Mit diesen 3 Tipps wirst du garantiert zur Lieblings Freelancerin

Mit diesen 3 Tipps wirst du zur Lieblings-Freelancerin

Du hast Aufträge? Deine Kunden sind zufrieden? Du bist zuverlässig und in deinem Gebiet fachlich voll auf der Höhe? Und trotzdem fehlt dir noch das gewisse Etwas, um dich von der breiten Masse abzuheben? Mit diesen Tipps wirst du zur Lieblings Freelancerin!

Tipp 1 zur Lieblings Freelancerin: Sei und bleib realistisch

Damit meine ich drei Dinge: Fähigkeiten, Preis und Zeit.

Sei realistisch, welche Fähigkeiten du hast, was du wirklich kannst. Nur weil du z.B. gefragt wirst, ob du XY auch kannst und du gerade einen Auftrag brauchst, musst du ihn nicht annehmen. Es bringt nichts, wenn du dich erstmal in die Materie einarbeiten musst und im schlimmsten Fall weder die Zeit vergütet bekommst, noch das Ergebnis sehenswert ist.

Du solltest dennoch nicht auf der Stelle tappen und dich immer in deiner Komfortzone bewegen. Es gibt manchmal Aufträge, bei denen man mächtig Bammel hat und eigentlich denkt, dass das eine Nummer zu groß für einen ist. Ich bin dann meistens ins kalte Wasser gesprungen und konnte plötzlich schwimmen.
ABER: Ich habe mich jedes Mal vorher abgesichert, dass ich eine Kontaktperson habe, die ich im schlimmsten Fall um Rat fragen kann.
DENN: Ist der Job erstmal verpatzt, ist es vollkommen irrelevant, ob du Profi auf dem Gebiet AB bist und XY vermasselt hast. In den Köpfen bleibt zunächst der verpatzte Job hängen. Und im allerschlimmsten Fall, verbreitet sich diese Nachricht nicht nur in der Region, in der du tätig bist, sondern weit darüber hinaus…

Wenn du nach einem Preis gefragt wirst, nenne eine realistische Zahl. Klar sollst du keine Dumping-Preise anbieten, die den Freelancer-Markt ruinieren. Natürlich sollst auch du von deinen Jobs leben können. Aber wenn du z.B. das Zehnfache vom eigentlichen Mittelwert anbietest, musst du auch damit rechnen, den Job nicht zu bekommen. Wenn du einen angemessenen Preis anbietest und der potentielle Auftraggeber ihn nicht annimmt, dann ist das zwar sehr schade, aber in meinen Augen auch ok. Ich finde, bei einer langfristigen Zusammenarbeit, die wir als Freelancer generell anstreben sollten, sollen beide Seiten zufrieden sein. Und Zufriedenheit entsteht nur, wenn beide das Gefühl haben, dass Preis und Leistung angemessen sind.

Sei realistisch mit deiner Zeit. Vor allem, wenn du Lieblings Freelancerin werden willst. Auch dein Tag hat nur 24 Stunden und Schlaf brauchst du auch. Viele Anfragen kommen kurzfristig rein und Projekte müssen schnell umgesetzt werden. Wenn du das Gefühl hast, nur die Deadline einhalten zu können, wenn du die Nacht zum Tag machst, dann lass lieber die Finger davon! In den meisten Fällen geht das in die Hose, auch wenn du der Typ bist, der gerne alles auf den letzten Drücker erledigt. Wenn ein Auftraggeber von deiner bisherigen Arbeit überzeugt war, wird er dich wieder fragen – und ist dir auch nicht böse, wenn du in einem kurzfristigen Fall absagst. Wenn du aber eine Deadline zusagst und sie nicht einhalten kannst, oder vor lauter offenen Baustellen und anderen Projekten eine schlechte Arbeit ablieferst, wirst du mit Sicherheit nicht nochmal gefragt.

Tipp 2 zur Lieblings Freelancerin: Kommuniziere richtig

Auch als Freelancer hat man mal Feierabend. Man darf auch mal einen Tag frei machen, darf in Urlaub fahren und auch für ein paar Stunden E-Mails und Handy ignorieren. Man darf einfach mal nicht erreichbar sein. Dass wir nicht nur für einen, sondern für mehrere Auftraggeber arbeiten, ist uns und den meisten anderen Auftraggebern klar. Aber: Jeder Auftraggeber will das Gefühl haben, dass er jetzt im Augenblick, jetzt in der Projektphase, jetzt beim Job, der wichtigste ist und Priorität A genießt. Deshalb: Kommuniziere rechtzeitig, wenn du einen oder mehrere Tage nicht erreichbar bist. Gerade bei wichtigen Projekten empfiehlt es sich, eine Liste zu verschicken, wann du im “Büro” bist und gegebenenfalls Korrekturen machen kannst, bzw. wann und wie du erreichbar bist. Wenn du so vorgehst, hast du auch den Vorteil auf deiner Seite: Alle wissen Bescheid, du hast vorgewarnt und brauchst auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn du eine ganz dringende Mail evtl. nicht (sofort) gelesen hast.

Tipp 3 zur Lieblings Freelancerin: Akzeptiere andere Arbeitszeiten

Wir Freelancer haben oftmals keine geregelten Arbeitszeiten. Ich z.B. arbeite jeden Tag zu anderen Uhrzeiten und lebe nach meinem eigenen Kalender, der auch kein Wochenende kennt. In der Regel bin ich auch zum Arbeiten nicht Zuhause. Problematisch wird das dann, wenn man z.B. mit einer Agentur zusammen arbeitet, die einen gewöhnlichen Nine-to-Six-Job präferiert. Sprich, wenn dich eine Mail erreicht, in der “heute” um eine Antwort gebeten wird, oder “im Laufe meines Arbeitstages”. Damit ist dann natürlich nicht gemeint, dass du dich kurz vor Mitternacht meldest, nur weil da dein Arbeitstag erst endet. Ebenso darfst du natürlich nicht erwarten, dass sich eine Agentur am Wochenende bei dir meldet, weil du ganz dringend eine Info brauchst.

Daher mein Tipp: Lass dir einkommende Mails auf deinem Smartphone anzeigen, oder richte vor jeder längeren Abwesenheit kurz eine automatische E-Mail-Antwort ein (z.B. “Die nächsten Tage arbeite ich außer Haus. Mails können erst ab dem XX.XX. beantwortet werden. In dringenden Fällen bin ich unter 123 erreichbar”). Dann weiß jeder Auftraggeber Bescheid und kann entsprechend handeln.

Fallen dir noch weitere Punkte ein, die dich zum Lieblings-Freelancer machen können? Dann lass es mich wissen!

Frau Chefin
Folge mir:

Frau Chefin

Ich bin Rosenkohlaussortiererin, Teilzeit-Dickkopf und Vollzeit-Freiberuflerin. Sport-Fan, Handy-Vernachlässigerin und Möchtegern-Hausinhaberin. Von süßen Katzenbabys und Wurst halte ich nicht viel, dafür umso mehr von digitalen Medien und Tonpulten.
Frau Chefin
Folge mir:

10 Gedanken zu “Mit diesen 3 Tipps wirst du zur Lieblings-Freelancerin

  1. Martina schreibt:

    Liebe Isabelle,

    toller Blog mit tollen Tipps.
    Auch wenn ich achon eeeewig (seit 1997) selbständig bin und jetzt an meiner Ortsunabhängigkwit bastele, ist es immernoch beruhigend zu sehen, dass sie Fehler, die ich gemacht habe, auch anderen passieren (s.o.) und ich mich auch rückblickend nicht wie ein Vollpfosten fühlen muß.
    Dinge, die ich über die Jahre lernen mußte – Zahlungsziel, Gutmütigkeit bringt nichts, etc. – und anderes, was ich gut entschieden habe – private Krankenversicherung, von der mir so viele abgeraten haben, und ich habe es trotzdem gemacht. Es ist schön zu lesen, dass auch z.B. Du durch Deine eigenen Erfahrungen zum gleichen Ziel kommst und dies gerne an andere weitergibst.
    Über einen Link bei Facebook bin ich bei Dir gelandet und was ch lese, gefällt mir – Stil, Infos, etc. Somit hast Du mich als weitere Newsletterabonnentin an Bord. Denn ich kann auch zukünftig nur von und mit anderen lernen.
    Danke dafür und auf eine gute gemeinsame Zeit! 😉
    Liebe Grüße, Martina

    • Frau Chefin schreibt:

      Hallo Martina,

      es ist wirklich ein ungemein gutes Gefühl, wenn jemand, der schon seit sehr vielen Jahren selbstständig ist, mitfühlen kann und die selben Erfahrungen gemacht hat. Ich finde, wir können beide beruhigt sein, dass wir uns nicht wie ein Vollpfosten fühlen müssen.

      Danke, dass du meinen Newsletter abonniert hast und ab sofort mit an Bord bist :) Freue mich, dass es dir auf meiner Seite gefällt!

      Viele Grüße, Isabelle

  2. Gabi schreibt:

    Hallo Isabelle,

    ich habe erst heute deinen Blog über Xing entdeckt und habe gleich alle Artikel zum Thema Selbstständigkeit “aufgesaugt”. Gefällt mir sehr gut, was und wie du schreibst und ich finde mich in sehr vielem wieder. Meine Selbstständigkeit startet in 3 Wochen und ich muss noch einige bürokratische Hürden (die du ja auch in einem anderen Artikel erwähnst) überwinden.
    Es ist schön zu lesen, dass man nicht die Einzige ist, die das Gefühl hat Selbstständigkeit sei erst einmal ein unbezwingbarer Berg! 😉 Der Weg zur “Lieblings-Freelancerin” scheint mir lang, aber lohnenswert! :-)

    Ich freue mich auf weitere Artikel von dir!

    Liebe Grüße,
    Gabi

    • Frau Chefin schreibt:

      Hallo Gabi,

      vielen, vielen Dank für deinen super lieben Kommentar! Ich freue mich riesig, wenn ich jemandem mit meinen Texten helfen kann – und mein Blog auch gefunden wird 😉 Welche Themen interessieren dich denn gerade am Meisten? Was findest du zu Beginn am Schwierigsten?

      Viele Grüße
      Isabelle

  3. FashionqueensDiary schreibt:

    Ich glaube, ich habe jetzt fast alle deine Beiträge durchgelesen…super Blog und ich folge dir nun mal :-) Bin gerade selbst auf diesem Weg in die Selbstständig (in 3 Monaten ist es soweit), so dass ich für jeden Tipp dankbar bin und hoffe, bei dir noch das ein oder andere für mich zu lernen 😉

    LG
    Sonja

  4. Verena schreibt:

    Hallo Frau Chefin,

    die Tipps sind sehr wichtig.

    Am Anfang habe ich die Sachen weniger beachtet. Ich dachte mir, dass dies ja alles nicht so wichtig ist. .Gerade mit den Telefonzeiten…. Ich war immer erreichbar. Aus jetziger Sicht einfach furchtbar 😀
    Man muss sich auch mal die Zeit für sein Privatleben nehmen und gönnen. Sonst ist man auch irgendwann sehr unausgeglichen.

    Ebenfalls habe ich Projekte angenommen, die ewig Zeit gekostet haben und bei denen ich nichts gelernt habe. Denn für mich steckt in vielen Projekten immer auch ein gewisses Lernen. Sei es “nur”, dass man die Branche und neue Menschen kennen lernt. Seitdem ich diese Aufträge an Partner weiterleite habe ich mehr Freiraum für meine tollen Kunden und Projekte. Das tut gut und fördert die Kreativität enorm :)

    Lieber Gruß
    Verena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *