Wie ich mit null Euro mein Business gründete - Und du das auch schaffen kannst!

Wie ich mit null Euro mein Business gründete

Und du das auch schaffen kannst!

Um ein Business aufzubauen, braucht man Geld? Und am Besten ganz viel davon? Das ist Quatsch! Ich zeige dir, wie ich mit null Euro mein Business gründete, du das auch schaffen kannst und damit erfolgreich bist.

Wenn Schwaben für eine Sache bekannt sind, dann dafür, sparsam zu sein. Ich bin in dieser Beziehung eindeutig eine Schwäbin. Als ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich tatsächlich mit null Euro mein Business gegründet.

Zugegeben, nicht jede Form der Selbstständigkeit ist dafür geeignet, mit null Euro zu starten, aber sehr viele eignen sich dafür. Auch bei meinem Business als Tontechnikerin, denkt man zunächst, dass ich mir ein Studio Zuhause einrichten muss, oder Unmengen an Equipment kaufen muss, um starten zu können. Ich habe auf beides verzichtet und agiere ausschließlich als Dienstleisterin, als Technikerin. Ich biete meine Arbeitskraft an.

Mit dieser Form der Selbstständigkeit, hatte ich gleich zu Beginn zwei große Vorteile:

  1. Ich habe mich am Anfang nicht verschuldet.
  2. Ich konnte sofort Gewinne einfahren.

Übrigens, für diese Form der Unternehmensgründung gibt es auch einen Namen: Bootstrapping. Das bedeutet, dass man mit den vorhandenen Ressourcen startet, auf Fremdfinanzierung verzichtet und seine Gewinne nach und nach reinvestiert.

Und so bin ich vorgegangen:

Schritt 1: Schreibe eine Liste mit den Dingen, die du für dein Business brauchst

Und damit meine ich, wirklich brauchst. Also nicht irgendwelche schönen Acessoires, sondern Notwendigkeiten, ohne die es nunmal nicht geht. Die können bei dir natürlich andere sein, als bei mir und sind wahrscheinlich von Business zu Business unterschiedlich.

Schritt 2: Schaue, was du davon Zuhause hast

Jeder von uns hat eigentlich grundlegende Büroartikel Zuhause irgendwo rumliegen. Ich hatte z.B. unzählige Werbekugelschreiber und -Blöcke, Stifte und Ordner aus meiner Studienzeit. Ebenso waren aus meinem Studentendasein noch ein Schreibtisch, ein Drucker und ein Laptop vorhanden. Ein Smartphone hatte ich privat sowieso. Auf ein Geschäftshandy lege ich bis heute keinen Wert. Ich hatte im Grunde alles, um erstmal mein Homeoffice einzurichten und loslegen zu können.

Dir fehlen wichtige Dinge und du hast sie nicht Zuhause? Frage doch mal in deinem Freundes- und Bekanntenkreis. Viele freuen sich bestimmt, dich unterstützen zu können und sind gleichzeitig froh, Dinge loszuwerden, die sie nicht mehr brauchen.

Schritt 3: Richte dein Business ein

Meiner Meinung nach ist es unglaublich wichtig, eine klare Linie zu ziehen. Sprich, richte dich und dein Business ein. Das kann ein Zimmer, oder auch nur eine Ecke eines Raumes sein. Räume deinen Tisch auf und richte dich dort so ein, damit du arbeiten kannst. Schaffe dir deine persönliche Arbeitsatmosphäre!

Wenn du das geschafft hast, dann überlege dir wie du deine Arbeitsabläufe gestalten willst. Welche Programme brauchst du auf deinem PC? Vergiss auch nicht, eine Mailadresse für dein Business einzurichten! Denke auch darüber nach, wie du Unterlagen abheften und sortieren willst. Lege eine grundlegende Struktur für dein Business fest.

Schritt 4: Mache dich bekannt

Auch die erste Werbung muss kein Geld kosten! Was sie dich kostet, ist Zeit. Ich habe dazu z.B. meinen privaten Facebook-Account genutzt und zusätzlich eine Mail an Freunde, Bekannte und mögliche sowie bestehende Geschäftspartner verschickt (natürlich individualisiert). Außerdem habe ich eine Unternehmensseite bei Facebook angelegt und alle Freunde eingeladen. So wusste jeder in meinem näheren Umfeld, dass ich mich neu aufgestellt habe und wer oder was Fräulein i. eigentlich so ist und was ich mache.

Schritt 5: Fahre erste Gewinne ein und reinvestiere

Nur weil du mit null Euro startest, heißt das nicht, dass dein Business nicht wachsen kann. Sobald du deinen ersten Gewinn eingefahren hast, solltest du dir überlegen, was du noch dringend brauchst. Vielleicht hast du bei Schritt 1 Arbeitsutensilien oder Dinge stehen, die du nicht Zuhause hattest, oder von Freunden geschenkt bekommen hast.

Ich habe z. B. von meinem ersten Gewinn Visitenkarten drucken lassen, da ich in den ersten zwei Wochen bereits feststellte, dass es ohne einfach nicht geht. Kurz darauf kaufte ich ein professionelles Audio-Programm, das ich bereits für einen größeren Auftrag dringend benötigte und konnte damit sofort wieder Geld verdienen, welches ich reinvestieren konnte.

Auch wenn es auf den ersten Blick fast unmöglich scheint: Ich habe mit null Euro mein Business gegründet – und bin erfolgreich damit. Es ist definitiv möglich, auf dieser Grundlage ein Business aufzubauen. Dennoch: Reinvestieren ist wichtig!

Wie bist du in deine Selbstständigkeit gestartet? Hast du investiert, oder lieber reinvestiert= Erzähle mir von deinen Erfahrungen!

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Frau Chefin
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Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
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11 Gedanken zu „Wie ich mit null Euro mein Business gründete

    • Frau Chefin sagt:

      Vielen Dank! Ja, leider gibt es sehr viele Menschen, die das nicht glauben können und dann nach der Nadel im Heuhaufen suchen. Stichwort: Der Bleistift, den ich zufällig daheim habe und für’s Business verwende, müsste ins Betriebsvermögen eingerechnet werden… Lassen wir das lieber 😀

  1. Uli sagt:

    Hallo liebe Isabell,

    ich habe quasi auch mit 0,- gestartet – ich bin freie Vortragende im Bereich Kräuterpädagogik. Ok, Hostinggebühren und ein, zwei Sachen für die kinderveranstaltungen habe ich schon bezahlen müssen, aber wirklich Peanuts. Ich mach das nun seit sechs Jahren, muss aber zugeben, dass ich nebenher immer Teilzeit gearbeitet habe. Seit März bin ich nun komplett selbständig – natürlich sprießen die Kräuterhexen jetzt wie Pilze aus dem Boden, aber ich habe mir in den letzten sechs Jahren ein gutes Netzwerk und sehr gute Partner aufgebaut. Natürlich hatte ich Glück mit meinen Partnern, die zb Druckkosten oder Raummieten übernommen haben.

    Danke für deine Beiträge, ich lese sie immer sehr gern, glg Uli

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Uli,

      sooo unmöglich ist es nicht, mit null Euro zu starten. Es gibt dafür mehrere gelungene Beispiele – genauso wie viele Existenzgründer trotz hohem Startkapital gescheitert sind. Ich denke, es kommt dabei vorallem auf die eigene Einstellung, die Art der Selbstständigkeit und das Netzwerk an.

      Freue mich auf deinen nächsten Besuch!
      Isabelle

  2. Mary sagt:

    Gute Tipps von einer Powerfrau. Danke dafür.

    Ich glaube beim Thema Selbstständigkeit ist es immer sehr wichtig, dass man auch in Durstphasen durchhält. Eigentlich ist das so nicht nur in der Selbstständigkeit, sondern auch in vielen anderen Lebensphasen…

  3. Sonya sagt:

    Ich habe es genauso gemacht! Meine Selbstständigkeit als Fotografin habe ich mit null Euro Startkapital gegründet. IMac und Photoshop hatte ich schon. Dann habe ich vergünstigte Fotoshootings für die Erstellung meines neuen Portfolios angeboten (über Facebook). Diese Shootings habe ich noch mit meiner acht Jahre alten Amateur- Spiegelreflexkamera fotografiert. Die ersten Shootings haben mir durch Empfehlungen immer mehr weitere Kunden eingebracht. Nach nur einem Monat hatte ich genügend Geld verdient, um mir eine professionelle Vollformat Spiegelreflexkamera zu kaufen, Visitenkarten zu drucken und meine Webseite zu finanzieren. Ich habe mir eine sehr solide Selbstständigkeit aufgebaut, ohne vorher auch nur das geringste Kapital zu haben und ich finde es toll, dass Du diesen Artikel geschrieben hast! Zum Schritt in die Selbstständigkeit gehört sicher einiges- Mut, Selbstvertrauen, eine Vision und Motivation zum Beispiel. Ein Geschäftsplan und Kapital gehörte bei mir nicht dazu 😉

    • Frau Chefin sagt:

      Danke für deinen Einblick, Sonya!

      Es ist wirklich immer wieder toll zu lesen, dass es da draußen viele Frauen gibt, die mit Mut und Selbstvertrauen gründen und ihre Vision verfolgen – und das ohne Startkapital!

      Viele Grüße
      Isabelle

  4. Verena sagt:

    Hallo Frau Chefin,

    ein guter Artikel.

    Ich habe genauso gestartet. Ich hatte alle Programme und meinen Rechner schon, deswegen konnte ich direkt loslegen und Grafikdesign anbieten. Nach und nach habe ich dann in meine eigene Werbung investiert und bin so langsam gewachsen.

    Mittlerweile brauche ich sogar wenig Werbungskosten, da ich über einen Blog werbe. Daran gefällt mir sowieso die Kommunikationsmöglichkeit mit meinen Lesern/Kunden besser. In einer Anzeige kann ich nicht so viel sagen.

    Ebenfalls habe ich so nach und nach meine Visitenkarten, Flyer und Broschüren entwickelt und dann auch Offline geworben. So geht alles nach und nach.

    Was ich noch empfehlen kann, außer über die Sozialen Netzwerke zu gehen, dass ist Netzwerken. Einfach schauen, ob es Unternehmer gibt, die sich regelmäßig zum Austausch treffen. Das hilft wirklich sehr. Sowohl für die Kundengewinnung, aber noch viel mehr für den Wissensaufbau.

    Danke für Deinen Blog 🙂
    Grüße
    Verena

    • Frau Chefin sagt:

      Hallo Verena,

      das freut mich! Und wie ich sehe, bist auch du mit dieser Variante erfolgreich. Danke auch für deinen Hinweis, zu netzwerken. Darüber kann ich leider wenig sagen, da ich diesen Weg zu Beginn nicht ernsthaft ausprobiert habe. Habe einfach zu weit weg von allem gewohnt. Nachteil als Landei 😉

      Viele Grüße und einen schönen Sonntag!
      Isabelle

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