früher oder später sämtliche Freude und Motivation an deinem Business.

Blog schliessenIch werde auch ab sofort nicht mehr alles tun, was man laut Internet und Medienberatern tun sollte. Vielleicht werde ich meinen Instagram-Account irgendwann dicht machen, vielleicht auch nicht. Vielleicht werde ich meinen Facebook-Autritt im Sande verlaufen lassen, vielleicht auch nicht. Vielleicht schreibe ich alle zwei Wochen einen Newsletter, vielleicht auch nicht. Vielleicht werde ich Live-Videos oder einen Podcast machen, vielleicht auch nicht. Und vielleicht werde ich auch weiterhin dir hier als Leserin begegnen, vielleicht auch nicht – was wirklich schade wäre.

Was ich aber ganz bestimmt nicht tun werde, ist Frau Chefin dich zu machen, mich unterbuttern zu lassen und klein beizugeben. Ich werde mit Frau Chefin als das auftreten, was es eigentlich ist: Ein Unternehmen. Denn das ist es, was ich mir von tiefstem Herzen wünsche und was mich jeden Tag antreibt.

Ich lege jetzt nach knapp drei Jahren den Schalter um auf eine neue Stufe. Ich werde nicht mehr auf die Stimme hören, die mir ständig ins Gewissen redet, was ich alles tun und lassen soll, um allen zu gefallen, von allen geliebt, bewundert, gefolgt und gelobt zu werden.

Ich werde einzig und alleine auf meine eigene Stimme hören.

Und weißt du was? Das solltest du auch. Ohne Ausnahme.

About the author
Hallo, ich bin Isabelle! Bloggerin, Unternehmerin, Mama und der kreative Kopf hinter Frau Chefin. Vor mehr als zwölf Jahren habe ich angefangen, mich intensiv mit dem Thema „Zeitmanagement“ zu beschäftigen und tüftelte daraufhin meine eigene Form der Zeitplanung aus: die Frau-Chefin-Methode. Heute unterstütze ich selbstständige Frauen dabei, ihre Zeit mit Leichtigkeit zu planen, ihre Produktivität anzukurbeln und ihren Alltag so zu strukturieren, dass sie ihre Zeit optimal nutzen können.

20 Kommentare

  1. Hallo liebe Isabelle – dank für einen wirklich tollen Beitrag!!!
    Es tut mir leid, welche Erfahrungen du in den letzten Wochen und Monaten in den sozialen Medien machen musstet, unterstreicht aber auch meine eigenen Erfahrungen. Facebook scheint nur noch da zu sein, um anderen ungefragt und unbegründet seine – in den meisten Fällen nicht wirklich relevante – Meinung zu drücken, während man auf Instagram nur noch hübsches (und natürlich völlig fett-,gluten-,fleisch-, käsefreies – dabei bin ich selbst Vegetarierin, aber hey, muss alles so gehypt werden???) Essen sieht, das von großen, schlanken Frauen mit langen wehenden Haaren präsentiert wird.

    Aber es gibt sie dann doch immer wieder, die Mit-mir-nicht-Sager – und du bist eine davon! Und das finde ich sehr sehr gut. Dein Artikel zeigt Mut, aber vor allem jede Menge Inspiration für die, die es eigentlich genauso sehen. Denn die gibt es zum Glück auch noch 🙂

    Liebe Grüße
    Magdalena

    1. Hallo Magdalena,

      da sind wir dann schonmal zu zweit! Es ist wirklich toll, damit nicht alleine zu sein 🙂 Ich bin gespannt, ob wir unsere Crew noch vergrößern 😉

      Liebe Grüße
      Isabelle

  2. Hi Isabelle,

    ich kann Dir nur zustimmen, in fast allen Punkten. Ich habe vieles davon auch durch.

    Ich mag Kritik, ehrliche konstruktive Kritik. Was bei Facebook aber an Kritik kommt, ist meistens in Worte gefasster Neid, Sticheleien die schon an Mobbing grenzen, teilweise hemmungsloser Hass (in halbwegs nette Wort gefasst) bis man Contra gibt, dann fallen auch die netten Worte weg. Daher lasse ich das schon lange an mir abperlen. Es gibt dort nur noch wenige Leute, auf deren Kritik ich großen Wert lege. Und in diesen Ich-teile-wild-alle-Artikel-Gruppen sind die eher nicht zu finden.

    Instagram habe ich schon vor Wochen zu gemacht. Diese Scheinwelt ist mir inzwischen zuwider geworden. Anspruchsvolle Fotos bekommen da 10-50 Likes, diese Einheitsbrei-Filter-Pastellfotos mehrere tausend. Das zeigt mir, da ist meine Zielgruppe nicht zu finden. Und wenn ich dann die Followerzahlen von so manch oberflächlichen Profil da sehe, neee, nicht meine Welt.

    Leser hat Instagram eh nicht auf den Blog gebracht. Und eben der Blog ist mein Medium, alles andere dient nur zur Promotion und zum „anlocken“ von Lesern. Also ist es mir sehr leicht gefallen, bei Instagram auf Account löschen zu klicken. Dabei sagen viele, als Reise und Fotoblogger ist Instagram unverzichtbar. Ich sage nur: Bullshit. Besonders lustig finde ich das, wenn das von anderen kommt, die ein Bruchteil meiner Leserschaft haben.

    Und dann die ganzen (selbst ernannten) Marketungexperte, Blog-Gurus usw. mit ihren ultimativen Tipps. Wenn Du mehr als 1000 Besucher im Monat haben willst, dann brauchst Du eine Nische. Dann muss Du mit ultimativen Überschriften hantieren. Du muss mit Deine Bilder hell, freundlich und einheitlich gestalten.

    Du weißt vermutlich schon, was jetzt kommt? Alles Bullshit.

    Ich bediene auf meinem Blog gefühlt 15 Nischen, ich schreibe worüber ich gerade Lust habe. Die Bilder sind mal hell, mal dunkel, mal farbig, mal schwarz-weiß – so abwechslungsreich wie mein Leben es auch ist.

    Und am Ende habe ich x-fach mehr Besucher, wie so manch ein Blog-Guru auf seiner Nischen-Seite. Ich beömmel mich immer köstlich, wenn ich dort in die Media-Kits schaue.

    Daher, mach Dein Ding. Es ist Dein Blog, Dein Business, Dein Leben und folge nicht der großen Masse – die ist schon einheitlich genug.

    LG Thomas

  3. Liebe Isabelle, seit 1989 bin ich selbständig undhan schon viele Turbulenzen und auch Stürme überstanden.
    Deinen „Frust“ in Sachen Social Media und dem vermeintlichen „Müssen“ kann ich so gut verstehen, vor einigen Tagen hatte ich selbst die Schnauze gestrichen voll.
    Es hat sich wieder gerappelt, da ich für mich ebenfalls entschieden habe: Scheiss drauf! Dann bin ich eben nicht spitz positioniert, hab kein definiertes Warum und verdiene nicht dank ausgeklügelter Marketingstrategie 99Tsd in 33,3 Stunden.

    Deine Beiträge sind grandios, deine Art erfrischend und denk daran: Diamanten brauchen Ecken und Kanten, um Funkeln zu können.

    1. Liebe Alexandra,

      danke für deine Worte. Es tut wahnsinnig gut, nicht alleine dazustehen!
      Und deinen Spruch mit den Diamanten werde ich mir merken. Der trifft es genau 🙂

      Liebe Grüße
      Isabelle

  4. Liebe Isabelle,

    ein Artikel, den ich ganz zu Ende gelesen habe (und das kommt in Zeiten von „wir scannen nur noch im Internet“ nicht mehr so häufig vor, leider). Weil er mich genau angesprochen und bewegt hat. Ich konnte deinen Gedankengängen genau folgen.

    Vielleicht hinke ich der Social Media Welt etwas hinterher, denn erst vor wenigen Tagen habe ich einen Instagram Account für mein Business gestartet. Einfach, weil ich mich hier mal austesten möchte. Ich habe keine riesengroßen Erwartungen. Und auch wenn ich nach deinem Artikel und den Kommentaren hier etwas skeptisch geworden bin, möchte ich trotzdem weitermachen. Ausprobieren. Vielleicht selbst auf die Nase fallen? Egal, diese Erfahrung muss wohl jeder selbst durchmachen.

    Mach weiter dein Ding – du machst es sehr gut!

    Viele Grüße
    Petra

    1. Hallo Petra,

      oh, das ist aber schön, dass du meinen Artikel zu Ende gelesen hast. Austesten ist definitiv gut und meiner Meinung nach auch vollkommen ok. Wie soll man denn sonst rausfinden, was zu einem wirklich passt?

      Danke für das Kompliment!

      Viele liebe Grüße
      Isabelle

  5. Mit meinem Blog habe ich das irgendwann aufgegeben. 11 Jahre lang hatte ich gebloggt und in der Zeit hat sich die Welt verändert. Von einer Blogger-Community zu einem Modebloghipstergedönse, das hauptsächlich aus Social Media Marketing besteht, dann aus Egoshootern, pardon, Selfies, und am Ende auch aus Text.

    Ich habe also einen Relaunch gemacht in ein neues Blog, das sich einen Dreck um all das schert. Allerdings fällt es mir gerade mitten in einem Umbruch im Leben schwer, mich da motiviert zu halten, denn lesen tut das gefühlt genau niemand. Außer meiner Freundin. Für das Artikelbild von einer Banane wurde ich aus einer Blogger-Gruppe ausgeschlossen und nicht mehr reingelassen. Zugegeben, die Banane erinnerte mit voller Absicht stark an ein Körperteil.

    „Erfolg“ auf Social Media darf man nicht zu ernst nehmen. Oder Misserfolg. Es hängt von so vielem ab. Allein vom Tag und der Uhrzeit, zu der man postet! Und je leichter und oberflächlicher konsumierbar, desto mehr Likes… aber was bedeutet das wirklich? Noch mache ich mit, aber es wird immer fader.

    1. Hallo Wolfram,

      11 Jahre, Respekt! Ja, da hat sich die Bloggerlandschaft gewaltig gewandelt. Und ich bin absolut bei dir. Es ist einfach wahnsinnig schade, dass Artikel a) seltener gelesen werden und b) selten zu Ende gelesen werden. Mein Gefühl ist, dass sich kaum noch jemand fünf Minten Zeit nimmt zum Lesen. Mein Blog soll zum Nachdenken, Überdenken, Schmunzeln, Verbessern anregen, aber wie soll ich das erreichen, wenn irgendwann nur noch die Überschrift gelesen wird?

      Viele Grüße
      Isabelle

  6. Liebe Isabelle,

    auch ich habe deinen Beitrag zu Ende gelesen. Er sprach mir aus der Seele, wobei ich erst etwas anderes vermutet habe. Ich lese mittlerweile nur noch sehr wenige Blogs, diese aber schon lange (auch deinen ;-)). Generell muss ich dir und allen, die hier schon kommentiert haben, leider in allem zustimmen. Die Online-Welt hat sich gehörig gewandelt. Auch ich habe ein paar Blogprojekte beerdigt und bei meinem Nischenblog, der ganz gut läuft (Dank Google), bin ich gerade dabei Instagram zu beerdigen. Angefangen hat es mit einer Fakeaccount-Welle, die mich ereilt hat. Das hat mir so die Lust genommen, weil ich einfach Stunden zugebracht habe, diese Bots alle zu melden, um sie los zu werden, Wenn ich sehe, dass viele meiner Follower das null reflektieren und da nicht so zimperlich sind. Nervt mich das. Die Beobachtung, dass der simpelste Kram mehr Beachtung findet, den kann ich auch teilen. Das macht mich echt traurig. Da stimmen dann einfach die Werte nicht überein, also ist das auch keine Zielgruppe für mich. Die Follower auf Instagram unterscheiden sich auch komplett von meinen Bloglesern. Es gibt wenige, die ähnlich ticken. Ich bin da für mich und für meine Kunden auch gerade in der Findung bzgl. der passenden Marketingstrategien. Die Schwämme an sogenannten Online-Marketern, die ein System für ein Millionenbusiness verkaufen, geht mir auch gehörig auf die Nerven, weil sie alles Seriöse einfach kaputt machen und das Thema verbrennen. Ich finde es trotzdem wichtig, dass es weiterhin guten und nützlichen Content gibt. Daher hoffe ich, dass nicht alle die Segel streichen und es weiterhin gute Blogs, gewinnbringende Angebote (die auch was kosten) und Inspiration im Netz gibt. Ich schicke dir jede Menge Motivation und freue mich weiterhin über deine Tipps.

    Viele Grüße, Bea

    1. Liebe Bea,

      ach, das ist wirklich schön! Ich freue mich sehr, dass du weiterhin an Bord bist 🙂
      Ich bin genauso wie du, sehr gespannt, in welche Richtung das weitergeht.

      Mittlerweile nicht mehr, aber vor einiger Zeit hätte ich noch heulen können, wenn ich gesehen habe, mit welchem Nonsense manche Blogs über 100.000 Leser anziehen und ich im Gegenzug mir so viel Mühe mit den Artikeln gebe, aber sie so wenige erreichen. Umso schöner ist es, wenn ich merke, dass die Artikel auch zu Ende gelesen werden 😉

  7. Liebe Isabelle,
    vielen Dank für deinen obigen Blog. Auch ich habe ihn bis zum Ende gelesen. Und genau wie meine „Vorredner“ sehe ich auch, dass sich viel verändert hat. Und gerade in diesen jetzigen Veränderungszeiten frage ich mich besonders, was bleibt denn wirklich? Was ist wirklich langfristig wichtig?
    Ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass der Mensch sich nicht verändert hat. Nach wie vor möchte jedes „Individuum“ 😉 mit Höflichkeit und Respekt behandelt werden und als Persönlichkeit beachtet werden.
    Erfolg, der in Form von Geld messbar ist, befriedigt die Menschenseele nicht. Diesen „Gelderfolg“ haben nur sehr wenige. Und das auch nur deshalb, weil sie auf Kosten von anderen leben. Deshalb ist deren Seele nicht befriedigt, sondern nur das Portemonaie. Das war in der Geschichte schon immer so. Ich nenne nur das Beispiel der schwarzen Sklaven auf den Plantagen in Amerika.
    Heute im Zeitalter der so genannten „Sozialen Medien“ wird uns vorgegauckelt, dass wir alle an diesem Reichtum teilhaben könnten. Aber es funktioniert eben nicht so. Wer sich wirklich hinterfragt, so wie du, wird feststellen, dass Erfolg anders definiert werden muss.
    Liebe Isabelle, ich erkenne in deinen Blogs eine Frau, die mich daran teilhaben lässt, was sie denkt und fühlt. Und über diese Schriftstücke kommt bei mir an, dass du eine ganz tolle, ehrliche Frau bist. Verbieg dich nicht, das würde deiner Persönlichkeit widersprechen.

    1. Liebe Edith,

      vielen lieben Dank für deine so herzensschönen, großartigen, lobenden Worte! Du kannst dir überhaupt nicht vorstellen, wie gut sie getan haben – und immer noch tun.

      Ganz liebe Grüße
      Isabelle

  8. Liebe Isabelle,

    ich bin ein stilles Mitglied in deiner Facebook-Gruppe und so auf diesen Artikel gekommen. Ich bin nicht selbstständig, hatte allerdings einen kleinen Instagram Account zum Thema »Inhalte für deine Internetseite ansprechend gestalten«. Den habe ich vor Kurzem geschlossen, aus genau diesen Gründen.

    Ich möchte dir eigentlich nur sagen, dass ich es super finde, wenn man eben nicht dem »du-musst-das-aber-so-und-so-tun-sonst-wird-das-scheiße« Zwang nachgeht. Wenn es sich für einen richtig anfühlt, dann ist es richtig. Fertig. Egal, was andere sagen. Dadurch hast du zumindest mich als Leserin gewonnen. Außerdem kann ich Tipps zum Thema organisieren immer gut gebrauchen. 😉

    1. Hallo Christina,

      das freut mich sehr, dass ich dich mit diesem Artikel – und hoffentlich noch vielen weiteren – gewinnen konnte.
      Ich denke, es wird in nächster Zeit (nicht nur bei mir), sondern allgemein in den sozialen Medien, die so wahnsinnig unsozial geworden sind, sehr viel passieren. Und ich bin echt gespannt, wohin die Reise geht. Ich freue mich, dass du mit an Bord bist!

      Liebe Grüße
      Isabelle

  9. Hallo Isabelle,

    dieser Beitrag spricht mir aus der Seele, denn mir ist es die letzten Monate sehr ähnlich gegangen. Auch ich hatte ein riesengroßes Motivationstief mit meinem Blog. Mein Blog ist derzeit (noch) Hobby, dass mir Spaß macht, weil ich weiß, dass ich mit meinen Erfahrungen und Wissen weiterhelfen kann. Ich bin in der Finanzbloggerbranche unterwegs, und hier herrscht auch ein sehr „raues“ Klima. „Hast du keine Millionen, bist du ja gar nicht berechtigt, darüber zu schreiben“ kommt einem da schon mal entgegen. Und auch dieses ewige „Reichwerden ohne zu arbeiten“ und „Finanzielle-Freiheit“-Phrasen kann ich in meinem Bereich nicht mehr hören. Und als Frau über Finanzen schreiben – keine einfache Sache.

    Die letzten Monate habe ich meine Social Media Kanäle deaktiviert und auch meinen Blog stillgelegt. Ich habe wie du sehr viel reflektiert und entschieden, dass ich mich nicht unterkriegen lasse. Deshalb überarbeite ich gerade meinen ganzen Blog.

    Du bist ehrlich und authentisch, und genau nach diesen Blogs halte ich Ausschau. Solche Blogs werden aber immer rarer. Also gib niemals auf, denn auf lange Sicht ist dein Weg der richtige Weg.

    Dieser authentische Weg ist anders. Und damit stichst du heraus. Und es gibt genug Menschen, die es zu schätzen wissen, guten Content zu erhalten und froh sind, dass es da draußen in dieser marktschreierischen Onlinewelt noch ehrliche, authentische Menschen gibt, die auf das große Ganze blicken. Die ihren eigenen Werten treu bleiben und ihr Wissen an die weitergeben, die es zu schätzen wissen.

    Ob und wie ich Social Media weiterhin nutze weiß ich nicht. Ich selbst nutze es nur noch sehr wenig, lieber genieße ich das echte Leben – mit all seinen Facetten. Und genau das sagen auch immer mehr Freunde und Bekannte. Und auch immer öfter sehe ich Bloggerinnen, die sich von Facebook und Instagram abwenden.

    Was ich sehr traurig finde, sind all die Hass- und Neidkommentare, von denen du schreibst. Wie tief sind wir als Menschheit gesunken, dass wir so über andere herziehen müssen? Respekt und Wertschätzung sind Dinge, die sollten selbstverständlich sein, online wie offline. Lass dich davon bitte nie, nie, niemals unterkriegen. Lass die Kritiker, die mit solchen negativen Kommentaren um sich werfen, wie du sie erleben musstest, hinter dir. Schau nach vorne, gehe deinen Weg und du wirst sehen, dass es das Richtige ist.

    Herzliche Grüße,
    Manuela

    1. Whoah, ein großes Dankeschön für diesen tollen Kommentar! Super toll geschrieben, auch für alle anderen, die ihn hier zu lesen bekommen. Es ist schön, dass sich so viele hier trauen zu berichten und so wunderbar ehrliche Kommentare geben. Das ist nämlich leider auch eine Seltenheit geworden – umso mehr hüpft mein Herz gerade 🙂

      Vielen Dank!
      Isabelle

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