Neid vergiftet unser Leben

Neid vergiftet das Leben

Oder: Was hat sie, was ich nicht habe?

Es ist doch immer wieder das Gleiche: Wir rackern uns einen ab und letztendlich macht doch jemand anderes das Rennen. Nun, dass Männer uns oft die Jobs vor der Nase wegschnappen, sind wir leider schon fast gewohnt, aber bei einer Frau sieht das schon anders aus. Dann werden die Krallen ausgefahren! Neid vergiftet unser Leben, aber muss das sein?

Es klingt übertrieben, aber es ist leider so. Und ja, auch ich habe diese Eigenschaft hin und wieder bei mir beobachtet. Während Männer für uns allgemein als Vorbilder gelten und – obwohl sie uns zum Teil Jobs wegschnappen – wir sie nicht als bedrohende Konkurrenz sehen, ist das bei Frauen anders. Da ist Schluss mit lustig. Neid macht sich breit. Frauen sind Konkurrenz, Nebenbuhlerinnen und Störenfriede. Und die Kollegin wird auf einen Schlag zur ernsthaften Bedrohung.

Die Kollegin mit dem gelangweilten Gesicht, die beim Arbeiten fast einschläft und auch noch ständig diskutiert, wird für einen Job gebucht und bekommt dazu auch noch einen Tagessatz, von dem wir träumen. Das geht mal gar nicht! Das ungute Gefühl von Neid macht sich zu hundert Prozent bemerkbar. Im gleichem Atemzug schmieden wir die wildesten Pläne, um den vermeintlichen Vorzug anderweitig wieder wett zu machen.

Das Problem daran: Wir bestrafen uns eigentlich gleich dreifach. Erstens empfinden wir die Welt und alle ihre Bewohner als hochgradig ungerecht. Zweitens sind wir im höchsten Maße neidisch und schlecht gelaunt. Und drittens verurteilen wir uns danach, weil wir uns für unsere eigenen Gefühle schämen. Kabämm!

Neid ist demnach nichts anderes als ein Zweifel an der Gerechtigkeit der Welt. und Neid vergiftet unser Leben und lässt unser Selbstbewusstsein schrumpfen.

Neid ist eine reale Gefahr für uns und kann sogar gefährlich werden. Zumindest, wenn er uns zu fürchterlichen Handlungen treibt. Wollen wir das? Bestimmt nicht.

Während wir also innerlich vor Wut kochen, sollten wir lieber darüber nachdenken, warum genau wir neidisch sind und jemand “unseren” Job weggeschnappt hat. Wenn also auch du mal Neid verspüren solltest und das Unrecht der ganzen Welt auf dich einprasselt, explodiere nicht, sondern frage dich lieber:

  • Was hat sie, was ich nicht habe?
  • Was macht sie anders als ich?
  • Was macht sie besser?
  • Was kann ich besser?
  • Was kann ich optimieren?
  • Was fehlt mir?

Wenn du bei deinen ehrlichen, nicht neidvergifteten Antworten Unstimmigkeiten entdeckst und merkst, woran du noch tüfteln kannst, dann ist das super. Baue dein Erfolgskonzept durch deine Erkenntnisse aus und ich bin sicher, dass du dich bald über mehr Jobs freuen darfst. Bei mir hat das funktioniert.

Aber was, wenn wir verdammt nochmal nichts finden, was sie besser kann oder macht als wir selbst? Dann, finde ich, dürfen wir uns ruhig mal kurz aufregen, bevor wir zu Strategie Nummer 2 übergehen…

Strategie Nummer 2: Wir machen uns neidfrei in drei Schritten

  1. Wir erkennen unseren Neid und müssen ihn akzeptieren.
    Welche Beweggründe auch hinter der Entscheidung unserer Auftraggeber liegen, wir müssen sie akzeptieren. Neid ist Bestandteil unserer Persönlichkeit, eine Empfindung und diese müssen wir annehmen.
  2. Wir sind individuell und das ist auch gut so.
    Auch das sollten wir akzeptieren. Jede von uns hat ihre Stärken und Vorzüge. Wichtig ist, dass du deine Erfolge feierst und nach vorne schaust.
  3. Finde heraus, was du wirklich willst.
    Willst du sein wie sie? Oder lieber dein Ding machen und dafür ein paar Jobs weniger im Jahr haben? Wenn du von dir und deinem Business überzeugt bist, kannst du Maßnahmen ergreifen und die Realität anpacken.

Bevor wir also das nächste Mal Gift und Galle spucken, uns selbst und unsere Mitmenschen vergiften, sollten wir den Zustand lieber akzeptieren und beginnen, Dinge bewusst und aktiv zu ändern.

Und sollte auch das kein Trost sein, können wir immer noch schlaue Sätze hervorkramen. Wie zum Beispiel die Worte von August Strindberg:

Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im Stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausche nicht übernehmen möchtest.

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Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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4 Gedanken zu “Neid vergiftet das Leben

  1. Julia schreibt:

    Neid ist ein super interessantes Thema und ich möchte demnächst auch eine Post zu diesem Thema veröffentlichen! Super interessant geschrieben!

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