Hausfrau und Mutter Selbstständigkeit

„Am Besten bist du nur Hausfrau und Mutter“. Wie unser System bei Selbstständigen versagt.

Ein Kind zu haben ist für uns eine echte Lebensentscheidung, die wir mit absoluter Überzeugung getroffen haben. Doch als Selbstständige fängt mit dem positiven Schwangerschaftstest der Spießrutenlauf an, denn unser System provoziert ein veraltetes Familienbild aufrecht zu erhalten, in dem die Frau „nur“ Hausfrau und Mutter ist, aber bitte auf gar keinen Fall selbstständig.

Bevor ich jetzt meinem angestauten Ärger von knapp 15 Monaten Luft mache, möchte ich noch drei Dinge betonen:

  1. Wir haben uns bewusst und mit vollster Überzeugung für ein Kind entschieden. Und wir sind nicht einfach planlos in dieses Abenteuer namens „Familie“ gestürzt.
  2. Ich bin nicht der Politik-Crack, der das komplette System überblickt, sondern schildere hier meine persönlichen Erfahrungen.
  3. Ich weiß, dass wir es in Deutschland verdammt gut haben.
Du bist schwanger? Super!

Oder doch nicht? Nun, als Selbstständige gibt es da so ein paar kleine Haken. Dinge, die einem erst wirklich bewusst werden, wenn man in „der Situation steckt“. Schließlich kann man nicht voraussehen, wie der eigene Körper auf die Schwangerschaft reagiert. Ich hatte in diesem Fall wahnsinniges Glück, dass ich nicht mit Morgenübelkeit, Wassereinlagerungen und Rückenschmerzen zu kämpfen hatte. Ich konnte tatsächlich bis sechs Wochen vor der Geburt als Tontechnikerin arbeiten. Aber was, wenn das nicht so ist?

Seit 2017 gibt es eigentlich das Gesetz, dass man als Selbstständige, die privat versichert ist und eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hat, auch bei Schwangerschaft Anspruch darauf hat. Eigentlich deshalb, weil mir in meinem Fall die Versicherung das Krankentagegeld verweigert hat. Auf Details gehe ich jetzt nicht ein, aber ich sage es mal salopp: Es ist schon doof, wenn die Versicherungen nicht auf dem aktuellen Stand sind…

Als Selbstständige wird man weniger Mutter

Ist klar, oder? Man könnte es glatt meinen. Dass bei mir der Anspruch auf Krankentagegeld schief gelaufen ist, ist eine Sache. Fakt ist aber auch, dass einem als privat Versicherte auch kein Mutterschutz zusteht. Seltsam ist, dass Schülerinnen, Soldatinnen, Beamtinnen und natürlich Arbeitnehmerinnen dies zusteht. Als privat versicherte Selbstständige aber glotzt man nur doof. Warum wird man als Selbstständige denn weniger Mutter, als andere Frauen? Warum hat man keinen Anspruch auf Mutterschutz? Warum darf man rein rechtlich arbeiten, bis man in den Wehen liegt?

Ich dachte immer, dass es beim Mutterschutz darum geht, die Mutter und das Ungeborene zu schützen, keine Frühgeburt zu riskieren und sich selbst nicht zu überschätzen. Warum sollte das bei Selbstständigen anders sein? Gerade wir haben doch den Druck, unser Business möglichst lange am Laufen zu halten, bis das Kind kommt. Schließlich müssen wir auch von unseren Einnahmen leben. Dieser Druck wird dadurch nur bestärkt, in dem wir durch das System als schlechtere Mütter abgestempelt werden und durch den fehlenden Mutterschutz indirekt gezwungen werden, weiter zu machen.

„Warum hast du denn keine Rücklagen?“. Klar habe ich Rücklagen – das sollte man als Selbstständige grundsätzlich haben. Aber warum müssen sich Selbstständige von den Rücklagen über Wasser halten, wenn Arbeitnehmerinnen Anspruch auf eine Weiterzahlung ihres Gehaltes haben? Da könnte man genauso gut sagen, dass sie doch von ihrem Gehalt etwas zurücklegen sollen, für den schlimmen Fall, sie seien schwanger…

Hurra, das Kind ist da!

Vielleicht hatte ich eine sehr rosarote Vorstellung davon, wie es sein wird, wenn das Kind erstmal in den Armen liegt. Vielleicht ist es aber auch genau so von der Natur vorgegeben. Wir sollen uns über unser Neugeborenes freuen, wir sollen eine Auszeit nehmen und uns ganz auf unser neues Leben konzentrieren können.

Toll ist, dass man fünf Tage Zeit hat, um den ganzen Papierkram zu Ämtern zu schicken, um eine Geburtsurkunde zu bekommen. Da reist man also ins Krankenhaus mit zig Unterlagen und eine der ersten Dinge, die man nach „Herzlichen Glückwunsch“ hört, ist: „Sie müssen hier und da noch unterschreiben.“ Das kann wirklich jede Romantik zerstören.

Und ja, bevor unsere Tochter eine Geburtsurkunde hatte, kam auch direkt Post vom Finanzamt. Sarkastisch sagte ich da mit wedelndem Papier in den Händen zu meiner neugeborenen Tochter: „Schau mal, du hast jetzt schon eine Steuernummer und darfst Geld verdienen! Das Finanzamt will auch direkt wissen, wieviel du denn verdienen wirst, damit sie sich über Steuereinnahmen freuen können!“. Ein wenig mehr Taktgefühl wäre bei einem eigentlich so wunderschönen Ereignis wirklich angebracht.

Aber jetzt raus!

Nun, dass man natürlich nicht ewig im Krankenhaus bleiben kann und will, ist klar. Aber die Bezeichnung „Wochenbett“ ist dann doch etwas übertrieben. Bei mir hieß es, dass ich maximal 48 Stunden im Krankenhaus bleiben dürfe – das wäre heutzutage so. Vielleicht gibt es da auch etwas rechtliches? Das weiß ich leider nicht.

Wenn du noch nicht Mutter bist, musst du dir das mal so vorstellen: Du hattest gerade eine Geburt, möglicherweise mit 24 Stunden Wehen. Du bekommst unter unvorstellbaren Schmerzen dein erstes Kind, bist froh, dass du das überstanden hast. Du musst das erstmal realisieren, dass da jetzt ein kleines Wesen ist, dass dich ab sofort 24 Stunden braucht – und dem es absolut egal ist, wie es dir geht.

Ganz ehrlich? Nach der Geburt ging es mir richtig beschissen. Sorry, dass ich mich so ausdrücke, aber es gibt wirklich kein Wort, dass es besser beschreiben könnte. Ich hatte permanent Schmerzen. Konnte weder sitzen, noch einigermaßen normal gehen, noch lange liegen. Ich war einfach fertig mit mir und der Welt. Und trotzdem wird man nach 48 Stunden entlassen und kann dann schauen, wie man zurecht kommt?

Eine Hebamme ist Gold wert!

Ohne die wäre bei uns nicht nur so manches weniger komplikationslos gelaufen, sondern ich hätte mich womöglich in Selbstmitleid ertränkt. Stillos und erbärmlich. Auch hier war Hollywood mal wieder ganz weit weg von der Realität.

Unsere Hebamme hat mich unterstützt bei Stillproblemen, hat uns gezeigt, wie man das Löwenkind richtig hält, es badet und ihm einen guten Start ermöglicht. Auch drei Monate nach der Geburt, als ich immer noch Probleme hatte, hat mir eine Hebamme geholfen, so dass ich endlich schmerzfrei war.

Was ich dann absolut nicht verstehe, ist, warum Hebammen das Leben so schwer gemacht wird. Warum diesem Berufsstand, der so unheimlich wichtig für alle werdenden Mütter ist, solche Steine in den Weg gelegt wird. Bürokratische und rechtliche Hürden machen die Berufsausübung unheimlich schwierig. Und eine echte Hilfe von der Politik kommt nicht.

Ich bin etwas abgeschwiffen, aber das musste auch mal gesagt werden. Kommen wir zum nächsten Punkt:

Elterngeld. Ja, aber…

Grundsätzlich ist daran erstmal nichts auszusetzen. Statt einem Mutterschutz nach der Geburt, steht uns Selbstständigen sofort Elterngeld zu, dass auch nach der Höhe unserer Einnahmen aus dem vergangenen Jahr berechnet wird. Die Grenze liegt dabei auf maximal 1800€, was natürlich ein schönes Sümmchen ist, aber oftmals bei weitem nicht das, was wir vorher verdient haben. Aber da will ich nicht meckern.

Auch gut ist, dass man die Möglichkeit hat, die Bezugsmonate frei zu wählen und zum Beispiel auch sagen kann, dass man von August bis November beziehen möchte, den Dezember pausiert und dann ab Januar wieder einsteigt. Man bekommt also die Chance, dass man irgendwie sein Business aufrecht erhalten kann.

Was nicht gut ist, ist, dass die L-Bank – die in Baden-Württemberg zuständige Stelle für Elterngeld – ihre persönliche Beratung „abschaffen“ will und es in Zukunft nur noch eine telefonische Beratung geben soll. In unserem Fall wäre das wohl ziemlich hoffnungslos gewesen.

„Wie, Ihre Frau verdient mehr als sie? Oh, das gibt’s aber selten!“ und „Ihre Frau ist selbstständig? Ja, dann ist alles anders, vergessen Sie, was ich bisher gesagt habe!“ und auch toll: „Wie, Sie sind festangestellt und nebenberuflich selbstständig und Ihre Frau „nur“ selbstständig? Da hole ich mir noch einen Berater dazu.“ Wie bitte soll das ohne ein persönliches Gespräch funktionieren???

Auch nicht gut ist, dass das System aus Basis-Elterngeld, Elterngeld-Plus und Bonusmonaten so kompliziert gemacht wurde, dass selbst Berater irgendwann kapitulieren und man als Eltern verzweifelt. Auf die Frage, was denn in unserem Fall nun die optimale Lösung sei, um die bestmögliche Ausschöpfung zu haben, bekamen wir nur die ehrliche Antwort, dass unser mitlerweile entstandenes Team aus Beratern uns das auch nicht sagen könne.

Hausfrau und Mutter Selbstständigkeit

Das Rollenbild der Frau ist immer noch veraltet

Das merkt man nicht nur bei den bereits genannten Punkten, sondern auch wieder beim Elterngeld. Am Einfachsten ist es nämlich, wenn man als Frau ein Jahr zuhause bleibt und sich ausschließlich um seine neue Rolle als Hausfrau und Mutter kümmert. Denn bei allen anderen Varianten kommt man schlechter bei weg – also finanziell gesehen und in unserem Fall.

Gäbe es auch da nicht wieder das große ABER. Jetzt mal ganz ehrlich, wie soll man als Selbstständige ein Jahr Pause machen, ohne dass danach das Business „zusammengebrochen“ ist?

Ich gebe dir zwei Beispiele, die ich wunderbar an meinen Selbstständigkeiten festmachen kann:

Ich bin Tontechnikerin, arbeite selten von zuhause, habe unregelmäßige Arbeitszeiten, die ich nicht selbst bestimmen kann und viel männliche Konkurrenz. Wenn ich da ein Jahr Pause mache, ist mit Sicherheit jemand nachgerutscht und hat meinen Platz eingenommen. Veranstaltungstechniker sprießen nämlich leider wie Pilze aus dem Boden.

Nicht überall, nicht für alles. Dafür habe ich mir mittlerweile einen guten Stand erarbeitet und mich auch bei einigen Sachen spezialisiert, um mich ein wenig unentbehrlich zu machen. Aber natürlich nicht grundsätzlich. In dieser Liga spiele ich dann leider nicht mit. Ein Jahr Pause heißt dann, dass man bei einigen Auftraggebern in Vergessenheit geraten ist, auch heißt das, dass man so realistisch sein muss, dass keiner auf dich wartet. Im Zweifelsfall muss man neue Auftraggeber akquirieren bzw. länger auf Jobs warten.

Ich bin Online-Marketing-Unterstützerin und Bloggerin, kann vom Homeoffice aus arbeiten und meine rbeitszeiten selbst bestimmen. Das klingt erstmal richtig praktisch und entspannt. Aber auch hier kann man nicht einfach ein Jahr Pause machen. Social-Media-Kanäle müssen gepflegt werden, neue Blogartikel geschrieben werden und auch Kundinnen kann ich mit ihrem Online-Marketing nicht einfach um ein Jahr vertrösten.

„Du könntest doch deinen Blog sein lassen. Das ist doch sowas wie ein Hobby!“ Nun, Bloggen ist für mich mehr als ein Hobby und mittlerweile zu einem beruflichen Standbein geworden. Jetzt mal ganz ehrlich, wenn ich ein Jahr keinen einzigen Artikel auf Frau Chefin veröffentlichen würde, dann würdest du doch auch irgendwann nicht mehr hier vorbeischauen. Meine Social-Media-Kanäle wären verwaist und langweilig und du würdest mir eher früher als später entfolgen.

Was ich sagen möchte: Es ist heutzutage als Selbstständige egal, ob man ein Geschäft, ein online, oder ein offline Business hat. Man kann nicht einfach für ein Jahr oder länger Pause machen. Ein gewisses „Grundrauschen“ sollte und muss man aufrecht erhalten, wenn man (ab einem gewissen Zeitpunkt) wieder ernsthaft sein Business weiterführen möchte.

Meiner Meinung funktioniert das Pausieren auch nicht mit Angestellten. Die nehmen einem zwar Arbeit ab, aber als Chefin muss man nach wie vor Präsenz zeigen und schauen, dass die Richtung eingehalten wird.

Ich gehe dann mal wieder arbeiten…

Irgendwann – als Selbstständige eher früher als später – kommt der Punkt, an dem man sich Gedanken um die Betreuung des Kindes macht. Wer passt auf und erzieht, wenn ich wieder arbeite? Ich habe mir schon vor der Schwangerschaft den Kopf zerbrochen und tue es immer noch. Warum? Weil es einfach keine zufriedenstellende Lösung gibt!

Es heißt, man habe einen Anspruch auf einen KITA-Platz. Dieser Anspruch gilt aber nicht bei Kindern unter drei Jahren. Wie ich seit kurzem weiß, gibt es bei unseren Kindergärten mittlerweile Wartelisten von bis zu zwei Jahren. Es gibt nur einen Kindergarten (15 Minuten mit dem Auto entfernt), der Kinder unter drei Jahren aufnimmt und dieser ist für ein Jahr ausgebucht. Tja, sowas doofes. Nun, ich kann mir hier auch ein wenig an die eigene Nase fassen, schließlich hätte ich mich darum schon während der Schwangerschaft kümmern können.

Aber doch mal ehrlich: Man hat beim ersten Kind absolut keine Ahnung, wie alles laufen wird, sämtliche Pläne werden während der Schwangerschaft schon zig Mal über den Haufen geworfen, man weiß irgendwie selbst nicht, wie es weitergehen soll und soll dann auch noch wissen, ob man ab Monat X des Kindes einen Kindergartenplatz braucht?

Ich zumindest habe es nicht gewusst. Ich bin zeitweise – danke, Hormone – stündlich zwischen „Ich will sofort wieder arbeiten“ und „Ich will nie mehr arbeiten“ geschwankt. Wie soll man denn da eine vernünftige Entscheidung treffen?

Hausfrau und Mutter Selbstständigkeit

Das Problem mit nicht 9 to 5

Ok, wir sind jetzt auf der Warteliste. Bis dahin ist das Löwenkind 14 Monate alt und wir können uns einen Plan zurecht legen. Schon bei allen vorangegangenen Recherchen und Gesprächen, haben wir schnell gemerkt, dass es für unseren Fall keine Betreuungsmöglichkeit gibt. Es gibt weder einen Kindergarten, noch eine Tagesmutter, die von 14 bis 24 Uhr betreut – unseren Kernarbeitszeiten als Veranstaltungstechniker.

Da stehen wir nun. Wir haben zwar das Glück, dass eine Oma um die Ecke wohnt, aber die kann natürlich auch nicht fünf Tage die Woche einspringen. Das ist ihr zu viel, was ich auch verstehen kann. Über das „und jetzt?“ mache ich mir bereits seit August 2016 Gedanken und werde sie mir mit Sicherheit auch noch bis Dezember 2018 machen. Und ob ich dann eine zufriedenstellende Lösung habe, ist auch fraglich.

Frauen sollen schnell wieder arbeiten gehen

Das wird uns zumindest von der Politik suggeriert. Das funktioniert schon nicht richtig, weil die Wartezeiten für einen Betreuungsplatz für unter dreijährige ziemlich lange sind. Allerdings wird uns vom System nicht etwa Wahlfreiheit ermöglicht, sondern lediglich zwei Wahlmöglichkeiten, sofern der Papa auch brav weiterhin Geld verdient:

Entweder wir werden leidenschaftliche Mutter und Hausfrau und verkörpern somit das Rollenbild, das vor 60 Jahren up-to-date war, oder wir beugen uns den Öffnungszeiten der Betreuungsmöglichkeiten. Das kann im schlimmsten Fall heißen, dass wir unsere derzeitige Selbstständigkeit nicht weiterführen können, uns neu orientieren müssen (vielleicht eine andere Selbstständigkeit, die zeitunabhängig ist?), wieder bei Null anfangen, oder wir zwangsweise wieder in eine Festanstellung gehen müssen.

Sind das wirklich zufriedenstellende Optionen?

Ich finde nein.

Schließlich baut man ein erfolgreiches Business über mehrere Jahre auf. Und wenn es gut läuft, zahlt man als Selbstständige auch ziemlich ordentlich Steuern. Ganz abgesehen von Versicherungsbeiträgen. Selbstständige sind für den Staat eine wichtige Säule – Tendenz steigend.

Tatsache ist, dass die Frau von heute beides möchte: Mutter sein und arbeiten. Am liebsten mit einer Teilzeitbeschäftigung (Quelle: Statista), was eine Selbstständigkeit grundsätzlich erstmal nicht ausschließt. Die Anzahl der Aufträge können wir selbst bestimmen, natürlich mit finanziellen Einbußungen. Und stets mit dem Hintergedanken, dass unsere Versicherungsbeiträge nicht sinken, auch wenn wir weniger arbeiten. Finanziell würden wir vielleicht als Hausfrau und Mutter zum Schluss doch wieder besser da stehen, als selbstständig zu sein und überhaupt zu arbeiten.

Es herrscht Nachholbedarf

Meiner Meinung nach nicht zu knapp. Viel zu lange wurde an einem veralteten System festgehalten, uns Frauen Möglichkeiten zur beruflichen Entwicklung genommen und vor entstehenden Problemen die Augen verschlossen. Vielleicht sollten Politiker weniger über die zulässige Norm einer Banenenkrümmung diskutieren und dafür sich mehr Gedanken machen, über die Unterstützung der Frau als Steuerzahlerin und Rentensicherung durch Geburten *Sakasmus Ende.

Nachdem ich jetzt meinem Ärger Luft gemacht habe und ich mich meinem Business gewidmet habe, schlüpfe ich jetzt wieder in die Rolle als Mami. Das Löwenkind hat nämlich Hunger.

Danke für’s Zuhören!

Frau Chefin
Folge mir:

Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
Frau Chefin
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10 Gedanken zu „„Am Besten bist du nur Hausfrau und Mutter“. Wie unser System bei Selbstständigen versagt.

  1. Sabienes sagt:

    Ich wusste es! Trotz aller Hilfen und Bemühungen und den Beteuerungen von politischer Seite aus hat sich in den letzten 30 Jahren gar nicht viel geändert. Der einzige Unterschied ist der, dass ich bei der Geburt meines ersten Kindes von Haus aus nicht auf die Idee gekommen wäre, irgendeiner anderen Tätigkeit als Hausfrau und Mutter nachzugehen. Ich kannte damals auch nur wenige, die das gemacht haben. Und diejenigen, die arbeiten gingen, hatten mindestens zwei Omas zur Hand und einen willigen Ehemann mit Gleitzeit-Arbeitsvertrag.
    Deutschland ist schon sehr, sehr rückständig in dieser Hinsicht. Besonders in den alten Bundesländern und besonders in Bayern – in BaWue ist es wohl ganz ähnlich gestrickt.
    Ich weiß gar nicht, was sich die Politiker dabei denken. Denn eigentlich gibt es immer weniger Familien, die mit einem Gehalt zurecht kommen. Von Alleinerziehenden einmal ganz zu schweigen.
    LG
    Sabienes

  2. Moppis Blog - Aus Freude. sagt:

    Viele Gesetze sind noch von vor 100 Jahren, dass auch einiges erschwert. Z.B. dürfen Schwerstbehinderte nicht selbständig sein. Dabei wäre das heutzutage in Zeiten des Computers völlig problemlos möglich, Geld dazu zu verdienen bis zu einer bestimmten Höhe. Auch ohne Arme und Beine. Aber das Gesetz sagt Nein. Von Selbständigen wird wohl immer ausgegangen, dass sie Millionen verdienen und dann kriegen die Schwerstbehinderten ja auch noch Rente, das geht ja gar nicht.

    Viele Grüße,
    Moppi

  3. Miriam sagt:

    Hej Isabelle, danke für den Artikel!
    Kann ich alles so gut nachvollziehen. Ich bin selbstständig und habe vor 8 Monaten meine Tochter bekommen. Vom Krankentagegeld wollte die Debeka in meinem Fall auch nichts wissen. Lächerlich.
    Riesen Hebammen-Fan bin ich jetzt auch und regelmäßig schockiert, wie mies dieser Berufsstand behandelt wird.
    Wie du denke ich häufig: Es ist Jammern auf hohem Niveau. Aber an so vielen Stellen fragt man sich, wie das sein kann. Wem von Politikseite Türen geöffnet oder vor der Nase zugeschlagen werden…
    Ich wünsche dir und deiner Familie auf jeden Fall alles Gute! Und alle Daumen hoch für deinen Blog 🙂 Hat mir schon häufig den Tag verbessert.
    Liebe Grüße, Miriam

  4. ventilierpartikel sagt:

    Kann alles nur bestätigen. Vor 18 Jahren war es noch schwieriger und ein Lohnausgleich in weiter Ferne.
    Und wenn man dann auch noch sagt, man will arbeiten gehen, dann gehen alles Türen zu. Frauen wollen doch alles 24 Stunden ums Kind herum tanzen, oder etwa nicht?
    (sorry, konnte mir die Ironie nicht verkneifen)

    Jeder soll doch am besten wo leben dürfen, wie er mag ohne Steine im Weg zu haben. Davon sind wir noch sehr, sehr weit entfernt.

    Es grüßt
    eine Hebamme

  5. Reyfakt sagt:

    Sehr guter Beitrag 🙂 Gefällt mir richtig gut, dass mit dem Mutterschutz war mir noch gar nicht bekannt und ist echt eine Sache das selbstständige, den Mutterschutz nicht in Anspruch nehmen dürfen. ECHT EINE FRECHEIT! Ich hoffe aber auch, dass du diese Zeit gut überstanden hast 🙂 ! Super Beitrag 🙂 Sehr informativ 🙂

    Liebe Grüße
    Reyfakt vom Blog des Lebens

  6. Laut sagt:

    Wow, danke für diesen Artikel, er macht zwar nicht gerade Hoffnung für mich als Selbständige, aber zumindest sprichst du offen das Thema mit all seinen Problemen aus und nur so kann sich überhaupt etwas ändern… In Zukunft. Hoffentlich!

  7. Susann sagt:

    DANKE!!! Toller Artikel, genau diese Gedanken mache ich mir auch schon seit längerem, und eine Lösung scheint es nicht zu geben! Wir haben hier im “Osten“ zwar mehr Kita-Plätze, aber Betreuung von unter 1jährigen gibt es da auch nicht. Und dann nur die ungläubige Frage: Welche Mutter will ihr Kind denn schon so früh abgeben und wieder arbeiten? Momentan betrifft mich das Thema noch nicht, aber ich finde auch, dass sich die Politik dem unbedingt annehmen muss! Denn wir sorgen ja nicht nur für uns, sondern auch unsere Familien und z.T. auch Angestellte!

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