Social-Media-Kanal

Welcher Social-Media-Kanal passt zu deinem Business?

Social Media ist und bleibt für Gründerinnen und Selbstständige ein wichtiges Marketinginstrument. Das Schöne daran: Du kannst dich kostenlos anmelden, die Bedienung ist einfach und mit ein paar Tricks, kannst du deine Posts automatisieren und statistisch auswerten. Quasi ein Allroundtalent. Doch welcher Social-Media-Kanal passt zu deinem Unternehmen?

Mittlerweile gibt es so viele Social-Media-Plattformen, dass man fast den Überblick verlieren könnte. Neben den alten Bekannten Facebook und Twitter, reihen sich Instagram, Pinterest, Snapchat, Google +, Flickr, Tumblr, Xing, YouTube und Vimeo. Um nur die wichtigsten zu nennen.

Jedes Netzwerk, das neu aus dem Boden schießt, soll DIE Plattform für unser Marketing 3.0 sein. Uns werden noch größere Möglichkeiten, mehr Reichweite und unglaubliche Erfolge versprochen.

Doch eine Sache wird dabei gerne vergessen: Wir sind oftmals Einzelkämpferinnen und haben keine mehrköpfige Social-Media-Abteilung im Hintergrund, die uns die Arbeit abnimmt. Wir müssen in der Regel unser Marketing selbst machen – und das neben unserem Kerngeschäft.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass du dir gleich zu Beginn darüber Gedanken machst, auf welchen Plattformen du für dich dein größtes Potenzial siehst und dich dann auf zwei, maximal drei Social-Media-Kanäle beschränkst.

Aber zuerst sollten wir uns eine Übersicht verschaffen und dazu einen Blick werfen auf die

Einteilung der wichtigsten Social-Media-Kanäle nach ihrer Art:

  • Zu den sozialen Beziehungsnetzwerken zählen: Facebook und Google +
  • Als soziale Bildnetzwerke werden bezeichnet: Instagram, Pinterest, Snapchat, Flickr
  • Mit wenig Zeichen viel erreichen? Dafür gibt es Blogging-Netzwerke: Twitter, Tumblr
  • Wenn’s professionell sein muss, gibt’s diese Business-Netzwerke: Xing, LinkedIn
  • Bewegtbild und Ton? Dafür gibt’s Video-Netzwerke: YouTube, Vimeo

 

Mit welchem Kanal kannst du welche Ziele verfolgen?

Facebook

Facebook ist nach wie vor an der Spitze der meistgenutzten Netzwerke und dort tummeln sich damit auch die meisten deiner potenziellen Kunden. Facebook ist optimal geeignet für eine Kommunikation zwischen Unternehmen und Privatpersonen. Du kannst in Echtzeit Lob, Kritik und Erfahrungen austauschen und per Text, Bild sowie Video kommunizieren und so deine Kundenbindung stärken.

Was hier jedoch nicht funktioniert: Deine Seite mit austauschbaren PR-Maßnahmen befüllen, die nicht auf das Medium abgestimmt sind. Austauschbare Texte ohne persönliche Ansprache gehen in der bunten Facebook-Welt ganz schnell unter.

Wer sollte Facebook nutzen?

Facebook ist vor allem für Selbstständige geeignet, die ein Produkt oder eine Dienstleistung an Privatkunden verkaufen wollen. Sie profitieren von der hohen Nutzerzahl und der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten.

 

Google +

Über Google+ kann ich leider wenig sagen, da ich dort keinen Account habe. Ich versuche es hier mal:

Bisher haben sich recht wenige Endkunden bei Google+ eingefunden, dafür tummeln sich dort umso mehr Branchenpartner und Medienvertreter. Für Online-Unternehmer, denen das Google-Ranking wichtig ist, bietet das Netzwerk einen großen Vorteil: Auf Google+-Seiten enthaltene Inhalte werden von Googles Suchmaschinen besser gefunden und dadurch bevorzugt behandelt.

Wer sollte Google+ nutzen?

Online-Unternehmerinnen, denen das Google-Ranking unglaublich wichtig ist, sollten einen genaueren Blick darauf werfen.

 

Instagram

…ist DAS Portal für Bilder Mit mehr als 4 Millionen aktiven Nutzern in Deutschland hat sich der Micro-Blog für Fotos und Videos zu einem der bekanntesten Social Networks entwickelt.

Seit einiger Zeit ist auch das Werben auf Instagram möglich. Wobei du auch bei diesem Portal eher Endkunden als Businesskunden erreichst.

Wer sollte Instagram nutzen?

Wenn du es liebst, eindrucksvolle Bilder von dir und deinem Business online zu stellen, diese mit den passenden Hashtags versiehst und so deine Kunden auf dich aufmerksam machst, ist das Portal super geeignet.

 

Pinterest

Pinterest hat vor allem im vergangenen Jahr auch in Deutschland deutlich an Beliebtheit gewonnen. Schätzungen zufolge hat die Plattform über  3 Millionen aktive Nutzer in Deutschland – zwei Drittel davon sind Frauen. Gerade im Bereich Mode, Wohnen, Lebensmittel oder Reisen/Tourismus nutzen viele Pinterest als Inspirationsquelle. Durch den Aufbau als virtuelle Pinnwand, entspricht sie nicht den klassischen sozialen Netzwerken.

Grundsätzlich geht es bei Pinterest weniger um die Interaktion und die Kommunikation, sondern vielmehr um Kundenbindung und Stärkung der eigenen Marke.

Wer sollte Pinterest nutzen?

Pinterest ist super für Unternehmerinnen, die optisch ansprechende Produkte vermarkten und eine weibliche Zielgruppe haben.

 

Twitter

Über 140 Millionen aktive Nutzer verzeichnet der Kurznachrichtendienst. Twitter hat einen großen Vorteil: Du hast die Möglichkeit, kurze Nachrichten oder Links ganz schnell zu verbreiten. Wenn du die wenigen zur Verfügung stehenden Zeichen gut verpackst, kannst du für große Aufmerksamkeit sorgen.

Ein kleiner Nachteil: Twitter ist mehr oder weniger ein Echtzeitmedium. Das heißt: Innerhalb von wenigen Minuten kann dein Tweet in der Masse untergehen. Werbemöglichkeiten bietet das Twitter Advertising, das gesponserte Profile und Tweets als Werbemittel zur Verfügung stellt.

Wer sollte Twitter nutzen?

Wenn du regelmäßig kurze Nachrichten verbreiten möchtest, ohne sofort einen Artikel schreiben zu müssen, ist Twitter als unkompliziertes Kommunikationsinstrument geeignet.

 

Xing und LinkedIn

Xing und LinkedIn sind DIE Business-Netzwerke schlechthin und mittlerweile gehört es schon fast zum guten Ton, dort als Unternehmerin vertreten zu sein. Ich werde zum Beispiel regelmäßig von (zukünftigen) Auftraggebern dort gesucht, ein wenig ausspioniert und dann kontaktiert. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass mein Xing-Account vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit braucht, um Erfolge zu zeigen.

Auch wenn sich Xing vor allem als Recruitung-Plattform etabliert hat, kann man als Selbstständige in Gruppen Spezialthemen platzieren und mit Experten und Branchenmitgliedern ins Gespräch kommen.

Wer sollte Xing und Linkedin nutzen?

Die Business-Plattformen sind besonders gut für Selbstständige, die sich im professionellen Bereich als Unternehmerin zeigen wollen. Außerdem eignet sie sich wunderbar, um neue Mitarbeiter und Kooperationspartner zu finden.

 

YouTube

Youtube ist die wohl bekannteste und größte Video-Plattform mit einer unglaublichen Reichweite. Durchschnittlich werden pro Monat 6 Milliarden Stunden Videomaterial angeschaut. Allein in 1 Minute kommen 100 Stunden an neuem Material hinzu. Der Nachteil: Die Konkurrenz ist enorm.

Als Selbstständige solltest du hier besonders darauf achten, professionelle Videos zu erstellen, denn sonst gibt es schnell mehr schlechte Kommentare und Bewertungen, als du Erfolge verbuchen kannst.

Wer sollte Youtube nutzen?

Youtube ist gut geeignet, wenn du dich ohne Probleme vor die Kamera traust und bereitwillig in gutes und notwendiges Equipment investieren möchtest. Ein wenig technisches Geschick, ein Gespür für Bild und Ton und ein versierter Umgang mit einer Schnittsoftware sind notwendig.

 

Welcher Social-Media-Kanal passt nun zu meinem Business?

Fakt ist, du musst und kannst nicht alle Kanäle gleichzeitig bespielen. Je nach Größe deiner Firma, deiner Branche, in der du tätig bist, deiner Zielgruppe und deinen Zielen, die du mit deinen Social-Media-Maßnahmen verfolgst, sind unterschiedliche Kanäle gefragt und können passend zu deiner Strategie zusammengestellt werden.

 

Bei welchen sozialen Plattformen bist du vertreten?

 


Das ist der 1. Beitrag der neuen Reihe „Social-Media-Tipps für dein Business„. Ab sofort erscheint einmal monatlich ein Artikel in dieser Kategorie. Gefällt dir die Idee?

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Frau Chefin
Folge mir:

Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
Frau Chefin
Folge mir:

10 Gedanken zu „Welcher Social-Media-Kanal passt zu deinem Business?

  1. Mirjam sagt:

    Danke für die praktische Übersicht.
    Facebook ist gut für Werbung, wegen der tollen Targetierung.
    Twitter nutze ich gerne, um selbst an hochwertige Infos zu kommen – dort werden meiner Meinung nach mehr fachlich interessante Artikel geteilt.
    Bei Instagram habe ich das Gefühl, dass mehr Bots als echte Menschen unterwegs sind. Auch fehlt mir hier die Interaktivität durch Links.
    Und Google+ ist gut für b2b-Kontakte – weniger B2C.
    … Aber das meiste geht über Facebook – ist aber eine rein subjektive Einschätzung 🙂
    Ciao, Mirjam

  2. Linda S. sagt:

    Hallo,
    bisher sind wir noch gar nicht in den Sozialen Netzwerken präsent bzw. waren es mal, aber ein FB-Account, der nicht gepflegt wird, ist ja im Grunde nichts wert.
    Dann lieber keinen haben, als einen, der ein schlechtes Licht wirft.
    Leider haben wir kein so ansprechendes Produktportfolio, was sich mit ein paar hübschen Bildern gut präsentieren lässt, aber das wird einer der großen Aufgaben für die Zukunft sein.

    Weitere Ratschläge dazu wären aber auf jeden Fall hilfreich.

  3. Susi sagt:

    Schöner Artikel – wer sich als „Einzelkämpfer“ auf social media-Plattformen präsentiert, sollte schon sinnvoll auswählen. Nicht alles lässt sich ansprechend feeden. Ich selber nutze Instagram und mache auf LinkedIn und Xing die ersten Schritte – viel mehr soll es vorerst auch nicht werden.

  4. Veronika sagt:

    Danke für diesen schönen Überblick. Als Expertin für authentische Kommunikation höre ich von meinen KundInnen häufig, dass sie große Scheu vor den vielen Social Media-Kanälen haben. Angst, diese Tätigkeit würde so viel Zeit fressen, dass gar keine mehr für die tatsächliche Arbeit übrig bleiben würde. Abhilfe schafft – wie Du richtig beschreibst – eine gezielte Auswahl jener Kanäle, die zum jeweiligen Angebot (und zur Person!) passen. Weniger ist dabei mehr. Besser wenige mit Engagement und gutem Content betriebene Kanäle, als liebloses Befüllen aller möglichen. Wichtig finde ich auch herauszufinden, was einem besonders viel Freude macht, was einem „im Blut liegt“. Das kann durch mutiges Experimentieren festgestellt werden.Denn nur mit Freude und konsequentem Tun wird man den Marathon eines sinnvollen Business-Aufbaus via Social Media auch durchhalten können. Es wäre schade, diese Möglichkeiten nicht zu nützen.

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Veronika,

      du beschreibst einen sehr wichtigen Punkt, den ich in meinem 2. Artikel zum Thema „Social Media“ behandeln werde: Finde heraus, was dir Spaß macht und dir liegt. Dabei werde ich auch viel aus dem eigenen Nähkästchen plaudern.

      Viele Grüße
      Isabelle

      Ps: Der Name „Ohrenkaktus“ ist der Hammer!

  5. Susanne Amar sagt:

    Toller Artikel und die Idee dazu eine regelmäßige Serie zu schreiben, gefällt mir gut. Denn gerade zum Thema Social Media gibt es einen wahren Tsunami im Netz, der mich oft überflutet und überfordert. Daher bin ich für gezielte Infos immer sehr dankbar… Nutze übrigens Facebook und XING beständig, freunde mich langsam auch mit Google+ und LinkedIn an 🙂

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Susanne,

      vielen Dank! Ich freue mich, dass meine Idee zur regelmäßigen Serie gut ankommt 🙂
      Ich finde es auch immer total nervig, alle Informationen mühsam zusammenzutragen – und wenn ich das schon mache, dann auch gleich noch für euch 😉
      Gezielte Antworten auf gezielte Fragen, so soll das aussehen.

      Viele Grüße
      Isabelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.