So definierst du deine Zielgruppe richtig

So definierst du deine ideale Zielgruppe

Als ich meinen ersten Blog hatte (ein Sport-Blog), wusste ich nicht, für wen ich schreibe. Ich saß einfach vor meinem Laptop und tippte fleißig Artikel. Dabei dachte ich immer „Ach, irgendjemanden wird das schon interessieren, schließlich sind das gute Artikel. Und das mit der Zielgruppe ist Quatsch, da schränke ich mich doch nur ein!“. Was ich heute weiß: Das war ein riesiger Fehler!

Damals postete ich auf Facebook und Twitter nicht nur unregelmäßig, sondern auch kunterbunt, so wie ich gerade Lust hatte und was mir gefiel. Mein damaliges Motto war: Je breiter das Thema, desto mehr Leute erreiche ich damit.

Heute weiß ich, dass man ohne die ideale Zielgruppe zu definieren und vor allem zu kennen, unglaublich viel Zeit und Potential verschenkt! Es ist ja auch nicht so, dass ich früher noch nie etwas von diesem Thema gehört hätte, aber ich habe es für meinen Blog einfach nicht ernst genommen. Ich bin ganz plump davon ausgegangen, dass „Frauen und Männer, die sich für Sport interessieren“ zielgruppendefiniert genug sei. Die Erfahrung hat gezeigt: Nein, ist es leider nicht 😉

Und das gilt nicht nur für einen Blog, sondern natürlich vor allem für dein Business!

Wie möchtest du deine idealen Kunden ansprechen und für dich gewinnen, wenn du überhaupt nicht weißt, wer das ist? Wie möchtest du dein Angebot auf deine Zielgruppe abstimmen? Wie möchtest du deine Social Media Strategie und deine Werbung ausrichten, wenn du nicht weißt, für wen sie ist?

Um meine Zielgruppe ideal zu definieren, habe ich mich als erstes gefragt:

„Wer bin ich und was will ich?“

Diese Frage klingt erstmal seltsam und scheint nicht so richtig zum eigentlichen Thema zu passen. Schließlich geht es um die Zielgruppe. ABER: Wenn du nicht weißt, was zu dir und deinem Business passt, was und wohin du wirklich damit willst, finde ich es auch schwierig, eine Zielgruppe zu definieren.

Mir würde es zum Beispiel unglaublich schwer fallen, mit einer Sorte Mensch zusammen zu arbeiten, mit der ich grundsätzlich weder etwas anfangen kann, noch die Sympathie stimmt. Klar, hat man immer mal wieder einen Kunden, mit dem man nicht so gut kann. Da heißt es dann Augen zu und durch. Aber das ist eine Ausnahme und nicht die Regel.

In Bezug auf Fräulein i. und den Bereich Online-Marketing bezogen, war für mich nach einiger Zeit klar, dass ich mich auf Existenzgründer, Selbstständige und kleine Unternehmen spezialisieren möchte. Und mein Angebot für Frauen ausrichte.

Wie ich darauf gekommen bin? Ich habe mich sehr lange im Internet umgesehen, habe mir Seiten abgespeichert, die mir gefallen haben und deren Inhalt mich angesprochen hat. Das merkst du ganz einfach, wenn du denkst: „Wow, ja das ist es“. Diese nahm ich als Basis und entwickelte das Angebot nach meinen Vorstellungen weiter.

Wenn du diesen Schritt erfolgreich abgehakt hast, geht es weiter:

„Wie sieht meine ideale Zielgruppe aus?“

Jetzt geht es darum, deine ideale Zielgruppe zu definieren.

Was gefällt meiner Zielgruppe?
Modern, retro, klassisch, …

Wofür interessiert sie sich?
Für Familie und Kinder, Sport, Karriere, Backen etc.?

Wie lebt sie?
In der Stadt, auf dem Land, in einer Wohnung, in einem Haus?

In welchem Alter ist sie?
Zwischen 18 und 25 oder eher 30-50?

Wie und wo arbeiten sie?
Als Angestellte, Selbstständige, in großen oder kleinen Unternehmen?

Stelle dir vor, wie diese Person sein könnte, als ob es eine reale Person wäre. Einfach allgemeine Dinge, die dir dabei helfen, deine perfekte Kundin, oder Kunden klarer vor Augen zu haben. Wenn du später einmal Werbung machst – online oder offline – dann wird dir diese Analyse extrem weiterhelfen, glaub mir! Auch wenn du dir bei Auftragsanfragen unsicher bist (eigentlich brauchst du das Geld, aber irgendwie passt das nicht so richtig), kannst du immer wieder auf diesen „Spickzettel“ zurückgreifen.

„Wie erreiche ich meine Zielgruppe?“

Wenn du weißt, wer deine Zielgruppe ist, musst du diese natürlich auch irgendwie erreichen. Sonst wird der Rubel nicht rollen. Du musst dir also als nächstes überlegen, wo du deine Kunden findest:

Ist sie viel im Internet und auf sozialen Kanälen unterwegs?
Ist sie bei Social-Media-Kanälen vertreten, aber auch offline (bei Messen, Kongressen, Veranstaltungen, Netzwerktreffen) häufig anzutreffen?
Ist es eine Zielgruppe, die mit dem Internet nicht viel anfangen kann?

Wenn du eine Zielgruppe hast, die im Internet unterwegs ist, solltest du dir auch Gedanken darüber machen, ob du sie eher auf Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Snapchat antriffst. Das ist wichtig zu wissen, denn danach solltest du deine Social Media Strategie ausrichten!

Ich bin dafür wie folgt vorgegangen:

Ich habe mir notiert, was meine 5 absoluten Lieblingsaccounts sind und perfekt zu meinem Konzept und meiner idealen Kundin passen. Dann habe ich geschaut, wer diesem Account folgt, kommentiert und Beiträge teilt. Diesen Profilen bin ich dann bei Twitter gefolgt, um überhaupt mal zu zeigen, dass es Fräulein i. und Frau Chefin gibt. Man könnte sagen, ich habe es über den Wink mit dem Zaunpfahl versucht 😉 Aber es hat gewirkt.

Nachdem ich einige Wochen nach dieser Strategie gearbeitet habe, wusste ich viel genauer, wer meine ideale Blogleserin, meine ideale Kundin und die perfekte Zielgruppe für Fräulein i. ist. Außerdem hatte ich sie noch bildlicher vor Augen. Mir geht es dabei wirklich nicht um das „Follower-Sammeln“ an sich (was ich übrigens total schwachsinnig finde…), sondern einfach darum, meine Zielgruppe genauer zu definieren.

Jetzt bist du dran: Kennst du deine ideale Zielgruppe? Wie hast du sie gefunden? Und welche Tricks hast du angewendet?
Frau Chefin
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Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
Frau Chefin
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