Crowdfunding

Crowdfunding: Geht das? Ein Selbstversuch

Crowdfunding. Ob Startups, Kreative, oder einzigartige Ideen, man hört immer öfter davon, dass Projekte durch die Crowd möglich wurden. Doch, was ist Crowdfunding eigentlich? Wie funktioniert es? Und ist es tatsächlich so einfach, ein Projekt damit zu finanzieren? Ich wagte einen Selbstversuch und machte erstaunliche Entdeckungen.

Ich war neugierig. Dieses Myterium namens Crowdfunding kursierte wöchentlich in meinem Mailverkehr. Von einigen Plattformen wurde ich speziell über Frau Chefin dazu aufgerufen, eine Kampagne zu starten, mitzumachen und unglaubliches zu erreichen. Ich war skeptisch. Und ich bin es immer noch. Trotzdem war meine Neugierde geweckt. Warum es also nicht einfach mal versuchen?

Was ist Crowdfunding eigentlich?

Zur Verdeutlichung habe ich dir hier eine Infografik:

Crowdfunding German Stg_3

Crowdfunding German Stg_3

Die ersten Schritte – Ich lege mein Profil an

Ich entschied mich für eine der führenden Crowdfunding-Plattformen in Deutschland und meldete mich an. Als Erstes musste ich mich für ein Crowdfunding-Modell entscheiden. Dafür stehen insgesamt vier Modelle zur Auswahl:

Crowdfunding Modelle

Ich entschied mich für das Modell “Crowddonation”. Erstmal auf Nummer sicher gehen und mich langsam rantasten.

Auch die ersten Hürden ließen sich schnell und einfach meistern, bis ich mein Profil bestätigt hatte. Damit fing das Dilemma an. Bevor ein Projekt startet, muss man unzählige einzelne Schritte befolgen, ausfüllen, sich unglaublich viel überlegen, Daten rauskramen, angeben und zum Teil erstmal von Behörden anfordern. Für den ersten Teil benötigte ich bereits fast zwei Stunden – und wegen fehlender Daten, konnte mein Projekt immer noch nicht online gehen.

Zugegeben, einerseits ist das natürlich durchaus sinnvoll, andererseits verlor ich an diesem Punkt bereits die Motivation. Nur für das Anlegen eines Projektes geht meiner Meinung nach unglaublich viel Zeit verloren und im schlimmsten Fall kommt die angestrebte Summe nicht zusammen und das Projekt scheitert.

Warten, warten, warten

Also wartete ich erstmal. Auf fehlende Daten. Auf die notwendige Motivation. Auf besseres Wetter. Als eine Woche später auch diese Hürde gemeistert war, war ich unglaublich erleichtert und dachte, dass es nun endlich losgeht. Dass das Wunder geschehe und meine winzige Summe von gerade mal 200 Euro zusammenkommen würde. Ich drückte alle fünf Minuten F5, um das Wunder auf gar keinen Fall zu verpassen. Doch es passierte…nichts…

Auch zwei Tage später hatte ich noch keinen einzigen Euronen zusammen. Scheinbar war niemand an meinem Projekt interessiert. Vielleicht hatte ich es falsch beworben? Vielleicht war der Text nicht gut genug, das Bild nicht ansprechend, oder mein Projekt einfach nicht massentauglich?

Um einer möglichen Pleite entgegenzuwirken, befolgte ich nun akribisch die Tipps für erfolgreiches Crowdfunding:

Crowdfunding Tipps

Ende des Projekts – Was hat es gebracht?

Irgendwann war die Kampagnenlaufzeit ausgelaufen und die Summe ist nicht zusammengekommen. Einerseits war das natürlich total ärgerlich, da ich bereits mehrere Stunden dafür investiert hatte. Andererseits war es auch eine Erfahrung, die ich gemacht habe und damit abhake.

Statt Geld, habe ich allerdings eine Sache bekomme – und die nicht selten: Ich habe von anderen Projekten Anfragen bekommen, dass sie meines total super fänden und ich ihres doch bitte unterstützen solle…

Crowdfunding: Mein Resume

Im Großen und Ganzen war es für mich eine Erfahrung, die ich mit gemischten Gefühlen verbuche. Den Grundgedanken finde ich toll, die Hürden, die man allerdings überwinden muss, sind demotivierend. Insgesamt kann man sagen: Man muss viel Zeit und Geduld mitbringen und sollte sich ein massentaugliches Projekt aussuchen, wenn es wirklich erfolgversprechend sein soll.


Passend zum Thema, habe ich vor kurzem diese wirklich tollen Übersichten von Viking kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, die alle wichtigen Punkte von Crowdfunding verdeutlichen. Da ich begeistert davon bin und ich sie euch nicht vorenthalten wollte, habe ich sie hier als Ergänzung zu meinem Artikel eingepflegt. Und nein, es handelt sich dabei nicht um Werbung :)

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Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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2 Gedanken zu “Crowdfunding: Geht das? Ein Selbstversuch

  1. Katja schreibt:

    Crowdfunding kann eine tolle Finanzierungsalternative sien. Mit der richtigen Idee haben sich in der Vergangenheit schon tolle Projekte realisieren lassen. Kein Wunder, dass mittlerweile immer mehr Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen darauf zurückgreifen.

  2. Conny Wriedt schreibt:

    Coole Zusammenfassung, das gibt es echt nichts zu meckern. Jetzt sehe ich da endlich durch.

    Ich würde aber zugern wissen, was dein Projekt war. Irgendwie hab ich das überlesen oder du hast es nicht verraten.

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