selbstständig und schwanger

Selbstständig und schwanger – so ist es wirklich

Irgendwann war der Tag da: Wir hielten einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Mein Mann war stolz und verkündete wissend “Siehst du, ich hab’s doch gewusst!” und ich war zerrissen zwischen rosaroter Freude auf das, was kommt und der plötzlich wahr werdenden Tatsache, dass ab diesem Tag alles anders wird. Doch wie anders, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen. Selbstständig und schwanger – wie ist das wirklich?

Eines vorweg: Der Titel ist natürlich etwas provokativ, denn jede Schwangerschaft ist anders und lässt sich nicht pauschalisieren. Was ich mit diesem Artikel möchte, ist dich für einige Dinge zu sensibilisieren, die auf dich zukommen können, über die du nachdenken und ja, auf die du vorbereitet sein solltest.

Meine Schwangerschaft war geplant. Wir haben uns informiert, vorbereitet und uns dann mit absoluter Überzeugung für ein Kind entschieden und haben diese Entscheidung auch keine Millisekunde bereut. Doch, was alle Ratgeber, Informationsseiten und Erfahrungsberichte erzählen, selbstständig und schwanger zu sein, ist doch etwas ganz anderes.

Vergiss Planungen, es kommt dann doch alles anders

Ich bin eine Person, die einfach sehr gerne plant. Ich habe meinen Spaß daran und eine Sicherheit. Außerdem beruhigt es meine wirren Gedanken, die mir gerne nachts durch den Kopf schwirren. Im Taumel rosaroter Vorstellungen machte ich mich dann an die Planung meiner Selbstständigkeit mit Schwangerschaft.

Grundlegend eine gute Idee, langfristig aber eine total bekloppte Idee! Natürlich wurde ich nicht schwanger, als es gerade in meinen Arbeitsplan passte 😉 Es dauerte Monate und klappte natürlich – danke Murphy – erst dann, als ich dachte “Oh, jetzt wäre es ein wenig ungünstig”.

Sprich, ich werde dann hochschwanger sein, wenn ich meinen größten Auftrag des Jahres habe. Der geht mir natürlich jetzt flöten. Während ich, als mir diese Tatsache bewusst wurde, noch unruhig geschlafen habe, habe ich mich mittlerweile damit abgefunden. Es gibt für mich einfach Dinge im Leben, die mir tausend Mal wichtiger sind, als ein Job – auch, wenn uns das Geld natürlich fehlen wird.

Selbstständig und Schwanger? Du kannst nicht so arbeiten, wie bisher

Bevor ich schwanger war, dachte ich, ich könnte einfach so weiterarbeiten, wie bisher. Bis man das Bäuchlein sieht, dauert es immerhin ein paar Monate (bei mir ganze fünf Monate) und bis dieser im Weg ist, noch länger. Vergiss es!

Auch wenn ich das riesige Glück hatte, dass ich nicht mit einer Schwangerschaftsübelkeit zu kämpfen hatte, war ich ab dem ersten Tag eingeschränkt. Ich habe seit Monaten kaum eine Nacht durchgeschlafen. Ich bin einfach nur müde, müde, müde. Nach zwei Wochen lief ich bereits auf dem Zahnfleisch, fragte mich, wie ich das die nächsten Jahre durchhalten sollte, wurde mürrisch und ja, irgendwie ist meine Stressresistenz enorm gesunken. Zumindest habe ich das Gefühl, dass es so ist. Was bei meinem Job als Tontechnikerin echt sau doof ist.

Die kleinste Kleinigkeit bringt mich auf die Palme, plötzlich ist alles persönlich und jeder Arbeitstag, der länger als acht Stunden geht, ist echt anstrengend. Auch wenn das vielleicht jämmerlich und komisch klingen mag: Aber nachmittags könnte ich im Stehen einschlafen und abends muss ich mich schwer konzentrieren, nicht während des Arbeitens einzuschlafen. Der Job, der mir vor der Schwangerschaft noch Spaß und Freude machte, wurde von heute auf morgen zur Belastung und ja, oftmals auch zur Quälerei.

Und dann gibt es da noch diesen Zwiespalt…

…in dem man sich befindet: Einerseits ist man schwanger und weiß, dass man bestimmte Dinge nicht tun sollte. Andererseits hat man im Hinterkopf diese 12-Wochen-Frist, in der noch viel schief gehen kann und weshalb die Auftraggeber noch nicht wissen, dass man schwanger ist.

Ich dachte dann oft: Zurücknehmen ja, weil schwanger. Zurücknehmen ja, weil sowieso fix und fertig wegen Schlafmangel. Aber alles bitte nur so, dass es nicht auffällt. Und glaub mir, man bildet sich da plötzlich Sachen ein…

Kommt es nur mir so vor, oder bin ich plötzlich langsamer geworden? Merkt jemand, dass ich fünf Mal öfter laufe, statt alles auf einmal zu schleppen? Sieht jemand, dass ich einfach nur müde bin und könnte dann komische Fragen stellen? Merkt jemand, dass ich mich beim Feierabendbier mit irgendwelchen Gründen aus dem Geschehen verabschiede? Und was mache ich, wenn ich etwas wirklich nicht machen kann?

Das muss bei dir natürlich nicht so sein und ist definitiv auch von deinen Aufgaben abhängig, aber ich hab mir da anfangs echt einen mega Kopf gemacht 😉

Gute Ratschläge nerven

Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich von Freunden, Bekannten und fast Fremden tolle Ratschläge bekommen habe. Sprüche wie:

“Du solltest weniger arbeiten, schließlich bist du schwanger!” – ich arbeite schon weniger, aber ich kann als Selbstständige nicht neun Monate kein Geld verdienen.

“Dann mach doch einfach Urlaub!” – klingt einfach, geht aber nicht so einfach. Schließlich gibt es Verträge und Verbindlichkeiten.

“Es gibt doch Mutterschutz!” – haha, sehr guter Witz. Nicht für Selbstständige!

“Dann lass dich doch krankschreiben!” – der war echt gut…

Ich weiß, dass all diese Ratschläge gut gemeint sind und nunmal auf eigenen Erfahrungen oder Wissen basieren, dennoch kommt mit fortschreitenden Monaten bei mir immer mehr Gegrummel im Magen auf, wenn ich einen der obigen Ratschläge höre. Ich meine es nicht böse und will hier auch nicht als undankbar rüberkommen, aber jede Schwangerschaft, jedes Kind, jedes Umfeld und auch jede Selbstständigkeit ist anders. Und da gelten nunmal auch andere Regeln und auch andere Rechte.

Es wird der Tag kommen, da stellst du alles in Frage

So war das zumindest bei mir. Plötzlich denkst du, du ernährst dich falsch, die Wohnung ist zu klein, du hast das Gefühl, dass dein Job nicht mehr der richtige ist, ist überhaupt Selbstständigkeit noch das Richtige? Die Pläne, die du hattest, kommen dir wahnsinnig und naiv vor und du wirst denken, es ist vorbei mit deinen Plänen und dein Leben ist eine Baustelle. Deine Prioritäten werden sich anfangs unmerklich, später deutlicher verschieben.

Wenn es bei dir so ist, wie bei mir, wirst du zwischendurch in einer rosaroten Wolke des totalen Glücks schweben, die dich gedanklich auf eine andere Ebene hebt und alltägliche Dinge seltsamerweise komplett ausblenden wird. Du schaltest ganz langsam in einen anderen Modus 😉

Und dann gibt es noch die Auftraggeber

Die natürlich irgendwann von unserem Glück und in gewisser Weise ihrem Unglück erfahren sollten. Ein Punkt, der mir definitiv nicht leicht fiel. Schnell teilte sich das Lager in zwei Hälften:

Während sich die eine Seite für uns freute und einfach nur nach unserer Planung und meiner Verfügbarkeit fragte, gab es leider auch die andere Seite.

Diese regte sich auf und fragte mich ernsthaft, warum wir nicht besser verhütet hätten und wir nicht haben besser planen können, so dass die Projekte nicht gefährdet seien. Ich denke, ich brauche an dieser Stelle nicht näher ausführen, dass ich nicht nur bis heute stinksauer bin, sondern auch den restlichen Abend geheult habe.

Das muss natürlich nicht so sein, kann aber. Und darauf solltest du vorbereitet sein.

Und nun?

Ich finde diesen ganzen Tumult, die Umbrüche, denen ich begegne und die ganze Zeit an sich sehr aufregend – aufregender, als ich es mir je vorgestellt habe. Aber, solltest du auch einen Kinderwunsch haben, sollte dir bewusst sein: Selbstständig und schwanger zu sein ist kein Spaziergang.

Jede Schwangerschaft ist natürlich anders, und meine Schilderungen sind auch davon abhängig, in welcher Branche und in welchem Bereich du tätig bist. Vielleicht hast du auch diese Probleme nicht, dafür ganz andere. Ich möchte dich allerdings für diese Punkte sensibilisieren. Ich hatte leider keine selbstständige Freundin oder Bekannte, die ich alles im Vertrauen hätte fragen können.

Man muss individuell für sich entscheiden, was man möchte und ausprobieren, was bei einem persönlich funktioniert. Und bei uns Selbstständigen ist nunmal so manches anders während dieser besonderen Zeit, als das bei Angestellten ist. Wir sollten uns im Vorfeld und müssen uns während dieser Zeit andere Fragen stellen, anders planen und oft auch anders handeln. Aber die Erfahrung ist dafür einzigartig und eine ganz besondere :)

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Frau Chefin
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Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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16 Gedanken zu “Selbstständig und schwanger – so ist es wirklich

  1. cornelia Kapsitz schreibt:

    Hallo Isabell,

    ich hab gerade soooo lachen müssen. DEN Artikel hätt ich schreiben können, Du sprichst mir SOOOO aus der Seele. U.A. die ganzen Ungewissheiten wie, was, wann, und warum???
    Ja, ich bin auch selbständig und in den Medien. Ich bin momentan mitte 4ter Monat und am Rätseln wie ich weitermache. Die letzten Wochen war ich einfach ausgezapt, da ging gar nix.
    Aber nur von zuhause aus arbeiten? Boooaah, ich sterbe in dieser Iso-Haft…

    So, und weil das nicht reicht, kommt jetzt zu dem ganzen Mist auch vermutlich noch ein Hauskauf inkl Umbau dazu… Aha.
    Fassen wir zusammen: schwanger, selbständig (mein Mann übrigens auch), Hauskauf und Umbau, Umzug, und weitere Planung mit Selbständigkeit. Is klar…

    Ich freue mich drauf, weiterhin von Dir zu lesen. Infos über werdende Mütter in Festanstellung gibt es haufenweise. Aber selbständige werdende Mütter? Ganz wenig Info wie die was geregelt und organisiert haben. Aber wir sind ja nicht die Einzigen (und auch nicht die Ersten und auch nicht die Letzten) die selbständig und schwanger sind. Wir müssen das Rad also nicht täglich neu erfinden.

    LG;
    Conny

  2. Dany schreibt:

    Wow, ein richtiger toller und vor allem ehrlicher Beitrag. Bei uns dauert es noch bis zur gewollten Schwangerschaft, da wir erst die richtigen 4-Wände quasi ein Nest finden wollen. Ich möchte auf keinen Fall in einer 1-Raum Whg Schwanger werden. Aber zum sparen und Wünsche erfüllen war es eine gute Entscheidung. Ich kann mir so gut vorstellen wie es dir geht auch wenn ich nicht Selbstständig bin und ich ziehe meinen Hut vor dir. Vor Euch! Weil ich eben auch immer gern einen Plan und Sicherheit habe, bin und bleibe ich in meiner Festanstellung. Zumindest Vorerst. Auch die Gefühle und was sich alles verändert ist sehr spannend zu lesen und auch wenn ich etwas Angst davor habe, das es vor allem für meinen Mann hart werden könnte.

    Liebe Grüße und weiterhin viel Kraft

    Dany

    http://www.danyalacarte.de

    • Frau Chefin schreibt:

      Liebe Dany,

      so wie wir uns als Frau von heute auf morgen neuen Herausforderungen stellen müssen, so wird auch der Mann nach und nach seiner neuen Verantwortung bewusst und diese meistern. Das wird schon :)

      Danke für deine lieben Worte und dein Kraftpaket, das du mir geschickt hast!
      Liebe Grüße
      Isabelle

  3. Hanna schreibt:

    Hallo Isabelle,

    unglaublich cool das ich so einen Bericht finde, jetzt da ich mich in der 6 SSW befinde und nächste Woche auf große Deutschlandtour aufbreche.
    Danke für die ehrlichen Worte. Vielleicht sind wir uns ja schon einmal auf der ein oder anderen Baustelle über den Weg gelaufen… Du weißt ja: Das Business ist klein…
    Ich bin VA-Technikerin und seit 2012 Selbständig in der Branche unterwegs.
    Jetzt bin ich, wie oben bereits gesagt, in der 6 SSW und mache mir Gedanken über das was jetzt auf mich zu kommt. Noch habe ich Glück und bin weder müde noch hab ich andere “Symptome”.
    Hui… die Spannung steigt. Wie die Arbeit wohl wird( immerhin beinahe zwei Monate Rock n Roll ) !?!?.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück/Spaß auf den VA’s (wenn noch welche ausstehen) und natürlich auch, über den Job hinaus, alles Gute.

    LG

    Hanna

    • Frau Chefin schreibt:

      Hallo Hanna,

      das ist ja ein toller Zufall! Ich wünsche dir jetzt schon alles Gute für deine Schwangerschaft :)
      Ich werde auf jeden Fall weiter berichten, wie das dann ist mit Kind 😉

      Veranstaltungen stehen noch viele an. Gönne mir nur die letzten vier Wochen eine Pause, ansonsten arbeite ich voll. Allerdings habe ich mir mittlerweile den “Luxus” eingeräumt, nicht mehr 15-Stunden-Tage zu machen und Kisten zu schleppen. Also Rock ‘n’ Roll ist nicht mehr – aber du hast noch Zeit, bis es bei dir so weit ist 😉

      Ich drücke dir alle Daumen und freue mich, mehr von dir zu lesen!
      Liebe Grüße
      Isabelle

  4. Bettina schreibt:

    Hallo liebe Isabelle,

    zuerst: Herzlichen Glückwunsch zu diesem Wunder :) Noch eine ganz tolle Schwangerschaft mit ganz viel Freude!

    Ich habe etwas Ähnliches erlebt. Ich war gerade 4 Wochen komplett selbstständig, als ich erfuhr, dass ich schwnger bin. Der Kleine war geplant, aber es ging trotzdem echt schnell :)
    Die Schwangerschaft verlief prima und ich konnte auch bis zum Ende relativ gut arbeiten. Meinen Kunden gegenüber war ich offen und das funktioniert bis heute gut.
    Am 1. Oktober 2016 kam dann mein Sohn zur Welt Und so sehr ich meinen Job liebe, so sehr steht dieser momentan hinten an – ich komme weit weniger zum Arbeiten, als ich vorher gedacht habe 😮
    Seitdem läuft die Zeit durchaus anders und man kommt gerade in den ersten Monaten quasi zu fast nix anderem 😉

    Ich wünsche dir eine super schöne Zeit und ich bin gespannt, mehr von dir zu lesen, wenn es bei dir soweit ist!

    Viele liebe Grüße
    Bettina

    • Frau Chefin schreibt:

      Liebe Bettina,

      ich bin jetzt schon extrem gespannt, was da auf mich zukommt. Ich gehe erstmal von einer turbulenten Zeit aus. Das verrückte ist: 9 Monate sind scheinbar lange, aber nicht, wenn man Selbstständig ist und eine gefühlt unendliche Liste noch abhaken will, bevor das Baby da ist 😀

      Ich werde dich bzw. euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten und erzählen, wie es so bei mir ist, die Selbstständigkeit mit Kind :)

      Viele liebe Grüße
      Isabelle

  5. Katrin schreibt:

    Liebe Isabelle, auch herzlichen Glückwunsch von mir! Bei mir ist es auch soweit und ich habe auch darüber geschrieben: https://www.workinprocess.de/blog/post/257-gerade-gegruendet-und-ploetzlich-schwanger/ Es kommt eben wann es kommen mag, und nicht dann, wann es einem gerade in den Plan passt. Trotzdem wird diese Erfahrung uns beide und sicher alle selbstständigen Frauen sicherlich bereichern und uns ganz neue Seiten und Kräfte kennenlernen lassen. Alles Gute!

    • Frau Chefin schreibt:

      Liebe Katrin,

      das wird auf jeden Fall ein großes Abenteuer für uns. Ein Abenteuer, das nicht nur unsere Selbstständigkeit beeinflusst, sondern bestimmt auch verändern wird. Ich bin gespannt, was auf dich und mich zukommt :)

      Auch dir wünsche ich alles Gute!
      Liebe Grüße
      Isabelle

  6. fräulein s. schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch!!
    Nein, Schwangerschaft an sich ist schon kein Spaziergang (auch wenn es “nur” die üblichen kleinen Wehwehchen und emotionalen Auf und Abs sind, die einen plagen) – und dann auch noch selbständig. Also erstmal: Hut ab und ganz, ganz viel Kraft!
    Seit einiger Zeit lese ich mal hier und mal dort bei Frau Chefin rein und finde es toll, dass Du sehr ehrlich Themen ansprichst, die z.B. auch das Privatleben berühren und die eben sonst in dem Zusammenhang Selbständigkeit meist nicht gesagt werden.
    Ich wäge dann zwischendurch immer wieder für mich ab, ob ich für die Selbständigkeit gemacht bin oder nicht. Vor kurzem eine neue (befristete) Anstellung nach Babypause angenommen, ist die ganze Job-Geschichte jetzt zwar erstmal “in trockenen Tüchern”, aber irgendwie steht die Frage für mich immernoch im Raum. Auch in meinem Job ist ein Freelance-Dasein nicht unüblich, daher wäre ich jetzt auch ohne weiteres irgendwo rein gerutscht. Aber ich hatte zu viel Schiss, da mein Mann auch selbständig ist und jetzt mit zwei kleinen Kindern und dann im Winter dieses Ständig-krank-sein – da hab’ ich dann doch aus Angst wieder Bewerbungen geschrieben. Und nun hänge ich wieder da… mit so vielen festgefahrenen Abläufen, die ich nicht nachvollziehen kann und so vielen unnötigen Freigabeschleifen der Hierarchie-Ebenen, bei denen ich denke: Beschäftigungstherapie. Und und und. Aber für den selbständigen Weg fehlt mir wohl irgendwie der Mut.
    Was ich auch damit sagen möchte: Es könnte genau richtig sein, dass Du erst jetzt Mutter wirst, wo Du schon richtig “drin” bist im Markt mit Deinem Unternehmen. Ich habe oft das Gefühl, ich wage als Mutter nicht mehr so viel wie vorher – was mich dann wiederum noch mehr ausbremst…
    Ich wünsche Dir, dass Du Dir den Drang zur Selbstverwirklichung bewahrst :-)

    • Frau Chefin schreibt:

      Vielen lieben Dank für deine persönlichen Worte und den Einblick in deine Gedankenwelt :)
      Zugegeben, es ist natürlich viiiiel einfacher sich selbstständig zu machen, wenn man keine Kinder hat. Insofern bin ich sehr froh, dass ich den Mut damals aufbrachte und meine Selbstständigkeit in Ruhe aufbauen konnte. Allerdings sehe ich auch eine Chance darin, selbstständig und Mutter zu sein – und auch in dieser Zeit zu gründen. So viel Flexibilität bietet dir keine Festanstellung. Die Sache mit dem Kranksein ist natürlich doof (für jeden), aber sollte meiner Meinung nach kein Hauptgrund sein, nicht den Schritt zu wagen :)

      Ps: Ich werde mein allerbestes geben, meinen Drang zur Selbstverwirklichung zu bewahren, versprochen :) Und deine gesendete Kraft kann ich sehr gut gebrauchen! Danke!

  7. Beatrice S. Dürr schreibt:

    Toller Beiträg. Gratulation zur Schwangerschaft.
    Ich bin auch selbstständig und bei mir kommt noch dazu, es ist sehr speziell und vieles gibt es so noch nicht auf dem Markt, was die Arbeit daran vervielfältigt. Ich möchte später auch ein Baby, allerdings denke ich momentan noch nicht so viel darüber nach weil ich auch glaube, das es gerade bei mir einfacher ist. Mit einer Schwangeeschaft ändert sich bei mir auch die Clientele. Alles halb so schlimm, hoff ich mal :)

    Ich wünsche dir alles Liebe und das alles so läuft wie du es dir wünscht. Liebe Grüße
    Beatrice alias Bride Inside

    • Frau Chefin schreibt:

      Hallo Beatrice,

      vielen, vielen Dank für deine Glückwünsche :) Wir haben ein gutes Gefühl und hoffen, dass es so bleibt 😉
      Ich denke, vieles wird sich ergeben und entwickeln, dennoch ist es ganz gut, wenn man auf so manches vorbereitet ist.

      Liebe Grüße
      Isabelle

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